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80% weniger Verkäufer? Wie KI den Vertrieb radikal umbaut. Mit Steffen Baermann

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80% weniger Verkäufer? Wie KI den Vertrieb radikal umbaut. Mit Steffen Baermann

KI im Vertrieb ist kein Werkzeug-Thema mehr. Wer glaubt, ChatGPT für E-Mails, Meeting-Notizen und ein paar CRM-Hinweise sei die ganze Antwort, verpasst gerade den größten Umbau der Vertriebsgeschichte. Steffen Baermann kennt den Vertrieb aus 35 Jahren Konzernarbeit. Sein Buch heißt „Der KI-Tsunami“. Seine Rechnung ist steil: Bis 2030 fallen 40 bis 60 Prozent der Sales-Jobs weg. In dieser Folge erklärt er die drei Wellen der KI-Revolution. Dazu kommt, was Verkäufer und Führungskräfte jetzt tun müssen, damit sie nicht untergehen.

Warum dieses Thema?

KI im Vertrieb bedeutet nämlich viel mehr als Automatisierung von E-Mails und Dokumentation. Die Technologie verändert gerade das komplette Spiel. Sie verändert, wie Kunden entscheiden, wie Verkäufer arbeiten und ob Vertriebsorganisationen überhaupt noch gebraucht werden. Baermann vergleicht den Wandel mit Dampfmaschine, Computer und Internet. Es ist ein Revolutionsschritt – nur dass er schneller kommt als alles bisher Dagewesene.

Die Versuchung ist groß, das Thema wegzuschieben. „Das ist nur ein Hype“, „das wird schon nicht so schlimm“ oder „der Gesetzgeber verbietet das eh“ – das sind typische Antworten. Genau diese Haltung hält Baermann jedoch für die größte Gefahr. Denn die technischen Grundlagen sind heute schon da. Telefon-KIs übernehmen Support-Gespräche wie echte Menschen. Salesforce hat deswegen 4.000 Support-Stellen gestrichen. Und selbst McKinsey stellt weniger Berater ein, weil künstliche Intelligenz die Recherche übernimmt.

Dazu kommt ein Effekt, den viele übersehen: der Druck von innen. Als Smartphones kamen, hieß es zuerst, die Daten im Blackberry seien sicherer. Trotzdem setzte sich das iPhone durch, weil es die Mitarbeiter einfach besser fanden. Genauso kommt der Druck jetzt aus den Teams. Wenn mein ChatGPT zu Hause kann, warum dann nicht in der Firma? Dieser Sog beschleunigt die KI-Einführung in Unternehmen erheblich. Die gute Nachricht: Wer jetzt handelt, kann den Wandel steuern. Wer wartet, lässt sich von ihm überrollen.

Über den Gast

Steffen Baermann ist C-Level Sales Interventionist, KI-Berater und Vertriebsexperte. Er hat 35 Jahre in der Konzernwelt gearbeitet – unter anderem bei Henkel, Jacobs, Dell und Cisco. Dort hat er CRM-Systeme eingeführt und Vertriebsprozesse aufgebaut. Schon als Kind hat er die Science-Fiction-Bibliothek seines Vaters gelesen. Als ChatGPT und Midjourney kamen, trafen seine beiden Welten aufeinander. Daraus entstand sein Buch „Der KI-Tsunami: Warum künstliche Intelligenz den Vertrieb radikal verändert – und wie Führungskräfte jetzt handeln müssen“. Es richtet sich an CEOs, CSOs, Vertriebsleiter und Sales-Profis. Die Botschaft: klare Diagnose statt Beschwichtigung – und konkrete Handlungsanweisungen für Team, Organisation und Produkt.

Das lernst du in dieser Folge

KI im Vertrieb: Bis 2030 fallen 40 bis 60 Prozent der Sales-Jobs weg

Steffen Baermann rechnet vor: Bis 2030 fallen in Vertriebsorganisationen 40 bis 60 Prozent der Sales-Jobs weg. Das ist keine Panikmache, sondern das Ergebnis von vier Effekten, die gleichzeitig wirken. Erstens übernimmt KI Support-Aufgaben. Telefon-KIs wie Phonio AI sprechen inzwischen wie echte Mitarbeiter. Salesforce kündigte deshalb den Abbau von 4.000 Support-Stellen an. Zweitens stirbt die Kaltakquise, wie wir sie kennen. Kunden warten nicht mehr auf Anrufe von Fremden. Drittens steigt die Effizienz. Verkäufer verbringen heute 80 bis 90 Prozent ihrer Zeit mit Nicht-Vertriebsarbeit – mit Angeboten, Kalkulationen, CRM-Pflege und Dokumentation. KI reduziert genau diese Arbeit drastisch. Der Denkfehler vieler Teams ist nämlich: Sie sehen nur die Apps und Tools von heute. Dahinter formieren sich aber vier Kräfte, die das ganze System umbauen.

Viertens qualifizieren sich Kunden selbst. Sie fragen eine KI, welches Produkt zu ihnen passt, und melden sich nur noch, wenn sie wirklich interessiert sind. Wer in der KI-Empfehlung nicht vorkommt, bekommt schlicht keine Anfragen mehr. Jetzt sagen viele: Unsere Produkte sind zu komplex, die Kunden schreiben keine Reviews. Auch dafür gibt es schon KI-Analyse-Tools, die B2B-Lösungen bewerten. Das ist heute noch nicht perfekt. Aber der Kunde sucht trotzdem zuerst dort nach Orientierung – und wenn du dort nicht auftauchst, sinkt deine Chance auf Anfragen. Besonders schnell trifft das standardisierte Branchen wie die Software-Industrie. Im stark reglementierten oder beziehungsgetriebenen Verkauf geht es langsamer. Wichtig ist Baermanns Botschaft: weniger Verkäufer bei gleichem Output – nicht weniger Umsatz. Firmen, die früh eine KI-gestützte Akquise aufbauen, gewinnen die Umstellung. Wer zögert, verliert sie.

Welle 1 ist schon da: Was KI im Vertrieb heute leistet

Schon heute zeigt sich, wie nah die Zukunft ist. In der Medizin hört eine KI dem Arzt beim Patientengespräch zu, protokolliert automatisch, verschlagwortet Fachbegriffe und bereitet die Abrechnung vor. Im Vertrieb gibt es ähnliche Tools: Sie schneiden Verkaufsgespräche mit, messen Redeanteile und coachen den Verkäufer live. „Hör auf zu quatschen, stell mehr Fragen“ – so etwas sagt die KI heute schon. Zudem summieren sich die Effizienzgewinne: Wer ein Angebot in Stunden statt in einer Woche baut, hat schlicht mehr Zeit für Kunden. Niemand muss sich also fragen, ob diese Welle kommt. Sie ist bereits da.

Welle 2: KI berät den Kunden – und Key-Account-Management wackelt

Warum gibt es Vertrieb überhaupt? Weil jemand Angebot und Nachfrage zusammenbringen muss. In der zweiten Welle, grob von 2030 bis 2035, übernimmt diese Rolle zunehmend die KI – auf der Kundenseite. Unternehmen setzen beratende KI-Systeme ein. Sie bauen aus internen Anforderungen einen Katalog und bewerten Angebote objektiv. Damit fällt genau die Funktion weg, die heute das Herzstück guter Verkäufer ist: interne Konflikte beim Kunden zu lösen. Der Einkauf will günstig, die Fachabteilung will das beste Produkt, das Management will den schnellsten Return on Investment. Diese Koordinationsaufgabe übernimmt künftig eine Bewertungsmatrix. Hinzu kommt ein weiterer Trend: Im B2B entscheiden immer mehr Personen mit. Deshalb zählt am Ende die beste Punktzahl – nicht die beste Beziehung.

Die klassischen Rollen, die auf dieser Koordination aufbauen – Key-Account-Management, Solution Selling, Challenger Sales – brechen damit weg. Auch die Challenger-Rolle wackelt. Bisher gewinnt der Verkäufer, der dem Kunden ein Problem zeigt, das dieser noch nicht kennt. Die KI kann das künftig ebenfalls: Sie scannt Branchendaten und findet blinde Flecken. Übrig bleiben wenige Top-Vertriebler für wirklich große, strategische Kunden und partnerschaftliche Zusammenarbeit. Dazu kommt die Agenten-KI. Jeder wird sich irgendwann eine eigene KI aufsetzen, die morgens die Branchennachrichten filtert und Kaufoptionen bewertet. Auch das Vertrauensargument verliert an Kraft. Den „Trusted Advisor“ braucht es heute, weil Käufer nicht wissen, ob ein Versprechen hält. Künstliche Intelligenz findet diese Antwort künftig über Datenpunkte: Wie viele Implementierungen laufen bei diesem Anbieter schief, wie verlässlich ist die Lösung wirklich? Unternehmer lieben solche Neutralität nämlich – sie macht Entscheidungen objektiver und nimmt Druck aus dem Bauchgefühl.

Was Verkäufer jetzt tun können: KI-Kompetenz und der Branchen-Check

Kein Verkäufer muss tatenlos zusehen. Baermann nennt zwei Hebel. Wichtig ist dabei die Haltung: Es geht nicht darum, den Job zu verteidigen. Es geht darum, besser zu sein als der Wettbewerb – so wie im Vertrieb schon immer. Erstens: Werde KI-enabled. Jedes Unternehmen wird in den nächsten Jahren ein paar Vertriebsleute brauchen, die KI wirklich beherrschen. Die bauen eigene KI-Assistenten, verbessern Angebote gezielt und setzen Datenprozesse auf. Wer sich diese Qualifikation heute aneignet, steckt bei der nächsten Reorganisation den Kopf aus der Masse heraus. Ein guter Selbsttest: Baue dir einen KI-Einkaufsassistenten für deine Branche. Frag die KI nach dem besten Produkt für ein Kundenproblem. Wenn dein Produkt nicht dabei ist, gibt es dringenden Handlungsbedarf.

Zweitens: Prüfe, wie angreifbar deine Branche ist. Hohe Transaktionsvolumina, standardisierte Produkte und viel Online-Verfügbarkeit machen einen Vertrieb schnell ersetzbar. Wer im Beziehungsgeschäft mit wenigen großen Kunden arbeitet, hat mehr Zeit. Besonders dünn wird die Luft in Einstiegspositionen. Sales-Einsteiger, Support und Innendienst spüren den Wandel zuerst. Wer heute vor der Berufswahl steht, sollte sich umhören, welche Jobs relativ sicher sind. „Im Handwerk steckt Gold im Boden“, riet ein OpenAI-Gründer im berühmten Interview. Bis Roboter ein 200 Jahre altes Haus renovieren, dauert es nämlich noch eine Weile. Im Außendienst beim Handwerk bestellen Wirte noch per Fax oder Telefon – und testen inzwischen KI-Telefoner, die aus dem Anruf direkt eine Bestellung machen. Auch das ist der Tsunami: Er erreicht jede Branche, nur zu unterschiedlichen Zeiten.

Führungskräfte: 4 Schritte, um den Vertrieb KI-ready zu machen

Schritt eins für Führungskräfte: entscheiden. Klingt banal, ist aber die häufigste Blockade. Wer „nichts tut“, hat im Grunde auch entschieden – nur eben falsch. Wer kurz vor der Rente steht, mag sich das leisten. Wer Verantwortung für ein Team trägt, jedoch nicht.

Schritt zwei: das Produkt-Portfolio KI-ready machen. KI schaut nämlich anders auf das Internet als Menschen. Eine Webseite kann noch so emotional verkaufen – die KI will Daten, Fakten, Reviews und strukturierte Informationen. Frag eine KI nach einem Produkt aus deiner Kategorie und schau, ob dein Angebot vorkommt. Wenn nicht, gibt es dringenden Handlungsbedarf in Marketing und Produkt.

Schritt drei: den Vertrieb mit KI effizient umbauen. KI-Support-Teams, automatisierte Qualifizierung, KI-Coaching für Verkaufsgespräche – vieles davon existiert heute schon. Schritt vier: die Organisation auf KI-generierte Einwände vorbereiten. Kunden kommen nämlich mit Vorurteilen, die ChatGPT ständig ausspuckt. Weißt du, welche Schwächen die KI deinem Produkt andichtet und welche Wettbewerber sie empfiehlt? Dann baue diese Punkte in deine Vertriebsargumentation ein, bevor der erste Kunde sie dir vorhält. Das klingt nach viel Arbeit. In Wahrheit sind es vier klare Schritte, und jeder davon ist heute schon machbar. Schließlich entscheidet sich jetzt, wer den Tsunami reitet – und wer unter ihm verschwindet.

Für wen ist diese Folge?

Diese Folge ist für alle, die im Vertrieb Verantwortung tragen oder übernehmen wollen. Vertriebsleiter und Geschäftsführer erfahren, wie sie ihr Team zukunftssicher aufstellen. Verkäufer sehen, welche Rolle KI ihnen noch lässt – und was sie jetzt lernen sollten. Berufseinsteiger bekommen einen ehrlichen Blick auf Sales-Karrieren in Zeiten des KI-Tsunamis. Auch wer skeptisch ist, ob die Revolution wirklich kommt, findet hier beide Seiten der Debatte. Dazu gibt es einen klaren Handlungsrahmen für den Fall, dass die optimistische Version nicht eintritt.

🎧 Jetzt reinhören

Die komplette Folge mit Steffen Baermann gibt es auf VertriebsFunk, Spotify und überall, wo es Podcasts gibt.


Schon gehört?

Vom Auftragsannehmer zum Challenger – die einzige Sales-Rolle, die KI nicht ersetzen kann — Dieselbe Frage, eine Antwort weiter: Welche Sales-Rolle überlebt die KI-Revolution?

Vielseitig und mega interessant

★★★★★

Ich habe Christopher zufällig in YouTube bei Themen um Karriere entdeckt und gesehen, das er ein sehr interessanten Podcast führt. Ich habe gleich abonniert, die Themen und Gäste sind wertvolle Inputs um erfolgreich im Job zu werden.

Auch für Nichtvertriebler ein Muss

★★★★★

Obwohl ich nicht im Vertrieb arbeite, habe ich megaviel für meinen Job als Ingenieur und auch übers Leben allgemein gelernt.

Inhalte können viele, aber der Funk sendet auch gut rüber

★★★★★

Ich hege Interessen am Vertrieb, aber meine bisherigen Aufgaben beinhalteten maximal Berührungspunkte mit Pre-Sales. Zu dem Podcast bin ich vor wenigen Wochen gekommen und bereits nach wenigen Folgen habe ich entschlossen, ihm von Anfang an zu hören. Jede Folge ist wie eine Booster-Impfung. Besonders gefällt mit die Themenvielfalt, es wird nicht langweilig.


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Top Themen:

Transkript anzeigen

Dieses Transkript wurde maschinell erstellt und entspricht dem Inhalt der Audioepisode. Es kann kleinere Fehler enthalten.

[00:00:16 - 00:01:59] | Christopher Funk
Du nutzt Chatchivity um E-Mails zu schreiben, dein Team lässt sich Meeting-Notizen zusammenfassen. Vielleicht gibt dein CRM ein paar Hinweise für die nächsten Sales-Aktivitäten und dann denken viele, ja, KI hilft. Aber revolutionär, das ist eigentlich nur ein besseres Tool. Und genau das ist der Denkfehler, der ganze Branche überrollen wird. Die meisten sehen nur die oberflächliche Veränderungen und denken, sie hätten verstanden, was kommt. In Wahrheit formiert sich gerade eine technische Revolution, die alles verändert. Ganze Branche, Kundenverhalten und Wettbewerbsleinschaften. Ich weiß schon, was viele mir jetzt sagen. Immer mit der Ruhe, KI sind nun Werkzeug und Chatchivity nutze ich, Menschen bleiben wichtig, wir haben das im Griff. Und genau das ist der Druckschluss. Alle sehen nur den oberflächlichen Layer, die Apps, die Tools, die heute genutzt werden. Aber die meisten verstehen nicht, was dahinter passiert. Sie kennen nicht die vier technischen Kräfte, die sich gerade formieren, um unsere Arbeitswelt in den nächsten Jahren komplett umkrempeln zu lassen. So, das ist nicht von mir, sondern das ist vom Steffen, vom Steffen Bärmann aus seinem neuen Buch, der KI-Zunami. Und er ist heute als Autor hier und wir sprechen aber genau über dieses Thema. Wir sprechen darüber, warum es halt kein Tool ist. Wir sprechen darüber, warum der Vertrieb, gerade der Vertrieb sich radikal verändern wird. Und wir sprechen aber auch darüber, was du im Vertrieb und als Führungskraft jetzt tun kannst, ich würde sagen tun muss, tun solltest, damit dich diese Zunami nicht überrollt. Aber erstmal herzlich willkommen hier im Vertriebsfunk, lieber Steffen, Steffen Bärmann.

[00:01:59 - 00:02:01] | Steffen Baermann
Hallo Christopher, danke, dass ich da sein darf.

[00:02:01 - 00:02:15] | Christopher Funk
Ja, erstmal vielen Dank für das Buch. Es lag halt bei mir im Briefkasten. Ich habe das verschlungen, ich bin auch nicht ganz durch, aber es ist wirklich sehr, sehr gut geschrieben. Ich kriege auch schon ein bisschen Herzklopfen, wenn ich darüber rede. Wie bist du dazu gekommen, dieses Buch zu schreiben, Steffen?

[00:02:16 - 00:04:28] | Steffen Baermann
Es gibt ja manchmal so Aha-Momente im Leben und du kennst diesen Moment unter der Dusche, wenn einem plötzlich die Dinge klar werden. Und bei mir ist es so, ich bin im Bereich Technologie und Vertrieb eigentlich schon seitdem ich irgendwo mit Vertrieb angefangen habe. Aber ich habe immer löbe überlegt, wie kann ich das, was ich hier tue, eigentlich besser organisieren. Und deswegen habe ich mal irgendwann mal CRM-Systeme eingeführt, bei verschiedenen Unternehmen. Ich habe eigentlich auch in meiner Tätigkeit dann als Führungskraft immer geschaut, wie kannst du auf das ganze Thema ein Prozess haubsetzen, dass das nicht wieder vorkommt, dass beim nächsten Mal besser funktioniert etc. Und das andere ist, ich bin keine Ahnung, seitdem ich acht oder neun Jahre alt bin und Bücher lesen kann, die Science-Fiction Bibliothek von meinem Papa durchgegangen. Ich habe da sich Science-Fiction Bücher in meinem Leben gelesen. Irgendwie war so der Moment, wo ich gesagt habe, Mensch, das beides kommt jetzt zusammen. Und wenn sich das weiterentwickelt, was wir jetzt so in den letzten zwei Jahren eigentlich mit Chatchi-BT, was ja für die meisten dieser Auslösungmoment gewesen ist, um sich mit dem Thema KI auseinanderzusetzen oder vielleicht im privaten Bereich mit Mitjourney, wo dann diese ganzen Bilder möglich waren, das waren für mich diese beiden Momente, wo ich gesagt habe, okay, das muss man eigentlich wirklich mal von Ende oder von Anfang bis Ende durchdenken, was bedeutet das denn dann eigentlich, weil es ist so der nächste technologische Revolutionsschritt, wie die Dampfmaschine, wie der Computer, wie die Netzwerke etc., das ist der nächste Schritt. Und da ist es einfach immer so, wenn du nicht handelst, dann wirst du vielleicht von dem Trend abgehängt. Und das war also der Moment für mich zu bedenken, okay, was muss man eigentlich tun? Und dann ist mir aufgefallen, na, das ist keine normale Entwicklung, wie wir das aus der Vergangenheit kennen, wo sich die Dinge sukzessive langsam weiterentwickeln, man sieht so eine kleine Welle, sondern eigentlich bäumt sich das ganz gerade auf und wird über so ein Tsunami, wie so ein Tsunami über uns wegschwappen. Deswegen habe ich ganz bewusst dieses Bild gewählt, das ist vielleicht sehr alarmierend in irgendeiner Form, aber ich denke, man darf das nicht unterschätzen. Und wir haben uns gerade im Vorgespräch ja schon drüber unterhalten und haben gesagt, na ja, wir im Vertrieb haben ja eigentlich immer so unsere ganzen Dinge, die da täglich uns busy halten und dass viele vielleicht diesen Moment verpassen, an dem es notwendig wird zu handeln. Deswegen habe ich so ein bisschen, ich sag mal, aufgebauscht.

[00:04:30 - 00:04:36] | Christopher Funk
Ja, das ist okay. Also ein bisschen alarmierend, Alarmismus ist, mag ja nicht unbedingt falsch sein.

[00:04:38 - 00:06:56] | Christopher Funk
Ja, vielleicht davor noch mal ein Disclaimer, Prognosen sind immer unsicher, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen, sagt man ja, und niemand weiß, wie die Zukunft aussehen wird, was sich technologisch alles tun wird und so weiter. Es gibt doch Leute, die sagen, hey, das ist alles nur ein Riesenhype, gibt es sogar Artikel, die man kann, den ich jetzt gerade gelesen habe, das ist ein Riesenhype, das wird so nicht werden. Also mal so die Versprechungen, die sich die Investoren jetzt auch machen, werden so nicht erfüllt werden. Okay, das kann alles sein. Es ist eine Option, in die das Ganze geht. Die ganzen Lash Language Models haben auch noch technische Probleme und so weiter, das kann sein, dass es nicht so wird. Aber es könnte auch sein, und es gibt sehr, sehr viele Experten, die sagen, nee, das wird auf jeden Fall eine Riesenveränderung geben. Also zum Beispiel, man spricht auch von dieser SuperAI, die sich selber dann weiter, also selbst der Gründer von OpenAI sagt, hey, es kann sein, dass dieser Moment nächstes Jahr kommt, dass wir eine KI haben, die sich selber trainiert, die sich selber ständig optimiert und dadurch quasi die ganze Quantensprung gemacht. Also sagen wir mal, es kann sein, dass das alles nicht so kommt, aber lasst uns jetzt mal davon ausgehen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass das Ganze in der revolutionäre Tendenz bekommt, ist relativ hoch und deswegen macht es uns auf jeden Fall Sinn, sich mal damit auseinanderzusetzen und eventuell sich auch darauf vorzubereiten. Und wir sprechen ja hier immer von diesem, wir denken immer so in Verteidigung, so, hey, was muss ich irgendwie tun, damit mein Job sicher wird, wie kann ich irgendwie verhindern, dass mich das betrifft? Das ist meiner Meinung nach die vollkommen falsche Einstellung. Ich muss sagen, hey, was kann ich denn daraus tun, um besser als der Wettbewerb zu sein, so wie wir es immer gemacht haben, um besser verkaufen zu können, um mich mehr auf die wichtigsten Themen zu konzentrieren, im Vertrieb, auf den Kunden idealerweise und wie ich dem nutzen stiffen kann, weil ich meine, heute ist es ja so, dass 80, 90 Prozent der Zeit von Verkäufern eigentlich damit drauf geht, irgendwelche relativ schwachsinnigen Sachen zu erledigen. Aber darauf kommen wir jetzt zu sprechen, also lass uns mal davon ausgehen, okay, was ist denn, wenn das Ganze so kommt, wenn wir hier tatsächlich ein Tsunami in revolutionären Effekt haben und wie könnte das Ganze ablaufen? Du sprichst ja hier tatsächlich von drei Wellen, lass uns mal in diese Wellen einsteigen vielleicht.

[00:06:56 - 00:07:12] | Steffen Baermann
Bevor ich das nachher würde, ich gerne noch den Rückstellungen machen, weil das Buch fängt genau da an, was du gerade gesagt hast. Wir haben innerlich in uns ja diese kleine Verhinderungswelle und das wird schon nicht so schlimm werden oder das schaffe ich schon irgendwie oder mit dem Problem setze ich mich auseinander, weil ich so viele andere Sachen gerade habe.

[00:07:12 - 00:07:13] | Christopher Funk
Vielleicht wird es ja auch verboten von der Politik?

[00:07:13 - 00:07:19] | Steffen Baermann
Ja oder mit verboten, ja es gibt auch noch diese ganze Regelungsthematik, die dann noch um uns herumschwebt.

[00:07:21 - 00:10:18] | Steffen Baermann
So, wir neigen Grundsätzlich dazu, solche Themen immer so ein bisschen aufzuschieben und ich glaube hier ist es eine Gefahr und deswegen auch Tsunami, damit dieses Gefahrthema so ein bisschen durchkommt. Natürlich ist es jetzt nicht so schlimm, weil wenn man jetzt was macht, dann hat man die Möglichkeiten auch den Wandel zu steuern und darum geht es ja im Großen und Ganzen. Also lass mich auf deine Frage eingehen, die drei Wellen. Die erste Welle, das ist eine Welle, die im Prinzip jetzt gerade losgeht. Wir sind eigentlich schon mitten drin und die wird so bis 2030 gehen, also die ersten fünf Jahre und da geht es im Wesentlichen nicht so sehr darum, dass es eigentlich neue große technologischen Entwicklungen gibt in der künstlichen Intelligenz, sondern dass wir im Vertrieb eigentlich all die Elemente, die es heute schon gibt, die verfügbar sind, also dass technologisch alles schon machbar ist, dass sich das Einzug in unser Arbeitsleben finden wird. Da gibt es noch ein paar Hürden, wie du gerade die regulatorischen Themen genannt hast, wo das Thema Datenschutz ist ja auch wichtig. Wir möchten ja alle nicht unsere Kunden Daten in die große Maschine füttern. Das ist eine von diesen Elementen in dem Buch, wo ich sage, bring hier ohne AI. Du kennst, wie wir die Smartphones hatten, hieß es auch, wir nehmen alle unser Blackberry, weil da die Daten sicher sind und die Leute fanden es aber so viel besser, dass es trotzdem gemacht haben. Das heißt dieser Druck mit KI im Unternehmenskontext zu arbeiten, der wird einfach auch von den Mitarbeitenden kommen, weil die natürlich sagen, wenn mein Chitchi-Piti das zu Hause kann, warum kann ich das in der Firma nicht nutzen? Also das beschleunigt diese Welle, aber es geht im Wesentlichen darum, dass alle diese Dinge heute schon machbar sind. Also da ist jetzt nichts dabei, wo man sagen würde, ja müssen jetzt noch große technologische Entwicklungen gemacht werden, aber zum Beispiel gibt es Phonio AI. Das ist eine Telefon-KI, mit der du telefonieren kannst, und zwar wie mit einem richtigen Menschen. Und die kann Datenbank basiert arbeiten und kann dir beispielsweise im Support wirklich wie einen Support-Mitarbeiter arbeiten. Und wir haben es vielleicht alle gelesen. Salesforce hat jetzt angekündigt, dass sie 4000 Mitarbeitenden entlassen wollen im Support-Bereich, weil die genau auf solche KI-Modelle setzen. Also das sind Dinge, die schon da sind, die sich umsetzen werden. Calder-Krise ist das nächste Thema. Kunden warten heute nicht mehr darauf, dass man sie anruft, sondern müssen anders an Kunden rangehen, damit wir neue Kunden finden. Vor ein paar Jahren gab es bei mir immer noch den Anruf. Ich hatte so ein Co-Working-Space, und dann rief da mir jemand an, ja, hallo, mein Name ist Müller von der Maya-Reinigung. Ich wollte mal nachfragen, ob sie Welt- und Reinigungskraft brauchen. Natürlich brauche ich keine, wenn ich ein Büro habe, sondern es wird ja schon etwas dafür geben. Und diese ganzen Thematiken, die werden durch künstliche Intelligenz verbessert. Jetzt haben wir noch nicht über Effizienzsteigerung gesprochen. Du hast gerade gesagt, auch selber, Mensch mit KI kann ich heute schon tolle Texte schreiben, lassen in irgendeiner Form Angebote verbessern. Selbst wenn ich da die Kundendaten raus lasse, einfach nur das Anschreiben, wird so viel besser, dass ich im Vertrieb diese 90 Prozent nicht Vertriebsarbeit einfach reduzieren kann.

[00:10:18 - 00:11:02] | Christopher Funk
Das wird deutlich einfacher. Ich finde immer ein Framework zu kriegen, wo ich sage, das sind die Kundendaten, basteln meine Angebote daraus, und da muss man noch mal ein bisschen dran feilen und so weiter, aber es ist deutlich einfacher, als quasi from the scratch so was aufzubauen. Das ist schon krass. Auch das ganze Thema Übersetzung und so weiter. Und vielleicht noch mal ganz kurz, es gibt ja auch andere Branchen, wo du ja schon siehst, was hier passiert. Das ganze Thema werden zum Vorgespiel Grafiker, Texte, Übersetzer und so weiter. Die Jobs sind jetzt schon zu einem großen Teil einfach weg. Das macht jetzt die KI.

[00:11:02 - 00:12:15] | Steffen Baermann
Das auch zum Beispiel, wo wir es auch jetzt wieder in den Nachrichten gelesen haben bei der Unternehmensberatung. Also McKinsey stellt zum Beispiel viel weniger Leute ein, weil diese ganzen Recherche Aufgaben, die die KI auch abnehmen kann. Welche du arbeitest, aber KI ist in der Recherche extrem stark beispielsweise. Wenn du wissen willst beispielsweise, das ist eine These. Und jetzt find mal Quellen für mich zu dieser These im Netz, dann dauert das 30 Sekunden. Und dann hast du fünf, sechs Reports, die du dir durchlesen kannst, in denen das drinsteht, was du eigentlich nochmal belegen willst. Also lass es doch mal bei diesen 90 Prozent administrativen Fähigkeiten bleiben, die heute im Verkaufssjob drin sind. Das wird sich reduzieren. Das wird nicht auf Nudel fallen, wie du gerade sagst. Also man muss über das, was die KI heute macht, sicherlich noch drüber gucken. Aber stell dir mal vor, du machst nur 30 Prozent, du reduzierst diese 90 Prozent von 90 auf 60 Prozent. Dann brauchst du im Endeffekt, wenn das mal die Mathematik auf Basis einer Vertriebsorganisation siehst, brauchst du weniger Verkäufer, um den gleichen Output zu erzielen. Wir wissen alle, Firmen wollen Geld verdienen, Firmen brauchen Geld, damit sie investieren können. Und an der Stelle werden wir sicherlich Druck sehen durch diese drei Elemente, die wir jetzt schon besprochen haben.

[00:12:15 - 00:12:59] | Christopher Funk
Ja, also ich hatte hier ein Interview mit dem Alvar Mediziner, der hat eine Software entwickelt für Ärzte, die quasi, also die KI, die mithört, die das Patientengespräch mithört, automatisch protokolliert und verschlagwortet. Das heißt, er werden dann sofort die medizinischen Fachbegriffe rausgesucht und die Krankenkassennummern werden beigeheftet. Das heißt, der Arzt muss nichts mehr dokumentieren, er muss nichts mehr reinschreiben. Und er kann direkt auch seine Abrechnung machen und der Patient bekommt eine Leinenversion zugeschickt, wo quasi das Erzgespräch nochmal zusammengefasst ist. So was im Vertriebskontext ist natürlich auch mega cool. Gibt es alles schon.

[00:12:59 - 00:13:07] | Steffen Baermann
Ja, das gibt es schon und es gibt auch eine KI, die dich sogar mehr an das Verkaufsgespräch ist coached. Ich habe das Tool jetzt nicht genau im Kopf, aber dann geht es auch mehr.

[00:13:07 - 00:13:39] | Christopher Funk
Also wir schneiden hier mit Vater mit, da kann ich jetzt auch mal ein paar Sachen machen und der sagt mir jetzt zum Beispiel, wie unsere Redeanteile sind, zum Beispiel, du kannst aber ein komplettes Coaching-Tool dazu schneiden, der sagt, hey, Funk, jetzt hör mal auf zu quatschen, stellen mal mehr Fragen, ja, und so weiter. Oder du bringst mir ein Einband, das hört sich aber teuer an, dann sagt er dir sofort, okay, das könntest du das und das und das darauf antworten. Klar, also das gibt es alles, aber ich meine, wir sprechen ja von Effizienzgewinnen. Wenn ich bedenke, wie viele, ich kenne Leute, die sagen, den Kunden nicht an, damit ich wieder zwei Stunden beschäftige, dass du dokumentieren.

[00:13:39 - 00:14:09] | Steffen Baermann
Ja, oder sie dokumentieren etwas Wichtiges nicht, was die Vertriebsverteilung eigentlich braucht, um eine Produktentscheidung zu treffen. Ja, ich meine, es gibt keinen Vertriebler, der gerne das C.M. System pflegt. Wir wollen irgendwo beim Kunden sein oder spannende Gespräche führen, aber jetzt nicht unbedingt dann nach, auf dem nach Hause Weg noch zwei Seiten in Besuchsberichte abtippen. Also diese Tätigkeiten, das ist das, was jetzt gerade passiert und es gibt noch ein drittes Element oder ein viertes Element und dann sind wir auch mit der ersten Welle durch.

[00:14:10 - 00:15:11] | Steffen Baermann
Und das vierte Element ist, dass Kunden heute schon künstliche Intelligenz nutzen und rauszufinden, welches Produkt passt denn eigentlich zu mir? Ja, also welcher Anbieter passt zu mir? Ja, ja genau, welches Produkt und welcher Anbieter passt zu mir, dann haust du also rein, ich brauche das und das und die KI gibt dir drei bis fünf Produktempfehlungen. Und das heißt, wenn der Kunde dann bei dir anruft oder bei dir irgendwie auf einer Webseite landet, dann ist der viel besser vorqualifiziert und es fällt nicht so viel vom Kuchen weg, was wir normalerweise haben, wo du in 20 Minuten mit dem Kunden sprichst und dann sagt der Kunde, ah, das ist auch noch ganz wichtig. Und wenn das du dann nicht sag, nicht kannst, dann ist das Gespräch beendet, man dankt sich freundlich voneinander und hat aber eine halbe Stunde für irgendwas verbraucht, wo eigentlich von vornherein die Klasereien können, das funktioniert mit uns nicht. Und das ist eine Thematik, wo du viel höher qualitative, niedrige Kundengespräche führen wirst, weil der Kunde im Prinzip sich selbst vorqualifiziert.

[00:15:11 - 00:15:13] | Christopher Funk
Allerdings nur mit den Kunden, die sich da noch bei mir melden?

[00:15:13 - 00:15:23] | Steffen Baermann
Ja, natürlich, das ist das größte Problem, es wird auch Kunden geben, die sich nicht bei dir melden, dann sind wir gleich schon im Actionbereich, weil die KI dich nicht vorgeschlagen hat.

[00:15:24 - 00:15:29] | Christopher Funk
Oder weil mein Produkt halt einfach schlecht bewertet wird.

[00:15:29 - 00:16:41] | Steffen Baermann
Genau, also das ist genau der Punkt, die KI geht da ja ganz wertneutrar an. Wir haben Vertrieb, haben ja manchmal die große Stärke, dass wir schlechte Produkte trotzdem durch die Tür bringen. Das ist ja eine so eine klassische Vertriebsdomäne, zur Sache und Produkt ist mittelmäßig, aber wir überzeugen den Kunden, wir machen das durch unsere Kundenbeziehung und durch unser persönliches Commitment, ich verspreche dir, dass funktioniert. Und das weiß die KI nicht. Und die KI geht einfach nur hinschaut sich an, ich habe 50 Reviews hier, die waren nur mittelprächtig. Alle anderen bewerten das Produkt A besser als Produkt B, also schlage ich Produkt A vor. Und das ist zum Beispiel einer, wir sprachen ja auch über Handlungsempfehlungen beispielsweise, sich selbst mal hinzusetzen und man selbst an die KI zu setzen und zu sagen, okay, würde mir die KI mein Produkt empfehlen, wenn ich nach dem Problem frage. Also nicht empfehle mir mal die Miedewaschmaschine bitte, sondern zu sagen, ich brauche eine neue Waschmaschine, welche würdest du mir empfehlen? Und das stellt die KI noch eine Rückfrage, das soll sie 500 oder 1000 Euro kosten. Und dann ratbelt der 3 Minuten und dann kriegt du einen sehr, sehr genauen Vorschlag, welche Maschine du bekommst. Wenn du jetzt selbst im Vertrieb bist und deine Maschine ist nicht dabei, dann ist ganz dringender Handlungsbedarf für die Marketingabteilung.

[00:16:41 - 00:16:53] | Christopher Funk
Jetzt sagen natürlich viele, ja, wir haben so komplexe Dienstleistungen und so weiter. Unsere Kunden schreiben ja keine Reviews. Also die Produkte sind ja infransparent und so weiter.

[00:16:53 - 00:17:37] | Steffen Baermann
Absolut. Genau die Diskussion habe ich gestern mit jemandem geführt, zu genau zu dem Thema. Und dann habe ich ihm heute mal, ich habe einen Analyse-Tool gebaut, mit dem man im Prinzip hingehen kann und solche Analysen sagen wir mal ein bisschen professioneller mit JGPT durchführen kann. Und der schickt das an seine Partner weiter und die sachten, Spannung der Report. Also auch die KI findet also auch zu Business-to-Business-Themen und geradezu IT-U- oder komplexen Lösungen, findet sie Ansätze. Das ist heute noch nicht perfekt, aber darum geht es ja gar nicht. Weil der Kunde besorgt sich trotzdem davon, Guidance in irgendeiner Form. Und wenn er dich dort nicht findet, wenn er dich dort nicht listet mit deinem Produkt, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass du eine Anfrage bekommst, einfach die Ringe haben.

[00:17:37 - 00:17:51] | Christopher Funk
Du sagst das jetzt schon alleine in der ersten Welle, also von 25 bis 30, 40 bis 60 Prozent der Sales Shops wegfallen. Ja, also über die Hälfte der Sales Shops fällt in den nächsten fünf Jahren weg. Das ist eine steile These.

[00:17:51 - 00:19:03] | Steffen Baermann
Das ist eine steile These, die ist natürlich erstens dafür gedacht, dass alle jetzt mal sagen, ja, das ist eine. Und das andere ist aber auch ein Stückchen weit, dass ich das sehr genau nachgerechnet habe. Ja, also jetzt muss man halt ins Buch gucken. Das sind dann halt 10, 15 Seiten, durch die man sich durchquellen muss mit so ein paar Tabellen. Aber das sind vier Effekte, die da aufeinander treffen. Das ist das Thema Support. Das ist das Thema Calta-Quise. Das ist das Thema Effizienzsteigerung. Und das ist das Thema, dass Kunden dich nur noch anrufen, wenn sie wirklich interessiert sind. Das bedeutet, ich kann den gleichen Umsatz machen, wenn das alles so eintritt. Und ich leute Leute dafür Brauere vorausgesetzt, dass du eine KI-Aquise-Abteilung aufbaust. Also, das sind Quise-Aufgaben entsprechend von wir rufen 1000 Kunden an, wir rufen 50 Kunden an, aber von dem, wir aus dem Internet Signale bekommen haben, dass sie geeignet sind. Und das kann so weit gehen. Und das ist natürlich auch abhängig von der Branche. Also in standardisierten Branchen, wie gleich jetztweise das Softwareindustrie, wo sehr, sehr viele Sachen auch online verfügbar sind, bitte schneller passieren, als wenn es jetzt ein Unternehmen ist, das Produkte an den Startverkauf, die sehr, sehr reglementiert sind. Dass wir da weniger stark passieren.

[00:19:05 - 00:19:39] | Christopher Funk
Okay, das heißt, die erste Welle läuft jetzt bis 2030. Das ist ja überschaubar. Das ist ja nicht mehr lange hin. Das sind noch ein bisschen mehr als vier Jahre. Ich sehe das natürlich auch in vielen Vertrieben, die sich jetzt umstellen und so weiter. Gut, viele, die arbeiten noch daran, überlegen, ob sie ein CRM-System einführen sollen. Da wird es noch wahrscheinlich ein bisschen länger dauern. Möglicherweise geht das ja dann auch ein bisschen schneller, wenn die KI dabei unterstützt, ein CRM-System einzuführen und so weiter. Was ist denn die zweite Welle dann? Die läuft von 2030 bis 35 in deinem Buch?

[00:19:39 - 00:21:24] | Steffen Baermann
Also natürlich setzen sich die Effekte aus der ersten Welle weiter fort. Also Effizienzweigerungen und solche Themen. Aber ich glaube, die wesentliche Änderung für Vertrieb passiert auch folgender Basis. Wir müssen erstmal verstehen, warum gibt es einen Vertrieb überhaupt? Ein Vertrieb gibt es eigentlich deswegen, weil es ein großes Angebot gibt und viele Kunden. Und irgendjemand muss Kunden und Nachfragen, also Nachfragen, Angebote im Prinzip zusammenbringen. Und wir als Vertrieb hängen daher im Prinzip als Bindeglied dazwischen. Wir sind diejenigen, die heute viel weniger dem Kunden erklären, was es alles gibt und wie es funktioniert. Das kann der Kunde heute schon selber herausfinden. Das machen sie auch gerne. Aber wir sind diejenigen, auch dabei, die den Kunden intern dabei unterstützen, ihre eigenen Projekte intern umzusetzen. Da will der Einkauf etwas anderes als der Personalrat. Dann hast du vielleicht den Nutzer, der möchte wieder etwas anderes als Desmanagement und der Einkauf möchte vielleicht noch das besonders günstige Produkt haben und dann die Finanzabteilung das Produkt, das den schnellsten Return on Investor hat. Und diese ganzen internen, diese internen Verwicklungen, die es häufig beim Kunden gibt, machen heute gute Verkäufer, dass sie so tief sich in das Unternehmen reindrehen, dass sie diese internen Konflikte beim Kunden lösen. Und der Effizienzgewinn oder die Veränderung, die wir kriegen werden, ist, dass künstliche Intelligenz diese Rolle im Kunden übernehmen wird. Dass wir als Verkäufer gar nicht mehr so tief reinkommen, sondern dass der Kunde sagt, okay, alle geben ihre Anforderungen rein und die KI entwickelt einen Anforderungskatalog und eine Bewertungsmatrix für die ganzen anderen Gebote, die wir kriegen. Und diese Koordinierungsfunktion, wenn die wegfällt, dann ist der Rest der Verkäufer, die eigentlich mehr so, ich sage jetzt mal, wir haben sie im Orchesterator beim Kunden genannt oder sowas in der Richtung, diese Aufgabe wird dann auch nicht mehr gebraucht.

[00:21:24 - 00:21:26] | Christopher Funk
Also das klassische Key Account Management eigentlich?

[00:21:26 - 00:21:54] | Steffen Baermann
Ja, Key Account Management oder Solutions Sales oder Challenger Sales, da gibt es auch dieses Buch, Buch, The Challenger Sales, wo du als Verkäufer überhaupt erst mal zum Kunden hingießen sagst, wusstet ihr eigentlich, dass ihr dieses Problem lösen könnt oder dass das ein Problem ist und dass euer Wettbewerber das anders löst, das ist ja Challenger Sales. Und diese Funktionen brechen alle weg, weil wenn du eine beratende KI im Unternehmen hast und das wird irgendwann so kommen, dann brechen genau diese Vertriebsfunktionen weg und das sind dann die weiteren.

[00:21:54 - 00:22:32] | Christopher Funk
Bei einem Challenger, das würde ich noch mal challenging wollen, weil das ist ja der Punkt, also der Challenger ist ja im Prinzip der, der den Kunden auf ein Thema hinweist, auf das er von der Leine noch gar nicht gekommen wäre. Genau. Und die KI kann eigentlich selten Probleme lösen, von denen du selber noch nichts weißt. Das kann natürlich sein, dass die KI sagt, hey, guck dir doch mal das und das an, aber das sind ja ja viele Themen, also wir sind ja jetzt im Prinzip auch im Challenger Umfeld unterwegs. Also die Kunden sagen, Herr KI, brauchen wir nicht, wir haben keine Zeit. Und ich sag jetzt, hey, du brauchst das und wenn du es nicht machst, gehst du den Bach runter.

[00:22:32 - 00:22:36] | Steffen Baermann
Wir sind absolut ab, kaufst du sofort.

[00:22:37 - 00:23:28] | Steffen Baermann
Ich will nur noch das Element drüber nehmen, das ist die sogenannte Agenten KI. Und die Leute werden sich irgendeine eigene KI aufsetzen, die Ihnen jeden Morgen die Nachrichten gibt, die für ihre Branche beispielsweise spezifisch sind. Und dann fängt das an zu bröckeln. Also ganz wegfallen wird es natürlich nie. Deswegen heißt es ja auch nicht, dass Künstliche Intelligenz den Vertrieben komplett ersetzen wird. Aber diese Funktionen der internen Koordination etc. Da bin ich ziemlich von überzeugten. Hast du vielleicht noch zwei, drei Vertriebsleute, die bei den wirklich großen Kunden reingehen und genau mit solchen Ansätzen unterwegs sind? Dann hast du diese partnerschaftlichen Ansätze, wir entwickeln unsere Produkte auch noch mal kundenspezifisch oder wir machen das gemeinsam in so einem partnerschaftlichen Ansatz. Das wird bleiben, aber das betrifft ja in vielen Fällen. Es sei nur bis jetzt in einer besonderen Nische unterwegs, nur ein ganz krimitaler Grundschiff.

[00:23:28 - 00:23:50] | Christopher Funk
Du hast natürlich noch das persönliche, also die persönlichen Beziehungen, weil im Endeffekt, wenn man dann noch eine Entscheidung trifft, hat es hier sehr viel mit Bauchgefühl und so weiter zu tun, mit Vertrauen und so weiter. Das ist sicherlich noch eine Vertriebsfunktion. Aber ich stimme dir zu, das wahrscheinlich, okay, du schüttelst den Kopf.

[00:23:52 - 00:24:00] | Christopher Funk
Die Firmen versuchen das natürlich immer zu eliminieren und das möglichst rational entscheiden zu können.

[00:24:01 - 00:24:11] | Christopher Funk
Aber ja, also ganz, je nachdem, wie die Entscheidungsprozesse in der Zukunft laufen, kann das noch eine wichtige Rolle spielen, je nachdem, wo du unterwegs bist.

[00:24:11 - 00:26:17] | Steffen Baermann
Ich bin da auch kritisch, weil wozu brauchen wir diese guten Kundenbeziehungen heute oder dieses trusted relationship, wie man so schön sagt oder trusted advisor. Das brauchen wir deswegen, weil wir eine Lösung beim Lifferanten kaufen, dann wissen wir heute nicht immer, wird das genauso funktionieren, wie wir es bestellt haben. Ja, also ich nenne das risk performance gap. Wir müssen uns darauf verlassen, wenn der Verkäufer mir sagt, wir kriegen die Implementierung hin, dass wir mit dem reden können und das funktioniert, dafür brauchst du für dieses, ich sag jetzt mal Verkäuferversprechen, brauchst du dieses Thema Vertrauen. Und das ist genau der Punkt, an dem die Beziehung, die Kundenbeziehung heute wichtig ist. Was passiert, wenn was schiefläuft? Wie sehr kann ich mich auf das Unternehmen verlassen, dass sie mir dann da raushelfen? Das sind ja Fragen, die wir uns als Kunde heute sehr, sehr stark stellen. Aber wenn der KI in den Kaufprozess eingebunden ist, also auf der Kundenseite, nicht auf der Verkaufseite, dann wird die künstliche Intelligenz auf viel mehr Datenpunkten rausfinden können, ob die Lösung, die da gerade diskutiert ist, eine verlässliche Lösung ist ja oder nein. Das klingt jetzt sehr nach Science Fiction, aber wir reden hier über etwas, was in fünf bis acht Jahren passieren wird. Und dann gibt es genug Datenpunkte im Netz, um rauszufinden, wieviel Prozent der Salesforce Implementierung beispielsweise haben denn Probleme im Verhältnis zu denen, wenn du, ich nehme jetzt mal einen anderen Mitbewerber, Microsoft Dynamics nimmst. So und das ist glaube ich der Punkt, an dem dann dieses Beziehungsthemen auch nicht mehr so wichtig wird, weil die künstliche Intelligenz einfach entscheidet. Und Unternehmer lieben das, also dass diese Neutralität mit reinkommt, weil sie dadurch eine viel objektivere Entscheidung bekommen und letzter Satz, ein ruhiger Gesprächsanteil, ist, wir stellen fest, dass im B2B kaufen immer mehr Entscheidungen berücksichtigt werden, also sind immer mehr Leute mit dabei, das sagt die Forschung. Wenn das so ist, dann musst du natürlich nicht mit allen Leuten einigen, wie wenn eine Kaufentscheidung treffen, dann bist du bei der Matrix und dann bist du relativ schnell auch bei der Kali.

[00:26:17 - 00:26:49] | Christopher Funk
Ja, okay. Ja, also es wird sehr, sehr viel passieren, es wird natürlich nicht gleichmäßig verlaufen, also wenn nicht alle Unternehmen gleichzeitig sagen, nee, ab morgen wird es nicht so sein, aber grundsätzlich sind diese Tendenzen, die du jetzt gerade beschrieben hast, auf jeden Fall absehbar und das hat auch nichts damit zu tun, ob die, wie sich die Karriere entwickelt, weil grundsätzlich kann die das heute schon. Also diese Sachen sind alle, also ich könnte jetzt auch mit Che-Chipiti ran setzen und mir einen Einkaufsberater basteln für ein Unternehmen, das ist jetzt nicht so komplex.

[00:26:50 - 00:27:18] | Christopher Funk
Klar, die Datenpunkte werden mehr werden und so weiter, aber wenn wir das jetzt mal prolungieren, worauf das zugreifen kann, ist das sicherlich spannend. Okay, das heißt viele, viele Routineaufgaben fallen weg, die ganz sehr, sehr viele administrative Sachen fallen weg. Ich kenne Verkäufer, die brauchen eine Woche oben den Angebot zu schreiben und zu kalkulieren und so weiter. Das wird deutlich verkürzt werden, denke ich mal. Was ist denn die dritte Welle, also 35 bis 40 dann?

[00:27:18 - 00:28:08] | Steffen Baermann
Ja, da schreibe ich auch im Buch, dass das alles dann schon Science Fiction ist. Was also heute in zehn Jahren passiert und du hast ja gerade selbst die Zukunftsforscher zitiert, die von dieser Super-AGI reden, also von der künstlichen Intelligenz, die intelligenter ist als Menschen. Wenn das so kommt, dann kann das natürlich passieren, dass auch das, was noch an als Nukleus zwischen Vertrieb und Kunde heute noch da ist, das das auch wegbricht in irgendeiner Form, also wenn Maschinen von Maschinen kaufen. Dann, das könnte ein solches Element geben. Da wag ich aber keine wirkliche Prognose in den Bereich hinein. Das wird irgendwann kommen, aber wie sich dann unsere Gesellschaft aufstellt, wie dieses gesamte Business, die Businesswelt dann aussieht, das ist einfach für mich heute, wie gesagt, zu an den Herr Bahren, Herr Beigezogen, dass ich da eine genaue Aussage treffen würde.

[00:28:08 - 00:28:27] | Christopher Funk
Okay, dann lass uns doch mal den nächsten fünf Jahre als Zeithorizont nehmen, weil das sind wir alle noch da. Da können wir selber was machen. Diese Entwicklung können wir dann in unserem Unternehmen, in unserem Unumfeld beeinflussen. Was wären denn deine Handlungsempfehlungen jetzt für mich als Verkäufer? Wie sollte ich mich denn zu dem Ganzen aufstellen? Soll ich mir einen neuen Job suchen oder was soll ich machen?

[00:28:27 - 00:28:49] | Steffen Baermann
Möglicherweise, ja, muss man ganz böse zu formulieren. Ich glaube, für Leute, die heute in so eine Einstiegsposition in Sales reingehen, die nächsten drei, vier, fünf Jahre erstmal in so einer Sales-Einstiegsposition in den Sales oder im Support oder im Dienst arbeiten, da wird die Luft wahrscheinlich relativ schnell sehr bündn werden. Man muss ja heute sehr genau überlegen,

[00:28:51 - 00:30:26] | Steffen Baermann
willst du das überhaupt? Brüfe, die relativ sicher sind. Es gibt dieses berühmte Interview mit einem von den Open AI-Gunder, der gefragt wird, welchen Besuch sollte ich ihr Beruf, ihr greifende, sagt, der wird klemmtner. Ja, also bis die Robotik irgendwann mal so weit ist, in 200 Jahre altes Haus zu renovieren, wird es ein bisschen dauern. Im Handwerk steckt Gold in der Boden, das ist ja auch dieser berühmte Satz, den wir alle kennen. Also das ist tatsächlich eine Option, aber das ist nicht das, was die Leute hören wollen. Deswegen lassen wir es mal auf Sachen, die ein bisschen tendenziell auch eher im Vertrieb sind. Also die eine Sache ist sich ganz klar mit der Thematik auseinanderzusetzen, sich auf KI zu spezialisieren. Weil jedes Unternehmen wird 1, 2, 3, 4 Vertriebsleute brauchen, die KI-Enabled sind. Das heißt also die künstliche Intelligenz so aufbauen, schäpen können wir es gerade selber, gesagt du kannst dir selber ja schon einen eigenen KI Einkaufsassistenten bauen, wenn du das kannst. Dann hast du eine Qualifikation, die dich sagen wir mal, wie diese, wie diese Champignon fällt, den Kopf rausstecken lassen. Das wenn es denn dann so weit ist, dass man sagt, okay, wir müssen unsere Organisations Streamline neue Funktionen gebaut werden und du als eine der Personen dann in ein solches Team beispielsweise hineinrutschen kannst. Das wäre für mich eine Option. Die andere Sache wäre sich sehr, sehr genau umzuschauen, sagen wie angreifbar ist die Branche, in der ich gerade bin. So bin ich heute in der Branche, in der sehr, sehr hohe Transaktionsvolumen vorhanden ist, das auch sehr leicht ersetzbar ist oder entwickle ich mich dann doch in das Kier-Count rein, Beziehungsmanagement zu kunden, wo man sagen kann, hier ist mir die Luft nicht so ganz.

[00:30:26 - 00:30:29] | Christopher Funk
Was ist, wenn ich Außenhilse dabei wird?

[00:30:30 - 00:30:31] | Steffen Baermann
Außenhilse bei wird.

[00:30:32 - 00:30:44] | Steffen Baermann
Jetzt kenne ich das Geschäftsmodell nicht gut genug, aber da könnte es dann schon relativ schnell sein, dass es dann automatisier- vollautomatisierte Geschäftsprozesse gibt, dass das Produkt digital vorgestellt werden und könnte das schon...

[00:30:44 - 00:30:51] | Christopher Funk
Das haben wir alles, aber der Großteil des Umsatzes kommt immer noch über den Außenlins, der bei den Handwerkern vor Ort ist.

[00:30:51 - 00:32:01] | Steffen Baermann
Ja, aber da bist du jetzt wieder bei den Handwerkern vor Ort. Also ein Handwerker ist ja sagen wir mal noch oldschoolmäßig unterwegs und bis ein Handwerker hingehen wird und sagen wir so, ich lass jetzt die künstliche Ligenz für mich einkaufen, das wird sicherlich auch noch ein Stückend dauern. Aber wenn es irgendwann einen Chatchi-Petier-Robot gibt und ein Freund von mir ist Getränkelgroßhändler beispielsweise und da haben sich die Gastronomen, die also in der Kneipe das Bier bestellen, das machen sie heute teilweise noch per Fax oder per Telefon und die testen jetzt zum Beispiel künstliche Intelligenz-Telefoner gibt. Das heißt, der Handwerker ruft dann, muss nicht keinem Stellformulant nichts digitales ausführen, sondern der ruft dann bei Wirt in, keine Ahnung, bei seiner Nählassung an, spricht mit der KI, was er braucht und dann schickt die KI, baut die KI ihnen die Bestellung daraus. Also das könnte auch so ein Punkt sein. Also wir sind jetzt hier bei der Mutmaßung, was passieren kann, aber in allen Bereichen wirst du dieses KI-Thema Einzug finden sehen und du kannst deine Branche viel besser beurteilen, als ich das ausstehen, ausstehen kann und weißt wo sind die Anknüpfungspuckte, wo was passieren kann. Wenn du die gefunden hast, dann kannst du dir natürlich überlegen, wie schnell musst du handeln und wo geht deine Richtung hin.

[00:32:01 - 00:32:07] | Christopher Funk
Und als Führungskraft, als Vertriebsleiter oder als Geschäftsführer, was soll dich tun? Was muss ich tun?

[00:32:07 - 00:32:20] | Steffen Baermann
Als Geschäftsführer hast du zwei wesentliche Aufgaben meiner Meinung nach. Drei, erstes mal du musst ja sagen, das kommt, oder du musst eine Entscheidung treffen, lass es mir mal so formulieren, kannst du sagen, geht mich nichts anderem, ist das auch eine Entscheidung und dann ist das erstmal clean.

[00:32:22 - 00:32:24] | Steffen Baermann
Die zweite Thematik, wenn

[00:32:24 - 00:32:26] | Christopher Funk
es gut läuft, bin ich bis dahin in den Rente.

[00:32:26 - 00:33:21] | Steffen Baermann
Ja, das schreibe ich ja in dem Buch auch. Wenn du kurz vor der Rente stehst, dann geht dich das Thema nicht wirklich was an. Aber du hast ja Verantwortung für andere als Führungskraft und wenn du das wirklich ernst nimmst, Führungskraft zu sein, dann musst du jetzt die Wahl hinstellen, dass dein Unternehmen überlebt. Ja, so und das bedeutet, wie ich gerade gesagt habe, du musst dir das erstmal gegenwärtig machen und sagen, will ich oder will ich nicht, ja oder ich warte bis die Rente da ist. Der zweite Punkt ist, du musst deine Produkt, dann Produkt-Propfolio KI-Redi machen. Also du musst dein Portfolio so beiprüfen und so sagen, welche sind die Produkte, die von der KI auch weiterbevollen werden. Und wenn ich Produkte in meinem Portfolio habe, dann muss ich dafür sorgen, dass die KI die auch findet. Ja, weil KI guckt anders aufs Internet als wir. Und das muss man verstehen und dann muss man eine KI-Optimierung durchführen für die eigene Produktpalette.

[00:33:21 - 00:33:25] | Christopher Funk
Was heißt, ich muss so wie mein Katalog online stellen mit den ganzen Merkmalen und so weiter.

[00:33:25 - 00:33:48] | Steffen Baermann
Ja, das ist ein Element. Wir argumentieren auf Webseiten immer häufiger bei Produkten mehr emotional. Eine KI ist nicht emotional, die will Datenfakten zahlen. Du musst dir angucken, wie viel Reviews habe ich auf mein Produkt? Wie viel Datenquellen gibt es überhaupt im Internet zu meinen Artikeln? Also läuft jetzt ein ganzer Rattenschwanz, wir können jetzt noch zwei Stunden reden, um das mal tiefer zu deklinieren. Du musst deinen Produkt-Kai-Redi machen, also dein Produkt an den Kuh.

[00:33:48 - 00:33:49] | Christopher Funk
Ja, stimmt, guter Punkt.

[00:33:49 - 00:35:10] | Steffen Baermann
Und das zweite Thema, das ist etwas auch, was du jetzt tun kannst, ist Kundenverhalten. Also du kannst natürlich schauen, wo setze ich KI heute effektiv ein und effektiv zu steigern. Brauche ich heute schon ein KI-Support-Team, alle diese ganzen Themen. Aber es gibt noch etwas, was viel schneller passieren wird. Und das ist die Frage, wie baue ich meine Vertriebsargumentation auf? Also wenn dich heute ein Kunde anruft und sagt, ich hätte gerne Produkt-ABC von dir, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der heute schon KI-basierte Informationen von dir hat, der genau weiß, was deine Produktschwächen sind, weil die KI es ihm gesagt hat. Und wenn du als Verkäufer jetzt nicht darauf vorbereitet bist, dass genau die Frage kommt, weil die ChatGPT immer ausspuckt, ich sage jetzt mal, die Wirt-Schrauben rosten leicht, was nicht stimmt, aber um mal, um jetzt ein Beispiel zu nehmen, dann muss ich mich da heute schon darauf vorbereiten. Dann kommt dieser Einwand, dediziert, weil die KI ihn immer wieder ausspuckt. Und das heißt, ich muss dieses Narrativ in meiner Vertriebsargumentation einbauen. Und ich weiß auch automatisch schon, welche Wettbewerber mit dabei sind, wenn ich mich vorher schlau gemacht habe, was die KI empfiehlt. Das ist eine so witzige Dritterhandelschritt. Also erstens mal ja oder nein sagen, zweitens Produkt-KI-Ready machen. Dritter Schritt ist mein Vertrieb effizient umbauen, dass da KI durch KI effizienter wird. Und der vierte Schritt ist im Prinzip meine Organisation vom Narrativ-Trag vorbereitet.

[00:35:11 - 00:35:22] | Christopher Funk
Super spannend. Also ich glaube, wir könnten tatsächlich jetzt noch in mindestens eine Stunde weiterreden. Aber dafür gibt es jetzt auch dein Buch. Der Buch heißt Der KI-Zunahme. Ich hatte es gerade mal hier in die Kamera.

[00:35:24 - 00:35:42] | Christopher Funk
Der KI-Zunahmi, warum künstliche Intelligenz den Vertrieb radikal verändert und wie Führungskräfte jetzt handeln müssen. Und in dem Buch kommt aber auch vor, was ich jetzt als normaler Verkäufer tun sollte, wie ich mich aufstellen kann. Wie gesagt, auch nochmal vielleicht überprüfen. Okay,

[00:35:44 - 00:36:10] | Christopher Funk
Richard Davilt-Precht hat mal von Flachbildschirm-Rückseiten-Jobs gesprochen. Weil gesagt, das sind eigentlich die Jobs, die jetzt erstes wegfallen. Weil das, was dir da eintippt, das könntest du wahrscheinlich viel schneller machen oder eine KI könnte viel schneller machen. Also unbedingt in das Buch reinschauen, kriegt man bei Amazon. Autor ist Stefan Bärmann. Stefan, wie kann man mehr von dir erfahren? Wie kann man mit dir in Kontakt treten?

[00:36:10 - 00:36:26] | Steffen Baermann
Ich habe eine Website, steffen-bärmann.de. Da sind alle Kontaktdaten im Buch auch. Und ich freu mich auf jede Form von Feedback. Bei mir ist es so, dass künstliche Intelligenz mich also wirklich treibt und ich gerne mit anderen in Austausch zu dem Thema kommen. LinkedIn kann man dich wahrscheinlich auch finden?

[00:36:26 - 00:37:03] | Christopher Funk
Natürlich. Link ich alles in den Shownauts. Also hier nochmal der Handlungsaufruf. Vielleicht nicht abwarten. Also ich kann mich noch an den Spruch von einem Geschäftsführer von der FAZ erinnern. Ich war früher im Online-Job-Business. Und die FAZ hatte irgendwie 200 Seiten Stellen anzeigen, gedruckte Stellen anzeigen. Da kann man sich nicht mehr vorstellen, das war wirklich ein Buch. Und der Geschäftsführer von der FAZ hat in der Diskussion gesagt, das Internet ist wie eine Grippe. Das haben wir jetzt mal, da ist es ein bisschen schlecht und dann geht das wieder weg und dann ist alles so wie früher.

[00:37:05 - 00:37:46] | Christopher Funk
Und ja, die FAZ fängt jetzt an, schon ihre Grundstücke zu verkaufen und so weiter. Das Geschäftsmodell hat sich grundlegend geändert. Die können nicht mehr von ihren Classified Ads, von ihren Stellen anzeigen, von ihren Anzeigen leben. Das Business ist weg, komplett weg. Und innerhalb von wenigen Jahren. Ja, deswegen lassen wir uns doch überlegen, was kommt da an technologischer Veränderung? Und was heißt das für mein Business? Und wie muss ich mich aufstellen? Weil die FAZ hätte die Chance gehabt, in dieses Geschäft einzusteigen und in dem Geschäft weiter erfolgreich zu sein. Aber sie haben es nicht gemacht, weil sie so viel Schiss hatten, dass ihr Anzeigenumdatz wegbricht, dass sie so lange gewartet haben, bis das Business vorbei war.

[00:37:49 - 00:38:10] | Christopher Funk
So, tun Sie nichts? Also, mach was draus, kauf dir das Buch, sprich mit anderen Leuten, fragt Scherciptiv, was du tun solltest. Auch immer eine gute Idee, finde ich immer sehr erstklassig. Chefin, vielen, vielen Dank, dass du mich noch mal auf das Buch hingewiesen hast. Und ich würde sagen, lass uns doch mal ein halbes Jahr warten und dann gucken wir mal, wie das Buch so gelandet ist und wie die Entwicklung so hingeht.

[00:38:10 - 00:38:20] | Steffen Baermann
Genau, dann gucken wir mal auch, ob so ein paar Sachen vielleicht schon mehr an das Gerutschen sind, von dem ich sage, das könnte passieren. Vielen Dank, dass ich da sein durfte. Mach's gut. Tschüss. Danke, tschüss.