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Bewerbung: Diese Technik nutzt fast keiner! (Genial einfach!)

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Bewerbung: Diese Technik nutzt fast keiner! (Genial einfach!)

Bewerbung Storytelling ist die Technik, die fast keiner nutzt: Statt Zahlen, Daten und Fakten herunterzurasseln, erzählst du eine echte Geschichte. Personaler sind nämlich auch nur Menschen, und Menschen lieben Geschichten. Wer gut erzählt, bleibt im Kopf. Wer nur aufzählt, den vergisst man. In dieser Folge zeigt Christopher Funk, warum Geschichten im Bewerbungsgespräch so mächtig sind. Du lernst die Heldenreise als Aufbau und die fünf Zutaten, die deine Antworten unvergesslich machen. Am Ende gewinnt nicht der perfekte Lebenslauf, sondern der Bewerber, der ihn am besten verpackt.

Bewerbung Storytelling: Warum Geschichten im Gespräch entscheiden

Bewerbung Storytelling bedeutet: Deine Antworten im Vorstellungsgespräch sind keine Faktenliste, sondern eine Geschichte mit Anfang, Krise und Wendung. Das größte Problem vieler Bewerber ist nämlich die Austauschbarkeit. Nach einem Interview kann sich kaum jemand erinnern, wer was gesagt hat. Der Grund ist fast immer derselbe: Es geht nur um Zahlen, Daten und Fakten, nie um die emotionale Seite. Emotional sind vor allen Dingen Geschichten.

Geschichten erreichen nicht nur den Kopf, sondern auch Herz und Bauch. Genau dort entsteht Vertrauen, und Vertrauen ist die Basis jeder Einstellung.

Unser Gehirn ist geradezu darauf geeicht, Geschichten zu lieben. Bevor es die Schrift gab, wurden über einen sehr langen Zeitraum alle wichtigen Informationen über Geschichten, Sagen und Erzählungen weitergegeben. Und heute? In der Freizeit schauen wir Serien, Filme und Dokumentationen, wir hören Menschen zu, die toll erzählen können. Wer gut erzählt, dem hängen alle an den Lippen. Genau dieses Muster kannst du im Bewerbungsgespräch für dich nutzen. Personaler entscheiden am Ende nämlich aus dem Bauch, wen sie einstellen. Wer es schafft, mit einer Geschichte ein gutes Bauchgefühl zu erzeugen, ist einen Riesenschritt weiter.

Dazu musst du kein geborener Erzähler sein. Die meisten Menschen können solche Geschichten nicht aus dem Ärmel schütteln, und das ist gar nicht schlimm. Du kannst dein Vorstellungsgespräch vorbereiten. Nimm dir zwei bis vier Geschichten aus deinem Leben und baue sie mit einem bewährten Muster auf. Die Anleitung dafür steckt komplett in dieser Folge.

Die gute Nachricht: Geschichten kannst du lernen, und Vorbereitung schlägt Talent. Wer vorher überlegt, welche zwei bis vier Geschichten zu den klassischen Fragen passen, wirkt im Gespräch souverän. Genau dafür lohnt sich diese Folge.

Das lernst du in dieser Folge

Warum Bewerber mit Geschichten im Kopf bleiben

Unser Gehirn ist auf Geschichten geeicht. Bevor es die Schrift gab, reichten Menschen alle wichtigen Informationen als Geschichten und Sagen weiter. Daran hat sich bis heute nichts geändert: Erzählungen sprechen Kopf, Herz und Bauch gleichzeitig an. Fakten erreichen nur den Verstand, und der vergisst schnell. Personaler sagen hinterher dann: Das war doch der mit der Geschichte. Sie erinnern sich an den, der das Problem so und so gelöst hat. Genau diesen Effekt erreichst du mit Storytelling.

Ein Beispiel aus der Folge: Auf die Frage „Sind Sie teamfähig?“ antworten die meisten mit einem knappen Ja. Wer stattdessen erzählt, wie er in ein zerstrittenes Team kam und erst Ablehnung erfuhr, liefert Anschauliches. Dazu gehört, wie er gemeinsam mit den Kollegen ein Problem löste. Es entstehen Bilder im Kopf, und Bilder bleiben hängen. Erzählte Details machen dich außerdem glaubwürdiger. Du zeigst konkret, mit wem du gearbeitet hast. Dazu kommen die Situation und dein Weg zur Lösung. Eine Behauptung kann man anzweifeln, eine Geschichte nicht so leicht.

Genau deshalb fragt Christopher Funk im Podcast: Willst du wirklich nur sagen, dass du teamfähig bist? Oder erzählst du von dem Projekt, bei dem das Team auseinanderzubrechen drohte? Du hast die Leute wieder zusammengebracht. Wer solche Bilder liefert, macht aus einer Behauptung einen Beweis. Der Personaler sieht vor seinem inneren Auge, wie du arbeitest, sprichst und mit anderen umgehst.

Die Heldenreise: Die Dramaturgie, auf die dein Gehirn geeicht ist

Es gibt eine Abfolge, die in fast allen Geschichten steckt: die Heldenreise. Ein Held lebt in einer bequemen Ausgangslage, dann kommt ein Ruf zur Veränderung, der ihn aus der Komfortzone schleudert. Der Held zweifelt, ein Mentor ermutigt ihn, dann folgt der Sprung ins Ungewisse. Dort warten Gefahren und Herausforderungen, irgendwann kommt der Tiefpunkt, und dann die Wendung zum Guten. Am Ende kehrt der Held geläutert zurück und kann erklären, was er gelernt hat.

Diese Chronologie findest du in fast jedem Film, vom Western bis zu Findet Nemo. Dein Leben ist im Prinzip auch eine Geschichte, du musst sie nur so erzählen, dass andere mitgehen. Für das Bewerbungsgespräch heißt das: Du schilderst die Ausgangslage, das Problem und deine Zweifel. Dazu kommen Unterstützung, Krise, Lösung und zum Schluss die Erkenntnis. Genau diese Transformation macht die Geschichte rund und zeigt dem Personaler, wie du mit Herausforderungen umgehst.

Diese Abfolge hat sich über Jahrtausende bewährt, vom Märchen über den Western bis zum Animationsfilm. Schneewittchen erlebt sie genauso wie der Clownfisch in Findet Nemo. Wenn du das nächste Mal einen Film schaust, achte auf diese Elemente. Für deine Antworten heißt das: Bau die Etappen in deine Geschichte ein, aber halte sie kurz. Die Erkenntnis am Ende ist das wichtigste Signal für den Personaler. Sie zeigt nämlich, dass du aus Erfahrungen lernst.

Die Heldenreise zeigt dem Personaler außerdem, wie du mit Krisen umgehst. Du beschönigst den Tiefpunkt nicht, du zeigst, dass du ihn überwunden hast. Genau diese Ehrlichkeit macht dich sympathisch.

Fünf Zutaten machen deine Geschichte lebendig

Fünf Zutaten machen eine Geschichte lebendig: Location, Action, Gedanken, Gefühle und Dialoge. Ein Beispiel: Statt zu sagen, du hast einen Vortrag vor der Geschäftsführung gehalten, erzählst du von dem Moment im Meetingraum. Um dich herum sitzt die versammelte Geschäftsführung, und du denkst dir: Das schaffe ich nie. Plötzlich ist der Zuhörer mittendrin statt nur informiert.

Das berühmte Beispiel aus der Folge: Ich ging nachts auf den dunklen Firmenparkplatz und spürte einen Schatten hinter mir. Statt des Berichts „Mein Chef bat mich um Hilfe“ klingt es so: Mein Chef trat aus dem Dunkeln auf mich zu. Er sagte: Christopher, ich brauche deine Hilfe. Genau so entsteht Spannung. Du musst diese Elemente nicht übertreiben, aber dosiert eingebaut machen sie jede Antwort packender. Und eine Geschichte im Vorstellungsgespräch sollte trotzdem schnell auf den Punkt kommen, nicht eine Stunde dauern.

Du kannst diese Zutaten dosiert einbauen. Der Schlüssel liegt in der Perspektive: Erzähle nicht wie ein Bericht, sondern nimm dein Gegenüber mit. Nenne den Ort. Beschreibe, was du gedacht und gefühlt hast. Gib die wörtliche Rede wieder, statt sie zusammenzufassen. „Mein Chef kam auf dem dunklen Parkplatz auf mich zu und sagte: Christopher, ich brauche deine Hilfe.“ klingt völlig anders als „Mein Chef hat mir damals ein Projekt anvertraut.“.

Der Schatten auf dem Parkplatz ist ein klassisches Spannungsmittel: Zuerst denkt der Erzähler, es droht Gefahr, dann kommt die Wendung mit dem Chef. Solche kleinen Überraschungen machen Geschichten rund.

Bewerbung Storytelling: Klassische Fragen mit Geschichten beantworten

Storytelling funktioniert bei fast allen klassischen Fragen. Dazu gehören die größte Herausforderung, Stärken und Schwächen, die größten Erfolge und sogar der Wechselgrund. Bei der Frage nach der größten Herausforderung erzählst du von einem Kundenprojekt, das an die Wand zu fahren drohte. Dazu kommen deine Zweifel und das neu zusammengestellte Team. Genauso zeigst du, wie du die Sache letztlich gerettet hast. Zum Schluss kommt die Erkenntnis: Man wächst am meisten an den Herausforderungen, vor denen man am meisten Angst hat.

Auch beim Wechselgrund hilft eine Geschichte. Statt zu sagen, du suchst eine neue Herausforderung, erzählst du vom Auslöser. Welches Ereignis machte dir klar, dass jetzt der nächste Schritt kommt? Solche Antworten wirken ehrlich, weil sie konkret sind.

Stärken, Schwächen und Vorbereitung: So machst du es konkret

Auch Stärken und Schwächen lassen sich in eine Geschichte verpacken. Wer sagt „Ich habe Angst vor dem Reden vor Menschen, arbeite aber daran“, bleibt blass. Wer erzählt, wie er zitternd vor der Geschäftsführung stand und sich überwand, überzeugt. Dazu gehört die Erkenntnis, dass man Ängste meistern kann. Bereite dir dafür zwei bis vier Geschichten vor. Schreibe Stichworte auf und erzähl die Story einem Freund. Du kannst dich auch auf dem Handy aufnehmen. Gute Erzähler üben ihre Geschichten so lange, bis die Wendepunkte sitzen, und genau das kannst du auch.

Wichtig ist dabei: Deine Schwäche darf echt bleiben. Im Beispiel aus der Folge hat der Erzähler immer noch Angst vor Vorträgen. Aber er hat gelernt, mit der Angst umzugehen, statt sich ihr hinzugeben.

Christopher Funk hat für die Vorbereitung einen Bewerbungs-Baukasten entwickelt. Darin stehen alle Elemente für deine Bewerbung und das Gespräch, sogar als Stichwort-Sammlung für das Interview. So bist du am Tag des Gesprächs bestens vorbereitet. Deine Geschichten sitzen, weil du sie mehrfach geübt hast. Genau das unterscheidet dich von den meisten anderen Bewerbern.

Für wen ist diese Folge?

Diese Folge richtet sich an alle, die bald ein Vorstellungsgespräch oder Bewerbungsgespräch haben. Dazu gehören Berufseinsteiger und Fachkräfte, die sich neu bewerben. Auch Berufserfahrene sind angesprochen, die nach vielen Jahren auf Jobsuche sind. Du profitierst davon, wenn du dich von anderen Bewerbern abheben willst. Die meisten bereiten nämlich nur Zahlen, Daten und Fakten vor. Auch wer schon viele Gespräche geführt hat, findet hier neue Ideen. Die meisten Antworten lassen sich nämlich leicht in Geschichten verwandeln. Mit zwei bis vier vorbereiteten Geschichten und dem Muster der Heldenreise bist du ihnen einen Schritt voraus. Am Ende der Folge stellt Christopher Funk seinen Bewerbungs-Baukasten vor.

🎧 Jetzt reinhören

Die komplette Folge gibt es auf VertriebsFunk, Spotify und überall, wo es Podcasts gibt.

Hinweis: PDFs, Kurse, Coachings und Produkte, die im Podcast oder Video vorkamen, sind nicht mehr verfügbar.


Schon gehört?

Die letzten 5 Minuten im Interview – So machst du den Sack zu – der passende Tipp für den Gesprächsabschluss.

Dein Baukasten für erfolgreiche Bewerbungen + PDF zum Selbstausfüllen – die in der Folge vorgestellte Baukasten-Episode.

Vielseitig und mega interessant

★★★★★

Ich habe Christopher zufällig in YouTube bei Themen um Karriere entdeckt und gesehen, das er ein sehr interessanten Podcast führt. Ich habe gleich abonniert, die Themen und Gäste sind wertvolle Inputs um erfolgreich im Job zu werden.

Auch für Nichtvertriebler ein Muss

★★★★★

Obwohl ich nicht im Vertrieb arbeite, habe ich megaviel für meinen Job als Ingenieur und auch übers Leben allgemein gelernt.

Inhalte können viele, aber der Funk sendet auch gut rüber

★★★★★

Ich hege Interessen am Vertrieb, aber meine bisherigen Aufgaben beinhalteten maximal Berührungspunkte mit Pre-Sales. Zu dem Podcast bin ich vor wenigen Wochen gekommen und bereits nach wenigen Folgen habe ich entschlossen, ihm von Anfang an zu hören. Jede Folge ist wie eine Booster-Impfung. Besonders gefällt mit die Themenvielfalt, es wird nicht langweilig.


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Top Themen:

Transkript anzeigen

Dieses Transkript wurde maschinell erstellt und entspricht dem Inhalt der Audioepisode. Es kann kleinere Fehler enthalten.

[00:00:16 - 00:02:19] | Christopher Funk
Unser Gehirn liebt Geschichte. Und Personaler sind auch nur Menschen, auch die lieben Geschichten. Wenn du anstatt nur Zahlen, Daten, Fakten runterzurasseln, sie in einer richtig guten Geschichte verpackst, dann erreichst du nicht nur den Kopf deines Gegenüber, sondern auch das Herz und den Bauch. Das heißt, du bleibst wirklich hängen, du bleibst im Gedächtnis. In dieser Folge erkläre ich dir, warum Geschichten so mächtig sind und warum du auf jeden Fall 2, 3 solche Geschichten parat haben solltest. Am Ende gewinnt nämlich nicht der perfekte Lebenslauf, sondern derjenige, der ihn am besten verpacken kann. Wie Storytelling das möglich macht, erzähle ich dir in diesem Video. Es gibt nämlich 3 Schritte, mit denen du deine Geschichte so aufbauen kannst, dass Personaler und Chefs einfach wow sagen müssen. Das größte Problem von Bewerbern ist, dass man sich nach einem Interview oft gar nicht mehr an sie erinnert. Man sagt, was war das noch mal, was hat der erzählt? Oft bleibst du einfach gar nicht im Gedächtnis. Das liegt ganz oft daran, dass wir uns wirklich nur auf Zahlen, Daten, Fakten konzentrieren, aber nicht die emotionale Seite ansprechen. Emotional sind vor allen Dingen Geschichten. In der Menschheitsgeschichte sind Informationen eigentlich immer über Geschichten vermittelt worden. Bevor es die Schrift gab, und das ist ein sehr langer Zeitraum, sind alle wichtigen Informationen über Geschichten, Sagen und Stories vermittelt worden. Das heißt, unser Gehirn ist absolut auf Geschichten geeicht. Wir lieben Geschichten. Wir machen ja in unserer Freizeit eigentlich fast nichts anderes, als uns Geschichten anzugucken. Im Fernsehen, in Serien. Wir lieben Menschen, die tolle Geschichten und tolle Witze erzählen können. Alle Menschen, wir kennen das ja, alle Menschen hängen an den Lippen von Menschen, die gut erzählen können. Das ist jemand, der kann toll erzählen. Wenn du jetzt mal drüber nachdenkst, wenn du jetzt jemand zum Beispiel sagst, ja,

[00:02:20 - 00:02:24] | Christopher Funk
sind sie teamfähig? Und du sagst, ja, aha.

[00:02:26 - 00:05:41] | Christopher Funk
Oder du sagst, ja, und dazu habe ich eine tolle Geschichte. Vor einem Jahr war es so und so, und du erzählst eine Geschichte, wo du gezeigt hast, dass das Team auseinandergebrochen ist. Du hast aber geschafft, das wieder zusammenzubringen. Oder du bist von außen in den Team reingekommen, du bist abgelennt worden, dann hast du es aber geschafft, ein Mitglied des Teams zu werden. Und ihr habt ein Problem gelöst. Du merkst schon, jetzt fängt schon an, so ein bisschen das Herz zu klopfen, weil wir auf diese Geschichten sehr, sehr stark reagieren. Und im Endeffekt ist dein Leben ja auch eine Geschichte. Und du musst nur wissen, wie du diese Geschichte so erzählst, dass die anderen dir zuhören und verstehen, was du sagst und mit dir mitgehen. Und das ist eigentlich ganz einfach. Wenn du Geschichten erzählst, wirst du automatisch glaubwürdiger. Ja, wenn du sagst, ich war in meinem Job sehr erfolgreich, ja, dann kann man dir das glauben oder nicht. Ja, aber wenn du erzählst, was du gemacht hast, mit wem du zusammengearbeitet hast, welche Erfolge du erzielt hast, wie du das genau gemacht hast, wie die Situation war, wo das Problem war und wie du das gelöst hast, dann wird das natürlich viel anfassbarer und viel, viel glaubwürdiger und auch merkwürdiger. Also man merkt sich das. Ich habe das ganz oft, wenn Bewerber gute Geschichten im Vorschreibensgespräch erzählen, dann sagen dann die Personaler, das war doch der mit der Geschichte von dem und dem. Das war doch der, der das Problem so und so gelöst hat. Und genau das wollen wir, können wir mit solchen Stories erreichen. Es gibt eine Art, Geschichten zu erzählen oder einen Ablauf von Geschichten, der absolut in uns verankert ist. Eigentlich ist es so, dass so gut wie alle Kinofilme, die eine Geschichte erzählen, Actionfilme, Disneyfilme, eigentlich alle einer Chronologie folgen. Das ist immer gleich. Und das ist die sogenannte Heldenreise. Ein Held begibt sich auf eine Reise, muss Abenteuer bestehen, wird vorher Herausforderungen gestellt, ist am Boden, schafft es dann aber das zu meistern und kommt dann am Ende geläutert und mit zusätzlicher Erkenntnis aus der Geschichte raus. Und dieser Ablauf ist im Prinzip immer, es gibt eine Ausgangslage, wo alles komfortabel ist, wo es eher relativ langweilig ist, es geht allen gut. Dann kommt ein Ruf zur Veränderung. Also es passiert irgendwas, das sich aus dieser Komfortzone raus schleudert. Dann ist es oft so, dass der Held erst mal Zweifel hat, ob er diesem Ruf nach dieser Herausforderung folgen soll oder nicht. Also er versucht immer zu sagen, ich will aber lieber da bleiben, wo ich bin. Dann kommt oft jemand, ein Mentor oder jemand, der ihn unterstützt, der ihm quasi sagt, hey, aber du musst diesen Weg gehen. Dann kommt der Sprung ins Ungewisse, das heißt der Sprung ins Abenteuer, wo Gefahren bestanden werden müssen, wo Aufgaben gelöst werden müssen, Herausforderungen gelöst werden. Dann kommt meistens so ein absoluter Tiefpunkt, wo es nicht mehr weitergeht. Und dann kommt natürlich die Wendung zum Guten nach diesem Tiefpunkt, wo man eigentlich denkt, der Held ist eigentlich schon gestorben, es geht nicht mehr weiter. Plötzlich, es geht doch weiter, es gibt eine überraschende Auflösung. Der Held kommt wieder aus der Dunkelheit, aus der Höhle zurück und erklärt am Prinzip, dass er daraus dadurch ein besserer Mensch geworden ist und was er daraus gelernt hat. Diese Reise siehst du eigentlich in jedem Film, in jedem Western, in jedem Trickfilm von Schneewittchen bis findet Nemo. Und wenn du das nächste Mal dir einen Film anguckst oder ins Kino gehst, schau mal, diese Elemente sind fast in jedem Film, in jeder Story drin. Es gibt auch noch ein paar richtig gute Zutaten zu einer Geschichte.

[00:05:42 - 00:05:52] | Christopher Funk
Also du kannst ja sagen, erst mal wenn du was findest, Nemo, ja also da war ein Fisch im Korallenriff, der ist von Tauch angefangen worden und in der Quarum gesperrt worden und sein Vater hat versucht ihn zu retten,

[00:05:53 - 00:05:58] | Christopher Funk
hat er dann auch geschafft und sie sind wieder zurückgekehrt, im Endeffekt hat alles gut geklappt. Super Geschichte.

[00:06:00 - 00:06:20] | Christopher Funk
Also es macht natürlich Sinn, diese Geschichte noch ein bisschen zu Würzen von rechts und links. Und es gibt so fünf Punkte, wie du so eine Geschichte sehr gut würzen kannst. Das erste ist Location. Ja, also du erzählst im Prinzip was wo bist du gerade? Ich arbeitete bis sechs so abends in der Firma und stand alleine auf dem dunklen Parkplatz.

[00:06:21 - 00:06:26] | Christopher Funk
Da merkst du schon, aha, jetzt sind wir plötzlich in der Geschichte drin, bestellen uns den dunklen Parkplatz vor.

[00:06:27 - 00:09:08] | Christopher Funk
Und dann lass das gegenüber auch an deinem Gedankenteil haben. Ich ging nachts auf den Parkplatz, ich war der Letzte, es war dunkel, ich spürte hinter mir einen Schatten vorbei und ich dachte, oh mein Gott, jetzt werde ich auch noch auf dem Firmenparkplatz nachts überfallen. Ja, also du hast dir mitgenommen in deine Gedankenwelt. Ich hatte ein wenig Angst und ich war erleichtert, als ich dann meinen Chefs da, also du hast die mit in deine Gefühlswelt genommen und mein Chef kam aus dem Dunkeln auf mich zu und dann sagen wir nicht, mein Chef hat mir erzählt, ich soll ihm helfen, sondern er sagte, mein Chef kam auf dem Dunkeln auf mich zu und sagte, Christopher, ich brauch deine Hilfe. Du merkst, das ist was anderes, als wenn du es halt einfach nur die Fakten mitteilst, sondern das ist tatsächlich Storytelling. Das kannst du natürlich auch dosiert einbauen, aber das sind so Sachen, wo wir immer denken so und sagte Christopher, du musst mir helfen und plötzlich bist du in der Geschichte drin. Also das sind so die fünf Punkte, die du immer wieder einbauen kannst. Location, ich stand nachts auf dem Parkplatz, ich stand im Meetingraum der Firma um mich herum, die versammelte Geschäftsführung und ich sollte einen Vortag halten. Ja, das ist halt was anderes, als ja, ich habe einen Vortag vor der Geschäftsführung gehalten. Also Location, Action, was ist tatsächlich passiert? Was waren deine Gedanken dabei? Ich dachte, oh mein Gott, ich würde das niemals hinkriegen. Was hast du dabei gefühlt? Und ganz ehrlich, ich hatte richtig Angst, das erste Mal einen Vortag vor der Geschäftsführung zu halten. Dann auch, was wurde tatsächlich gesagt, also diese persönliche Sprache weitergeben, also die Dialoge wiedergeben, das sind so die fünf Elemente, die du mit einbauen kannst. So, und damit hast du quasi einen sehr guten Zutatenmix, mit dem du Geschichten erzählen kannst. Das macht natürlich immer Sinn, solche Geschichten auch vorzubereiten, sie vielleicht auch mal jemand anders zu erzählen, zu schauen, wie die wirken. So eine Geschichte sollte jetzt im Vorstellungsgespräch auch nicht eine Stunde lang sein, ja? Die sollte auch schon relativ schnell auf den Punkt kommen, aber du kannst mit diesen Elementen sehr gute, packende Geschichten erzählen und damit auch sehr gut auf Fragen reagieren. Wie du das machst, das erklär ich dir jetzt. So, jetzt fragst du dich sicher, wo setzt sich denn so eine Geschichte idealerweise im Interview ein? Und das ist natürlich immer, auch wenn du nach Situationen gefragt wirst, wenn du nach besonderen Eigenschaften gefragt wirst und es gibt noch ein paar andere Fragen, wo das sehr, sehr gut passt, solche Stories zu bringen. Also nehm' mir mal, das fragt dich jemand danach, was war die größte Herausforderung in ihrem letzten Job? Und da kannst du ja sagen, ja, ich sollte einen Projekt übernehmen, von dem ich vorher keine Ahnung hatte und die Mitarbeiter waren ja nicht besonders froh, aber wir haben es dann tatsächlich geschafft, das Projekt hinzubekommen.

[00:09:11 - 00:11:15] | Christopher Funk
Hm. So, und daraus kannst du ja dann eine Geschichte erzählen. Mit dieser Heldenreise typischerweise, dass du vor Probleme gestellt worden bist, da erst mal die Probleme gar nicht angehen wolltest, also du kannst dir jetzt noch schon sagen, ich war noch spät im Büro und ging abends im Dunkeln auf den Firmenparkplatz. Plötzlich sah ich hinter mir einen Schatten und ich dachte schon, oh Gott, jetzt werde ich noch auf den Firmenparkplatz überfallen, aber es stellte sich heraus, aus dem Schatten trat mein Chef auf mich zu. Und er sagte, Christopher, ich brauch deine Hilfe. Wir haben hier ein Kundenprojekt, das gerade dabei ist, komplett an die Wand zu fahren und wir können uns es nicht erlauben, diesen Kunden zu verlieren. Und ich dachte mir, ich habe noch nie so ein Projekt gemacht, ich werde das nicht schaffen. Ich bin ja gut in meinem Job, was passiert, wenn ich jetzt hier scheitere? Aber mein Chef hat gesagt, du bekommst alle Hilfe, alle Unterstützung von mir, aber du musst mir jetzt auch helfen, dieses Projekt zu meistern. Und ich habe mich dann tatsächlich entschlossen, das Projekt anzugehen. Wir haben sehr, sehr viele Probleme gehabt, wir mussten das Team neu zusammenstellen, die waren natürlich auch sehr zweifelhaft, ob sie das schaffen. Also der wichtigste Teammitarbeiter hat gesagt, du hast doch gar keine Ahnung, wie soll das überhaupt gehen? Und ich habe mich mit ihm zusammengesetzt und wir haben gemeinsam geklärt, dass meine Rolle ja eine ganz andere ist, dass ich quasi Ihnen dabei helfen muss, das Projekt zu lösen. Und wir haben es tatsächlich geschafft, alle Kräfte zusammen zu reißen, wir haben viele Nächte durchgearbeitet, aber am Ende hat der Kunde zu mir gesagt, ich hätte nie gedacht, dass sie das schafft, Hut ab. Das ist die Grundlage für eine lange Zusammenarbeit. So, und auch hier alle Elemente oder viele Elemente der Heldenreise drin, man könnte jetzt noch dahinter noch ein Erkenntnis bringen. Und ich habe daraus gelernt, dass das woran man natürlich am meisten wächst, die Herausforderungen sind, vor denen man am meisten Angst hat, zum Beispiel. Und damit haben wir dann noch die Transformation erklärt. Also so funktionieren Geschichten, idealerweise natürlich ein bisschen Fleisch dran geben. Ich habe mir jetzt gerade ausgedacht, diese Geschichte. Aber ihr habt ihr die Geschichten selber erlebt. Ihr habt sie erlebt, ihr müsst jetzt nur noch wiedergeben.

[00:11:17 - 00:11:23] | Christopher Funk
Und das ist eigentlich die Kunst. Also was sind Ihre größten Herausforderungen? Auch zum Beispiel die Frage nach Stärken und Schwächen. Kannst du eine Geschichte verpacken?

[00:11:24 - 00:11:29] | Christopher Funk
Also ich habe immer gedacht, meine größte Schwäche ist, ich kann nicht vor anderen Menschen reden.

[00:11:30 - 00:11:34] | Christopher Funk
Und ich finde mich tatsächlich wieder vor der gesamten Geschäftsführung

[00:11:35 - 00:11:37] | Christopher Funk
am Ende eines Tisch mit einem Klick an der Hand.

[00:11:39 - 00:15:05] | Christopher Funk
Und ich habe gedacht, ich werde in den nächsten fünf Minuten nicht überleben. Mein Herz wird still stehen. Aber mein Chef hat immer gesagt, hey, so lange niemand auf dich schießt, musst du eigentlich keine Angst haben, du wirst das packen. Und am Ende hat es dann halt auch geklappt. Ich habe sehr, sehr gut vorbereitet. Und danach habe ich gemerkt, hey, das sind doch gerade diese Themen, vor denen wir richtig Angst haben. Wenn wir dann diese Sache gemeistert haben, vielleicht auch nicht ganz perfekt, haben wir doch was gelernt und wir wissen, dass wir uns dem hingeben können. Das heißt, diese Schwäche vom Menschen zu reden, habe ich tatsächlich geschafft zu überwinden. Ich habe immer noch Angst, wenn ich das tun muss. Aber ich gebe mich diese Angst nicht hin, sondern versuche sie zu meistern jedes Mal. So, und das ist was anderes, wenn du sagst, ja, ich habe Angst vor anderen Menschen zu sprechen, aber ich bin gerade dabei, daran zu arbeiten, das abzustellen. Und dasselbe kannst du bei Stärken machen, bei sehr, sehr vielen Fragen, die kommen, was waren ihre größten Erfolge. Man könnte auch zum Beispiel, warum wollen sie zu uns wechseln? Da könnte man auch eine Geschichte erzählen. Was war eigentlich der Auslöser? Was war der Auslöser, du sagst, okay, jetzt macht es eigentlich Sinn, den nächsten Schritt zu gehen. Ja, und das in eine schöne Geschichte zu verpacken, das ist was, was die Menschen wirklich mitnimmt. So, es gibt Menschen, die können solche Geschichten aus dem Ärmel schütteln. Ja, das kommt einfach so raus und du hängst an den Lippen und denkst, wow, was für eine geile Geschichte. Die meisten Menschen können das nicht. Und das ist auch gar nicht schlimm, weil du kannst dich ja auf ein Interview vorbereiten. Du kannst überlegen, was sind so die drei, vier Geschichten, die sehr, sehr gut auf diesen Job passen würden, mit denen du sehr, sehr gut auf diese klassischen Fragen antworten kannst. Und diese Geschichten bereitest du vor. Du nimmst dir das Konzept der Heldenreise und baust deine Geschichte auf, machst ein paar Stichworte, triffst dich mit einem Freund, mit einem Bekannten, erzählt diese Geschichte oder nimmst du auch mal auf dem Handy, auf Video auf, du erzählst einfach diese Geschichte, guckst, okay, habe ich das richtig hingekriegt. Also gute Geschichten, erzähler, das sieht ja immer so einfach aus. Aber die meisten üben diese Geschichten, die üben die immer wieder, bis sie halt richtig sitzen, bis die Wendepunkte richtig gut drin sind, die Spannungspunkte mit dem Schatten hinter das üben, die gucken, okay, wie kommt das an? Und irgendwann hast du eine Geschichte richtig rund und du kannst diese Geschichte ja immer wieder benutzen. Also das funktioniert richtig, richtig gut. Das heißt, such dir so zwei, drei, vier Geschichten aus deinem Leben, vielleicht auch aus der Schulzeit, auch vielleicht auch aus privaten Umständen, die sehr gut zu Themen passen, die in Interviews angesprochen werden. Und damit bist du richtig, richtig gut vorbereitet. Und du schlägst die meisten Bewerber, die halt einfach nur auf diesen Zahlen, Daten, Fakten darüber bereiten, die einfach nur sagen, ja, ich bin teamfähig. Das glaubt ihr ja keiner, ja. Aber so eine Geschichte macht das Ganze lebendig. Ich meine, im Endeffekt entscheidet ein Personaler in Chef immer aus dem Bauch, ob er jemand einstellt oder nicht. Wenn du es schaffst, mit so einer Geschichte ein gutes Bauchgefühl zu machen, bist du einen Riesenschritt weiter zu deinem Traumjob, zu Job zu sagen. Damit du solche Geschichten gut vorbereiten kannst und auch alles andere, was du eigentlich brauchst für deine Bewerbung und für ein Forschungsgespräch, habe ich einen Bewerbungsbaukasten aufgebaut, wo alle Elemente drin sind, die du vorbereiten kannst. Du kannst diesen Bauchasten sogar mittens Interview nehmen. Da schien dann die ganzen Stichworte drin und so weiter. Damit bist du perfekt vorbereitet, diesen Bewerbungsbauchasten, wie du den für dich selber aufbaust und wie du nutzt. Dazu habe ich ein spezielles Video und eine spezielle Folge gemacht. Das verlinke ich dir unten in der Beschreibung und natürlich in den Shownots vom Podcast.