Die letzten 5 Minuten im Interview. So machst du den Sack zu.


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Fragen im Vorstellungsgespräch entscheiden am Ende mehr als deine Antworten davor. Wenn der Personaler fragt: „Haben Sie noch Fragen an uns?“, beginnt die letzte Chance, die Zusage mitzunehmen. Wer „Nein“ sagt, lässt die Tür offen. Wer nach Kantine oder Firmenwagen fragt, schießt sich ab. Wer die richtigen Fragen stellt, zeigt Vorbereitung, Interesse und Passung. In dieser Folge zeigt Christopher Funk, welche Fragen im Vorstellungsgespräch funktionieren – und welche dich sofort rauswerfen.
Warum deine Fragen im Vorstellungsgespräch über alles entscheiden
Das Vorstellungsgespräch ist der Moment, in dem Bewerber sich verkaufen – im besten Sinne des Wortes. Die meisten bereiten akribisch Antworten vor. Die letzte Phase übersehen sie dabei komplett. Genau dort entsteht der Eindruck, der beim Personaler hängen bleibt. Fast jedes Gespräch endet nämlich mit derselben Frage: „Welche Fragen sind bei Ihnen offen geblieben?“ Was jetzt passiert, gewichtet die Entscheidung stärker, als viele glauben. Fast jedes Interview enthält nämlich genau diesen Moment. Ob es auf die Zielgerade einbiegt oder Richtung Ausgang läuft, entscheidet sich dann.
Der Grund ist einfach: Personaler bewerten an dieser Stelle nicht mehr dein Fachwissen, sondern dein Denken. Sie sehen, ob du dich mit der Stelle wirklich beschäftigt hast. Sie spüren, ob du Interesse hast oder nur ein Angebot abgreifen willst. Deshalb führt die beste Vorbereitung über gute Fragen an den Arbeitgeber – nicht über weitere Antworten. Als Vertriebs-Wachstumscoach kennt Christopher Funk die Interviewsituation von beiden Seiten. Er erklärt, warum „Ich habe keine Fragen“ keine Option ist. Er zeigt, welche Fragen im Bewerbungsgespräch für Begeisterung sorgen. Und er verrät, wie du mit einer einzigen hypothetischen Frage den Sack zumachst.
Das lernst du in dieser Folge
Die besten Fragen im Vorstellungsgespräch: Warum die Endphase über die Zusage entscheidet
Am Ende eines Vorstellungsgesprächs gibt es genau drei Optionen. Option eins: Du sagst, du hast keine Fragen. Dann kann der Personaler sogar kontern: „Was ist denn damit?“, weil er dein Desinteresse spürt. Option zwei: Du stellst oberflächliche Fragen nach Kantine, Firmenwagen oder Urlaubstagen. Dann zeigt sich, wo dein Fokus liegt – und der liegt dann nicht auf der Aufgabe. Beide Optionen führen nach draußen. Die dritte Option führt zum Arbeitsvertrag: die richtigen Fragen im Vorstellungsgespräch.
Die Grundlage dafür legst du vor dem Termin. Druck dir die Stellenanzeige aus und markiere mit einem Textmarker alle Punkte, die noch offen sind. Notiere dir dazu ein paar Stichworte. Im Interview hakst du dann ab, was bereits beantwortet wurde. Übrig bleiben ein bis zwei Fragen, die du immer stellen kannst – denn das Vorstellungsgespräch deckt nie alles ab. Viele Bewerber versichern zwar, sie hätten schon alles besprochen. In der Praxis stimmt das fast nie. Wichtig ist dabei die Dosis: Zwei bis drei gezielte Fragen reichen völlig. Wer zwanzig Fragen abschießt, macht die Personaler nervös. Die beste Vorbereitung zeigt sich nämlich nicht in der Menge, sondern in der Qualität deiner Fragen.
Unangemessene Fragen schießen dich dagegen sofort raus. Dazu zählen Privatfragen, die nichts mit der Stelle zu tun haben, oder die Frage, ob Pünktlichkeit wichtig ist. Solche Fragen verraten deinen Fokus. In diesem Gespräch sollte er einzig darauf liegen, die anderen zu überzeugen, dich einzustellen. Die Stellenanzeige mit deinen Notizen dabei zu haben, kommt übrigens immer gut an. Die Personaler sehen sofort, dass du dich wirklich vorbereitet hast. Der zweite Fokus kommt danach: Du sammelst die Informationen, die du brauchst, um zu entscheiden, ob der Job zu dir passt.
„Warum ist die Position vakant?“ – und was der Karriereweg verrät
Eine der unterschätztesten Fragen im Vorstellungsgespräch ist die nach dem Vorgänger. Ist die Stelle neu geschaffen worden? Oder saßen dort schon fünf Personen, die alle von sich aus gegangen sind? Die Antwort verrät dir, ob dich ein Schleudersitz erwartet oder eine Position, in der du wachsen kannst. Genauso aufschlussreich ist der typische Karriereweg. Wurde dein Vorgänger Abteilungsleiter, ist das ein anderes Signal als ein fluchtartiger Abgang. Solche Fragen an den Arbeitgeber zeigen zudem, dass du dich mit der Position beschäftigt hast.
Natürlich kommt es auf die Situation an. Bei einer Zeitarbeitsfirma ist die Vakanz-Frage weniger spannend, weil dort Rotations normal ist. Bei einer Festanstellung ist sie dagegen Gold wert. Ergänzen kannst du sie mit einer Frage nach den Erwartungen. Welche Erfahrungen, Eigenschaften und Kenntnisse sollte jemand für diese Position mitbringen? Diese Frage kannst du sogar an den Anfang stellen. Wenn dich der Personaler bittet, dich vorzustellen, fragst du zuerst nach den Schwerpunkten. Dann baust du deine Selbstvorstellung exakt darauf auf. Das ist der Unterschied zwischen einer durchschnittlichen Antwort im Bewerbungsgespräch und einer, die ins Schwarze trifft.
Offensichtliche Fragen gehören aber auch dazu. Mit wem arbeitest du zusammen? Wer ist dein Chef? Welche Projekte stehen an? Welche besonderen Probleme erwarten dich? So bekommst du ein ehrliches Bild von der Aufgabe. Ein Schnuppertag rundet das Bild ab. Du lernst Chef, Kollegen und Arbeitsplatz kennen. Das Unternehmen erlebt dich auf dem Spielfeld statt im Trainingsmodus. Bei vielen Firmen ist das üblich und gewünscht. Schließlich gilt der Grundsatz von Christopher Funk: Unterschreibe keinen Arbeitsvertrag, bevor du nicht persönlich mit deinem künftigen Chef gesprochen hast. Wie du die berühmte Frage nach der Selbstvorstellung souverän beantwortest, verrät er übrigens in einer eigenen Folge: Die beste Antwort im Bewerbungsgespräch.
„Wie ist Ihr Eindruck von mir?“ – die Feedback-Frage, die Einwände entkräftet
Einwände, die unausgesprochen im Raum stehen, führen später zur Absage. Deshalb ist die Feedback-Frage so mächtig. Du fragst zum Beispiel nach deinem Eindruck als zukünftiger Mitarbeiter. Wenn der Personaler jetzt Zweifel nennt, kannst du sie sofort entkräften. Sagt er, du hättest zu wenig Erfahrung, erinnerst du ihn an deine Projekte und Stationen. Viele Einwände lösen sich dadurch auf, weil der Personaler noch einmal über dich nachdenken muss. Genau das passiert bei Bewerbern, die diese Frage stellen. Sie holen sich die Chance, stille Vorbehalte auszuräumen, bevor die Entscheidung fällt.
Mutiger wird es mit der Frage, warum die Personaler selbst gerne in diesem Unternehmen arbeiten. Sie bringt die Menschen zum Nachdenken. Sie liefert dir die Softfacts, die keine Stellenanzeige verrät. Die Frage passt aber nicht immer. Sind alle Gesprächspartner sichtbar missmutig, sparst du sie dir besser. Zeigt die Runde echte Begeisterung, ist sie ein Volltreffer. Viele antworten dann: Diese Frage hat mir noch nie jemand gestellt. Genau das macht gute Fragen im Vorstellungsgespräch aus.
Als Absicherung passt noch eine letzte Frage an den Arbeitgeber. Du fragst, ob es etwas gibt, das ihr noch nicht besprochen habt, das aber wichtig wäre. Damit bekommst du die Chance, auch die Themen aufzunehmen, die sonst untergehen. Der Personaler öffnet sich dabei oft noch einmal. Manchmal kommen dann genau die Aspekte auf den Tisch, über die du vorher nicht nachgedacht hast. Diese Frage zeigt zugleich: Du willst nichts dem Zufall überlassen.
Jede Antwort ist ein Signal: Passt der Job wirklich zu dir?
Bei jeder Frage kannst du die Antworten bewerten. Die Personaler verraten dabei oft mehr, als sie wollen. Sagt jemand nur Dienst nach Vorschrift, weißt du, welcher Ton hier herrscht. Antwortet jemand ehrlich, dass er nur hier arbeitet, weil er nichts Besseres gefunden hat, dann weißt du das auch. Christopher Funk hat genau solche Sätze schon gehört. Solche Signale helfen dir bei deiner eigenen Entscheidung. Ein Vorstellungsgespräch hat nämlich zwei Funktionen: Du willst überzeugen. Du willst aber auch herausfinden, ob der Job zu dir passt. Die Endphase liefert dir dafür die wichtigsten Informationen. Wer nur Punkte sammelt und die Signale ignoriert, unterschreibt womöglich den falschen Vertrag.
Die Zukunftsfrage: So machst du den Sack zu
Die stärkste Frage im Vorstellungsgespräch ist eine hypothetische. Sie lautet ungefähr so: „Mal angenommen, Sie stellen mich ein. Wir treffen uns in einem halben Jahr wieder. Was sollte ich bis dahin getan, gelernt und erreicht haben? Damit Sie am Ende sagen: Es war genau die richtige Entscheidung.“ Hypothetische Fragen sind deshalb so stark, weil sie etwas voraussetzen, das noch nicht passiert ist. Du nimmst den Personaler gedanklich mit in die Zukunft. In dieser Zukunft bist du längst angestellt.
Damit erreichst du zwei Dinge. Erstens erlebt der Gegenüber dich im Gespräch bereits als Mitarbeiter. Das bleibt hängen. Zweitens erfährst du, worum es in der Position wirklich geht. Die Antworten auf diese Zukunftsfrage nennen dir die Kernkriterien für Erfolg in den ersten sechs Monaten. Du weißt danach, was in den ersten Monaten wirklich zählt. Christopher Funk hat diese Frage oft gestellt. Die Personaler staunen dann, weil ihnen diese Frage noch nie jemand gestellt hat. Danach kommen die wirklich wichtigen Inhalte auf den Tisch. Genau das ist oft die Zielgerade zum Arbeitsvertrag. In seiner Praxis hat die Zukunftsfrage schon vielen geholfen, ein Angebot zu bekommen.
Du kannst die Frage natürlich anders formulieren. Wichtig ist das hypothetische Szenario. Setze voraus, dass du den Job schon hast. Dann wird aus dem Gespräch eine Planung. Übe die Zukunftsfrage deshalb vorher, damit sie natürlich wirkt. Notiere dir auch deine anderen Fragen und nimm die Notizen mit. Papier zeigt Vorbereitung. Mit der Zukunftsfrage machst du den Sack zu, statt das Gespräch auslaufen zu lassen.
Für wen ist diese Folge?
Diese Folge ist für alle, die ein Vorstellungsgespräch vor sich haben. Dazu zählen Berufseinsteiger, Umsteiger und Berufserfahrene. Sie hilft dir, wenn du vor der letzten Frage ins Straucheln gerätst. Oder wenn du das Gefühl kennst, im Gespräch vieles ungenutzt zu lassen. Auch wer gerade eine Absage verdaut hat, findet hier konkrete Hebel für den nächsten Versuch. Wer sich auf die zweite Runde vorbereitet, bekommt hier ebenfalls passende Fragen an den Arbeitgeber für die nächste Stufe. Die Techniken funktionieren in Bewerbungsgesprächen jeder Branche. Ob Mittelstand oder Konzern – die Endphase bleibt dieselbe.
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Die komplette Folge gibt’s auf VertriebsFunk, Spotify und überall, wo’s Podcasts gibt.
Hinweis: PDFs, Kurse, Coachings und Produkte, welche im Podcast/Video erwähnt werden, sind nicht mehr verfügbar.
Schon gehört?
- Die beste Antwort im Bewerbungsgespräch (kennt fast keiner!) — Die Folge zur Selbstvorstellungs-Frage, mit der fast jedes Gespräch beginnt.
- Jobinterview: Verrate NIE diese 10 Dinge von Dir! — Interview-Fehler, die Bewerber die Zusage kosten.
Vielseitig und mega interessant
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Ich habe Christopher zufällig in YouTube bei Themen um Karriere entdeckt und gesehen, das er ein sehr interessanten Podcast führt. Ich habe gleich abonniert, die Themen und Gäste sind wertvolle Inputs um erfolgreich im Job zu werden.
Auch für Nichtvertriebler ein Muss
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Obwohl ich nicht im Vertrieb arbeite, habe ich megaviel für meinen Job als Ingenieur und auch übers Leben allgemein gelernt.
Inhalte können viele, aber der Funk sendet auch gut rüber
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Ich hege Interessen am Vertrieb, aber meine bisherigen Aufgaben beinhalteten maximal Berührungspunkte mit Pre-Sales. Zu dem Podcast bin ich vor wenigen Wochen gekommen und bereits nach wenigen Folgen habe ich entschlossen, ihm von Anfang an zu hören. Jede Folge ist wie eine Booster-Impfung. Besonders gefällt mit die Themenvielfalt, es wird nicht langweilig.
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[00:00:29 - 00:12:05] | Christopher Funk
Und dann kommt diese eine Frage. Der Personal guckt dich an und stellt dir diese eine Frage und wenn du jetzt falsch antwortest oder gar nichts sagst, dann bist du schneller raus, als du Arbeitsvertrag sagen kannst. In jedem Interview gibt es am Ende einen Punkt, der kommt fast immer vor und der entscheidet dann eigentlich, ob das Ganze auf die Zielgrade geht oder Richtung Ausgang. Und dieser Punkt ist der, wenn du gefragt wirst, ob du selber noch Fragen hast. Haben sie noch Fragen an uns? Welche Fragen sind bei Ihnen offen geblieben? Und jetzt hast du drei Optionen. Option 1 ist, du willst möglichst schnell hier raus und sagst, nee, ich habe keine Fragen, ist alles geklärt. Option 2 ist, du stellst eine vollkommen schwachsinnige Frage, wie zum Beispiel gibt es in der Kantine auch veganes Essen oder welche Farbe hat mein Firmwagen oder irgendwas, was eigentlich gar nichts wirklich mit dem Job zu tun hat. Diese beiden Optionen führen dich nach draußen. Die dritte Option führt dich direkt zum Arbeitsvertrag. Weil wenn du jetzt die richtigen Fragen stellst, kannst du noch mal betonen, wie gut du auf die Stelle passt, wie sehr du dich mit dem Thema beschäftigt hast und wie gut du vorbereitet bist. Gehen wir die Option mal ganz kurz durch. Option 1, du hast keine Fragen mehr. Das kommt so gut wie nie vor. Ich höre dann immer wieder, dass Leute sagen, ja, wir haben wirklich alles besprochen. Ich glaube das nicht. Also ich würde mir vorher ein paar gute Fragen aufschreiben, dann natürlich im Interview kontrollieren, okay, sind diese Fragen behandelt worden. Aber am Ende hast du immer noch die eine oder andere Frage im Köcher, welche richtig guten Fragen das sein können, die niemals im Interview besprochen worden sind. Darauf kommen wir am Ende. Aber wenn du nein sagst, kann es sogar passieren, dass der Personal eine Gegenfrage stellt. Okay, was ist denn da und damit? Also deswegen überleg dir genau, welche Fragen du stellen kann. Wenn die dann schon beantwortet worden sind im Interview, dann kannst du die abhaken, aber es bleiben dir immer ein bis zwei Fragen übrig, die du immer stellen kannst. Nein ist keine Option. Ich habe keine Fragen, ist keine Option. Thema Nummer zwei ist klar, das was dich am meisten interessiert, ist vielleicht ja, wie viel PS hat der Firmenwagen, wieviel kann ich hier verdienen, wieviel Urlaubstage bekomme ich, kann ich auch Brückentage nehmen. Aber das ist nicht das, was du zu diesem Zeitpunkt stellst. Das kommt irgendwann weiterhin. Zu diesem Zeitpunkt geht es darum, die gegenüber davon zu überzeugen, dich einzustellen. Und da stellt man keine oberflächlichen oder nachrangigen Frage. Du kannst natürlich auch noch vollkommen schräge Fragen stellen, die dich sofort rausschießen. Wie zum Beispiel, ich habe schon mal gehört, ich habe über 10.000 Interviews selber mitgemacht, wieviel Singlefrauen arbeiten hier, weil ich bin selber noch Single oder wieviel Single Männer. Nicht besonders clever. Oder ist es wichtig, dass ich pünktlich komme. Also all solche Sachen schießen dich raus, weil es halt zeigt, welches geistes Kind du bist und welch, wo dein Fokus liegt. In diesem Gespräch liegt aber der Fokus einzig und allein darin, die anderen davon zu überzeugen, dich einzustellen. Da gibt es noch einen zweiten Fokus, der ist nicht ganz so wichtig, dass du die wichtigsten Informationen sammeln kannst, ob du diesen Job annehmen möchtest, ob der zu dir passt. Aber primär ist, die anderen zu überzeugen, dich einzustellen. Welche Fragen sind denn jetzt richtig gute Frage? Fangen wir mal an bei den relativ offensichtlichen Fragen. Also da geht es darum, hast du genau verstanden, worum es bei dieser Aufgabe, bei diesem Job geht? Also was sind die wichtigsten Voraussetzungen? Mit wem arbeitest du zusammen? Wer ist dein Chef? Was sind Projekte, die anstehen? Was sind besondere Probleme, so dass du wirklich ein gutes Bild davon bekommen hast, worum es geht? Wie kannst du das am besten machen? Gute Methode ist, du nimmst dir die Stellenanzeige und druckst sie dir aus. Und dann gehst du mit dem Textmarker hin und markierst dir die Punkte, die vielleicht noch offen sind. Kannst dir auch ein paar Notizen machen. Und in dem Moment, wo es dann zu Fragen kommt, kannst du diese Stellenanzeige rausnehmen. Hast du vielleicht noch ein paar Wagen dazu notiert. Das kommt eigentlich immer gut an, weil die anderen sehen, ah, der hat sich richtig gut vorbereitet auf diese Position. Der geht nicht einfach so rein, sondern er hat sich wirklich davor Gedanken gemacht. Der hinterfragt die Sachen auch, was sind eigentlich die Mitarbeiter, die man gerne hat. Andere inhaltliche Fragen, die vielleicht nicht so offensichtlich sind, ist zum Beispiel, okay, warum ist die Position vakant? Also das kann ja sehr interessant sein, ist die Position neu geschaffen worden. Haben da schon fünf Leute drauf gesessen, die alle von sich aus gegangen sind. Das sind ja auch wichtige Informationen für dich, um zu entscheiden, okay, soll ich das überhaupt machen? Ist das hier ein Schleudersitz? Oder ist das eine Position, wo ich wirklich wachsen kann? Kannst du zum Beispiel auch fragen, wie ist der typische Karriereweg in dieser Position? Wenn du siehst, dein Vorgänger ist jetzt quasi Abteilungsleiter oder sowas oder Bereichsleiter. Das ist natürlich eine andere Information als, ja, der ist schreienweckel laufen, der ist nicht mehr da. Also all das sind die Sachen, die für dich auch wichtig sein können. Zeigen aber auch, dass du dich mit der Position beschäftigt hast. Und auch hier muss man natürlich immer schauen, okay, passt das in die Situation? Wenn du dich zum Beispiel bei einer Zeitarbeitsfirma bewirbst, ist vielleicht die Frage nicht so spannend, wo ist mein Vorgänger geblieben, weil es halt ganz normal ist, dass die Leute durch diese Position durchrotieren, als wenn du dich jetzt auf die Position in der Festanstellung bewirbst. Also auch da natürlich immer schauen, okay, ist diese Frage angemessen und passend und soll dich sie jetzt stellen. Ich würde zum Beispiel auch nie einen Arbeitsvertrag unterschreiben oder würde es nie mehr dem fehlen, das zu tun, wenn du nicht schon mal mit deinem Chef vorher gesprochen hast. Also da habe ich schon die übelsten Sachen erlebt, aber auch die wichtigsten Menschen, mit denen man zusammen arbeitet, dass ich was über die erfahre. Da kannst du natürlich Frage stellen, du kannst natürlich auch zum Beispiel sagen, hey, wie sieht es mit einem Schnuppertag aus, dass ich mal meinen Arbeitsplatz kennenlerne, dass ich meinen Chef kennenlerne und die wichtigsten Kollegen und die Leute, mit denen ich zusammen arbeite. In vielen Unternehmen ist das üblich und auch gewünscht, weil der Schnuppertag ist ja beidseitig. Du siehst im Prinzip, wie wird die Arbeit aussehen? Und der Arbeitgeber kann dich dann mal ja quasi auf dem Spielfeld erleben und nicht nur im Trainingsmodus. Wichtig ist natürlich auch die Erwartungen, das gegenüber zu klären. Also eine Frage, was sind so die wichtigsten Erfahrungen, Eigenschaften und Kenntnisse, die jemand für diese Position mitbringen sollte? Teilweise sind die vielleicht schon geklärt, da kann man auch sagen, okay, wir hatten angesprochen, erstens zu gutem, drittens, aber darüber hinaus, was sind die wichtigsten Erfahrungen, Eigenschaften und Kenntnisse, die jemand für diese Position mitbringen sollte? Und was auch noch super clever ist, muss natürlich immer reinpassen. Du kannst diese Frage sogar am Anfang stellen, das Interviews. Wenn jemand sagt, stellen Sie sich doch mal bitte vor an eine klassische Frage. Wie du auch mit dieser Frage umgehst, das verlinke ich dir immer kurz oben in die Infokasten, weil dafür habe ich auch eine extra Folge gemacht. Also stellen Sie sich doch mal bitte kurz vor. Kannst du jetzt natürlich deine Kurzvorstellung runterrasseln? Du kannst aber auch, und das würde ein guter Verkäufer machen, noch mal eine Frage stellen. Du kannst dir auch sagen, sehr gerne, aber bevor ich mich vorstelle, um noch mal da die Schwerpunkte herauszuarbeiten, was sind denn aus Ihrer Sicht die wichtigsten Erfahrungen, Kenntnisse und Eigenschaften, die jemand für diese Position mitbringen sollte? So, und wenn der andere darauf eingeht, kannst du hier natürlich dann auch deine Schwerpunkte in der Antwort und in der Selbstvorstellung setzen und damit nochmal richtig Punkt. Wenn die sagt, ja, es muss jemand sein, der muss auf jeden Fall schon mal diesen Projekte gemanagt haben, der muss auf jeden Fall schon mal Nachtschichten gemacht haben, dann kannst du genau auf diese Punkte dann in der Antwort eingehen. Eine sehr schöne Frage ist auch, warum arbeiten Sie gerne in diesem Unternehmen? Ist schon ein bisschen mutiger? Muss man natürlich auch ein bisschen abwägen, wie die Leute da so drauf sind, wenn die alle total missmutig sind und so weiter? Dann ist das vielleicht nicht die richtige Frage, aber grundsätzlich ist natürlich auch immer interessant zu sehen, drüben zu hören, okay, was sind denn die Sachen, die hier besonders spannend sind, die jemanden im Unternehmen halten? Und es bringt die Leute zum Nachdenken, woauf kommt dann so, das ist eine spannende Frage, die hat mir noch niemand gestellt. Und du erfährst natürlich eine Menge über die Hintergründe und die Softfacts, die in so einer Firma eine Rolle spielen. Und du kannst ja bei jeder Frage auch die Antworten bewerten. Also wenn dann jemand sagt, das geht so überhaupt nichts an, dann weißt du auch schon, okay, das ist so sehr Ton, in dem hier gearbeitet wird. Und du kannst für dich selber beurteilen, okay, will ich das wirklich oder will ich das nicht? Also die Informationen, das habe ich jeden Fall interessant. Genauso wie wenn jemand sagt, eigentlich arbeite ich hier nur, weil ich keinen anderen Job finde, also auch das habe ich schon erlebt, dann ist das natürlich auch was, was du für dich bewerten kannst. So eine Frage, die du immer stellen kannst, egal was vorher besprochen worden ist, gibt es noch etwas, was die nicht besprochen haben, was aber wichtig wäre. Gibt es noch etwas, was sie über mich wissen möchten, was aber wichtig für die Stelle wäre? So und da hast du nochmal die Chance, dass die anderen sich nochmal öffnen, nochmal andere Themen auspacken, nochmal irgendwas rausbringen, was vielleicht wichtig ist, was du auch noch behandeln kannst. Ja, also das ist eine cleverer Frage. Sehr interessant ist auch eine Feedback-Frage. Also Feedback-Einholen von den Gegenübern, wie das Gespräch für sie war. Du kannst ja zur Schermin Ende sagen, also mich würde sehr interessieren, also ich finde die Positionen super spannend, das Unternehmen auch. Also ich denke, das passt dir sehr gut, aber mich würde natürlich interessieren, wie ist Ihr Eindruck von mir als zukünftigen Mitarbeiter. In dem Moment, wo die einen wollen, der gehört, das zum Beispiel, ja ich habe den Eindruck, Sie haben nicht genug Erfahrung für die Position, kannst du darauf eingehen, kannst sagen, ja, aber denken Sie mal daran, in der Position da und da habe ich das drei Jahre gemacht, in der Position da und da habe ich mich auch schon mit diesen Themen beschäftigt, ja stimmt eigentlich, dann haben Sie ja doch schon fünf Jahre Erfahrung in dem Bereich. So kannst du im Prinzip sehr oft einwenden behandeln, die sonst unangesprochen im Raum stehen und dafür sorgen, dass du eine Absage bekommst. Eine meiner absoluten Lieblingsfragen, die ich wirklich richtig, richtig gut finde und die viele meiner Coaches schon dazu gebracht hat, dass sie tatsächlich ein Angebot bekommen haben, ist die sogenannte Zukunftsfrage. Bevor ich diese Zukunftsfrage durchgehe, nochmal gleich als Hinweis, schreib dir die wichtigsten Fragen, die du stellen willst, auf, aber du musst dann auch nicht alle stellen. Also es macht eigentlich auch keinen Sinn, dann 20 Fragen nochmal abzuschießen. Also meistens sind so ein, zwei, drei Fragen noch sinnvoll und irgendwann muss man dann noch sagen, okay, das macht jetzt keinen Sinn mehr. Du merkst dann auch, dass die Leute irgendwann nervös werden. Also es macht doch keinen Sinn, 20 Fragen abzuschießen, sondern hebt dir ein paar gute Fragen auf und diese Zukunftsfrage kannst du auch ganz am Ende stellen. Das ist eine meiner Lieblingsfragen und diese Zukunftsfrage kannst du dann immer noch am Ende stellen. Wie gesagt, meine absolute Lieblingsfrage, weil sie den gegenüber schon quasi mit in die Zukunft nimmt, wo du schon Angestellter der Firma bist, wo du den Job schon hast. Diese Zukunftsfrage lautet ungefähr so, du kannst sie natürlich ein bisschen anders formulieren. Mal angenommen ist eine hypothetische Frage. Hypothetische Fragen sind extrem stark, weil du prinzipiell jetzt schon was voraussetzt, was noch gar nicht passiert ist. Du nimmst den gegenüber im Kopf und mit in eine Zukunft, die du gerade gestaltet hast. Mal angenommen, sie haben mich eingestellt und ich mache diese Aufgabe und wir treffen uns in einem halben Jahr hier wieder. Was solltich bis dahin getan, gelernt und erreicht haben, damit sie sagen, den Funk eingestellt zu haben? Es war genau die richtige Entscheidung. Damit hast du zwei Punkte erreicht. Erstens, du hast quasi den gegenüber, wie ich schon gesagt habe, mitgenommen, in die Zukunft, wo du schon Mitarbeiter bist und schon viele tolle Sachen getan, erreicht und gelernt hast. Das ist das eine. Das andere ist, du erfährst noch mal, okay, worum geht es eigentlich im Kern um diese Position wirklich? Was muss wirklich erreicht worden sein, damit du in einem halben Jahr erfolgreich angewachsen bist? Ja, und ich habe schon ganz, ganz oft erlebt im Gesprächen, dass dann natürlich der Gegenüber erst mal, wow, das ist eine sehr tiefgehende Frage, aber ganz ehrlich, das hat mich noch niemand gefragt, aber es ist ja eigentlich die entscheidende Frage überhaupt. So, und dann kommen die dann halt mit den wirklich wichtigen Sachen raus und das ist dann oft schon die Zielgrade zum Arbeitsvertrag. Du siehst also, diese Endphase des Interviews ist super wichtig und gute Fragen sind sehr, sehr mächtig für dich als Bewerber. Also überleg dir ein paar richtig gute Fragen und üb vielleicht doch schon mal ein, diese Fragen zu stellen, gerade diese Zukunftsfrage, damit du sie auch richtig rüberkriegst. So, jetzt weißt du, welche Fragen du stellen kannst. Es gibt natürlich noch ein paar andere richtig, richtig gläberen Fragen. Die kann ich jetzt nicht alle in dem Video machen. Dazu habe ich dir ein eigenes PDF zusammengestellt mit den besten Fragen und den Hintergründen. Wenn dich dieses PDF interessiert, gibt es alle Infos dazu hier oben in der Infokarte und natürlich in den Schauen-Urs. vom Podcast.