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Körpersprache im Bewerbungsgespräch: Vermeide diese 5 Fehler!

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Körpersprache im Bewerbungsgespräch: Vermeide diese 5 Fehler!

Körpersprache im Bewerbungsgespräch entscheidet oft früher über deine Zusage als jede Antwort, die du gibst. Schon beim Händedruck und beim ersten Blickkontakt entsteht ein Urteil – lange bevor du deinen ersten Satz beendet hast. Christopher Funk zeigt in dieser Folge die fünf häufigsten Körpersprache-Fehler im Interview. Und er verrät, wie du sie mit einfachen Tricks vermeidest, damit du sicher, sympathisch und überzeugend wirkst.

Warum Körpersprache im Bewerbungsgespräch über deine Zusage entscheidet

Körpersprache im Bewerbungsgespräch ist alles, was du ohne Worte kommunizierst: Blickkontakt, Händedruck, Haltung, Gestik und Mimik. Sie läuft die ganze Zeit mit – auch dann, wenn du angestrengt über deine Antwort nachdenkst. Christopher Funk bringt es in der Folge auf den Punkt: Körpersprache spricht, „auch wenn du keinen Ton sagst“. Und manchmal sagt sie Dinge, die du gar nicht sagen willst.

Christopher Funk nennt dazu die bekannte Faustregel: Nur 7 Prozent deiner Wirkung entstehen über den Inhalt. Der Rest kommt aus Körpersprache und Stimme. Wissenschaftler diskutieren über die genauen Zahlen. Der Kern bleibt trotzdem richtig. Interviewer entscheiden schnell, oft unbewusst, und genau diese Signale füttern ihre Entscheidung.

Christopher Funk führt seit Jahren selbst Bewerbungsgespräche. Dabei erlebt er immer wieder dasselbe Muster. Kandidaten bereiten sich wochenlang auf fachliche Fragen vor. Und dann verschenken sie ihre Wirkung an kleinen Körpersignalen. Genau diese Muster macht die Folge sichtbar. Denn wer seine Fehler kennt, kann sie gezielt abstellen. Die gute Nachricht der Episode: Alle fünf Fehler lassen sich mit überschaubarer Übung wegtrainieren. Körpersprache ist nämlich kein angeborenes Talent. Christopher Funk empfiehlt dafür eine Person deines Vertrauens, die dir ehrliches Feedback gibt. Schon wenige Übungsrunden verändern dein Auftreten spürbar.

Das lernst du in dieser Folge

Fünf Fehler, fünf konkrete Lösungen – und ein Profi-Tipp für den souveränen Auftritt. Die Folge liefert zu jedem Fehler eine Technik, die du sofort anwenden kannst. Am besten übst du die Punkte vorher mit einer Person deines Vertrauens.

Fehler 1: Blickkontakt vermeiden – der Trick mit der Nasenspitze

Der häufigste Körpersprache-Fehler im Bewerbungsgespräch ist vermiedener Blickkontakt. Wer beim Antworten zu Boden schaut oder den Blick wandern lässt, wirkt unsicher. Das gilt selbst dann, wenn die Antwort inhaltlich stark ist. Vielen fällt langer Augenkontakt aber schwer, und das ist verständlich. Deshalb gibt es einen einfachen Trick: Du musst deinem Gegenüber nicht direkt in die Augen schauen. Fixiere stattdessen die Nasenspitze oder die Mitte des Gesichts. Von außen wirkt das wie ganz normaler Blickkontakt, für dich ist es deutlich entspannter.

Wichtig ist vor allem die Regelmäßigkeit. Nimm den Blick immer wieder auf: wenn du angesprochen wirst, wenn du antwortest und wenn du zuhörst. Schon diese kleine Technik verändert deine Wirkung spürbar. Achte außerdem darauf, wohin dein Blick wandert, während du nachdenkst. Ein kurzer Blick zur Seite ist normal. Wer aber dauerhaft nach unten schaut oder zur Tür blickt, signalisiert Unsicherheit – oder den Wunsch zu fliehen. Die Gesichtsmitte ist also dein sicherer Anker, und zwar in jedem Moment des Gesprächs. Ein Detail unterschätzen viele dabei: Zeig Interesse auch beim Zuhören. Wer den Blick hält, während der andere spricht, signalisiert Aufmerksamkeit. Wer ständig wegsieht, wirkt dagegen, als zähle er innerlich die Minuten. Die Nasenspitzen-Technik hilft dir also in beide Richtungen. Das Schöne daran: Regelmäßigkeit schlägt Perfektion, du brauchst kein Körpersprache-Talent dafür.

Fehler 2: Der schwache Händedruck – so wird er zum Signal für Selbstbewusstsein

Ein lauer Händedruck gehört zu den klassischen Körpersprache-Fehlern im Vorstellungsgespräch. Wer nur die Fingerspitzen greift oder die Hand schlaff hängen lässt, wirkt sofort unsicher. Dabei ist die Lösung simpel: Greif die Hand deines Gegenübers vollständig. Lass eure Hände zusammenkommen und drück zu, kräftig, aber nicht zu fest. Niemand will seine Hand gequetscht bekommen. Der Druck sollte Selbstbewusstsein ausdrücken, nicht Dominanz.

Das richtige Maß findest du nur durch Übung. Christopher Funk empfiehlt: Such dir eine Person deines Vertrauens und hol dir Feedback. Frag sie konkret, wie dein Händedruck ankommt. Mit dir selbst lässt sich das nämlich schlecht trainieren. Zwei Extratricks ergänzen den Händedruck. Erstens: Streck nicht automatisch die Hand aus. Seit Corona ist der Handschlag keine Selbstverständlichkeit mehr. Warte kurz ab, ob dein Gegenüber die Hand anbietet, und erwidere sie dann. Zweitens: Bei schwitzigen Händen hilft ein schneller, unauffälliger Strich an der Hose, kurz bevor du die Hand gibst. Das dauert eine Sekunde und hinterlässt einen trockenen, selbstsicheren Händedruck. Ein Sonderfall ist übrigens das Online-Interview. Dort entfällt der Händedruck meist komplett. Dann übernehmen Blick in die Kamera und eine aufrechte Sitzposition seine Rolle. Beides vermittelt denselben sicheren Eindruck.

Fehler 3: Hektische Bewegungen – vom Fußwippen bis zum klingelnden Handy

Auch kleine, hektische Bewegungen sind Teil deiner Körpersprache im Bewerbungsgespräch – und sie verraten deine Nervosität. Fußwippen, Zucken, Stiftklicken: Solche Übersprungsbewegungen passieren unbewusst. Sie können genau dann alles zerstören, wenn das Gespräch inhaltlich gut läuft. Dein Gegenüber kann danach selten benennen, was gestört hat. Es bleibt nur ein schlechtes Bauchgefühl zurück, obwohl deine Antworten stark waren.

Die Lösung: Gib deinen Händen eine unauffällige Aufgabe. Nimm sie zusammen und knete sie leicht, wenn du dich beruhigen musst. Das wirkt deutlich ruhiger als jede hektische Bewegung. Ein Klassiker ist außerdem das klingelnde Handy. Wer dann hektisch in der Tasche kramt, verspielt sofort seinen souveränen Eindruck. Ruhig bleiben ist die bessere Strategie. Zieh das Handy gelassen heraus und stell es auf lautlos. Danach entschuldigst du dich kurz. Der Hinweis, dass noch der Wecker aktiv war, löst die Situation nämlich elegant. Dieselbe Situation wirkt dann plötzlich ganz anders. Es kommt also nicht darauf an, dass nie etwas schiefgeht. Sondern darauf, wie du reagierst, wenn etwas passiert. Genau diese Gelassenheit nehmen die Interviewer mit nach Hause. Es gibt nämlich einen Effekt, den Christopher Funk aus vielen Gesprächen kennt. Das Interview lief super, die Antworten saßen – und trotzdem bleibt ein komisches Gefühl zurück. Oft liegt das genau an solchen hektischen Bewegungen. Denn deine Körpersprache spricht lauter als deine Worte.

Fehler 4: Die geschlossene Körperhaltung – so wirkst du offen und sympathisch

Eine geschlossene Körperhaltung ist einer der häufigsten Körpersprache-Fehler im Interview überhaupt. Verschränkte Arme, ein tiefes Zurücklehnen, verschränkte Beine: All das macht dich „dicht“. Dein Gegenüber liest daraus Abwehr, Unsicherheit oder Desinteresse – auch wenn du inhaltlich voll dabei bist. Manche Bewerber vergrößern den Abstand zusätzlich und rücken immer weiter von ihrem Gesprächspartner ab. Das verstärkt den Eindruck nur. Ein verwandter Fehler ist das Sich-klein-Machen. Manche ziehen die Schultern hoch und nehmen möglichst wenig Platz ein. Auch das signalisiert Unsicherheit, denn wer selbstbewusst ist, nimmt Raum ein. Genau das darfst du im Bewerbungsgespräch.

Die Alternative ist simpel: Öffne dich. Lehne dich leicht nach vorn, statt dich zurückzulehnen, und lass die Arme locker. Wenn du sie kurz verschränkst, ist das kein Drama. Löse die Haltung aber nach ein paar Sekunden wieder auf, denn entscheidend ist der Grundzustand. Dazu kommt ein Signal, das viele unterschätzen: das Lächeln. Wer ab und zu freundlich lächelt, verändert die Stimmung im Raum spürbar. In Kombination mit regelmäßigem Blickkontakt entsteht eine offene, sympathische Ausstrahlung. Und genau diese Ausstrahlung bleibt am Ende in Erinnerung – nicht der eine unsichere Moment zwischendurch.

Profi-Tipp: So setzt du Körpersprache im Bewerbungsgespräch bewusst ein

Der Profi-Tipp von Christopher Funk lautet: Nutze deine Hände aktiv, um deine Worte zu unterstützen. Wer beim Erzählen gestikuliert, wirkt automatisch sicherer, und seine Sprache klingt lebendiger. Ein Beispiel aus der Folge: Statt nur zu sagen, dass dich dein Chef abends auf dem Parkplatz angesprochen hat, erzählst du die Szene lebendig. Mit Händen, Mimik und ein wenig Spannung. Der dunkle Parkplatz, der Schatten hinter dir, die Erleichterung, als du erkennst, wer da kommt. Dieselbe Information, aber mit deutlich mehr Wirkung. Genau so überzeugst du im Gespräch, denn du lieferst nicht nur Fakten, sondern ein Bild.

Wichtig ist dabei die Dosis. Übertriebenes Gestikulieren lenkt ab und wirkt aufgesetzt. Setze deine Hände gezielt ein, etwa um Richtungen, Größen oder Abläufe zu zeigen. Und auch das lässt sich üben: Erzähl deine wichtigste Geschichte einmal laut, bis die Gesten natürlich sitzen. So verbindest du Inhalt und Körpersprache im Bewerbungsgespräch zu einem runden, authentischen Auftritt. Der Unterschied wird deutlich, wenn du beide Varianten vergleichst. Reine Informationen klingen wie eine Ansage vom Band. Eine Geschichte mit Gestik dagegen bleibt hängen. Dein Gegenüber erinnert sich am Ende nicht an jede Zahl, sondern an das Bild, das du gemalt hast. Wer das beherrscht, wirkt nicht nur sicher. Er überzeugt auch deutlich stärker als jemand, der nur seine Informationen abspult.

Für wen ist diese Folge?

Die Folge richtet sich an alle, die bald ein Bewerbungsgespräch oder Vorstellungsgespräch vor sich haben. Berufseinsteiger profitieren genauso davon wie erfahrene Jobwechsler, die nach Jahren wieder in Interviews sitzen. Auch wer ein Online-Interview führt, nimmt etwas mit, denn Blickkontakt und Gestik wirken vor der Kamera genauso. Und wer selbst Bewerber interviewt, bekommt ein Gespür dafür, welche Körpersignale wirklich etwas bedeuten. Kurz: Wer sicher auftreten und den ersten Eindruck bewusst gestalten will, ist hier richtig.

🎧 Jetzt reinhören

Die komplette Folge findest du auf VertriebsFunk, Spotify und überall, wo es Podcasts gibt. Hör sie dir vor deinem nächsten Termin an. Hör rein, bevor dein nächster Termin ansteht, und check dich einmal selbst: Wie ist dein Händedruck, dein Blickkontakt, deine Haltung? Tiefer ins Thema geht es mit dem Körpersprache-Experten Stefan Verra. Seine Episode Das Geheimnis meines Erfolges lohnt sich für alle, die mehr über Körpersprache lernen wollen.

Hinweis: PDFs, Kurse, Coachings und Produkte, welche im Podcast/Video erwähnt werden, sind nicht mehr verfügbar.


Schon gehört?

Vielseitig und mega interessant

★★★★★

Ich habe Christopher zufällig in YouTube bei Themen um Karriere entdeckt und gesehen, das er ein sehr interessanten Podcast führt. Ich habe gleich abonniert, die Themen und Gäste sind wertvolle Inputs um erfolgreich im Job zu werden.

Auch für Nichtvertriebler ein Muss

★★★★★

Obwohl ich nicht im Vertrieb arbeite, habe ich megaviel für meinen Job als Ingenieur und auch übers Leben allgemein gelernt.

Inhalte können viele, aber der Funk sendet auch gut rüber

★★★★★

Ich hege Interessen am Vertrieb, aber meine bisherigen Aufgaben beinhalteten maximal Berührungspunkte mit Pre-Sales. Zu dem Podcast bin ich vor wenigen Wochen gekommen und bereits nach wenigen Folgen habe ich entschlossen, ihm von Anfang an zu hören. Jede Folge ist wie eine Booster-Impfung. Besonders gefällt mit die Themenvielfalt, es wird nicht langweilig.


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Personen in der Folge:

Transkript anzeigen

Dieses Transkript wurde maschinell erstellt und entspricht dem Inhalt der Audioepisode. Es kann kleinere Fehler enthalten.

[00:00:16 - 00:09:20] | Christopher Funk
Man sagt: Körpersprache ist zu sieben Prozent das, was du sagst, und zu 93 Prozent das, wie du es sagst. Körpersprache spricht auch, wenn du keinen Ton sagst. Und manchmal sagt sie Dinge, die du gar nicht sagen willst. In diesem Video zeige ich dir die fünf häufigsten Körpersprache-Fehler im Interview, die vielleicht aussagen, dass du unsicher, arrogant oder sogar desinteressiert bist. Und ich zeige dir genau, wie du diese Fehler vermeidest. Oft drücken wir über Körpersprache unbewusst Unsicherheit aus, und das wollen wir nicht. Wir wollen im Interview erstmal grundsätzlich sicher wirken.

So, und der erste Punkt, der immer wieder vorkommt, ist das Thema Blickkontakt. In dem Moment, wo wir die Augen abwenden, wo wir zu Boden gucken oder wegschauen, wirken wir unsicher. Und es ist für viele Menschen schwierig, anderen Menschen länger in die Augen zu gucken. Das verstehe ich auch. Aber es gibt hier einen richtig guten Trick, den du natürlich im Interview auch anwenden kannst. Du musst die Leute auch nicht ständig angucken, bis dir die Augen tränen. Aber du musst immer regelmäßig Blickkontakt aufnehmen. Und das Einfachste, was du machen kannst, der beste Trick hier, ist: Du schaust den Leuten in die Mitte vom Gesicht. Du musst nicht unbedingt direkt in die Augen schauen, sondern du kannst die Nasenspitze anvisieren. Und immer regelmäßig, gerade wenn der andere was sagt, wenn du ihn ansprichst, wenn du antwortest, immer wieder auf die Nasenspitze gehen, diese Nasenspitze fixieren. Das wirkt automatisch sicherer. Ein ganz einfacher, schneller Trick, den du immer im Interview anwenden kannst.

Und das Nächste, was dann normalerweise kommt, wenn du nicht gerade in der Pandemie steckst oder sonst im Online-Interview unterwegs bist, ist der Händedruck. Und das, was auf jeden Fall unsicher wirkt, ist ein unsicherer, ein schwacher Händedruck. Also wenn du nur ganz leicht zugreifst, wenn du nur hier vorne die Hand greifst, also die Spitzen, das ist einfach nicht gut. Du musst sicherstellen, dass dein Händedruck kräftig ist, sicher wirkt, aber natürlich auch nicht zu fest. Du willst ja niemanden in die Hand quetschen. Wie war das? Idealerweise suchst du dir einen Menschen deines Vertrauens und übst mit dem oder lässt dir erstmal Feedback geben: Wie ist mein Händedruck? Und der Händedruck ist idealerweise so, dass du die Hand natürlich nicht hier vorne greifst, das ist sehr unangenehm, das wirkt doch immer labberig, sondern du willst auf jeden Fall, dass die Hände hier zusammenkommen und du sofort zudrückst. Dann hast du hier oben eine Hand, drückst zu an der Handwurzel. Da kannst du ruhig auch ein bisschen fester zudrücken, das ist auch nicht so unangenehm, als wenn du das hier machst. Und wenn du selbst unsicher bist, ob du das richtig gut machst, dann übe das. Such dir einen, mit sich selber üben ist ja ein bisschen schwierig, such dir einen Menschen deines Vertrauens und übe, bis du sagst: Okay, das ist ein Händedruck, der kräftig genug ist, um deine Selbstsicherheit auszudrücken.

Hier noch zwei kleine Tricks. Heutzutage ist es ja nicht mehr immer üblich, dass dir jemand die Hand gibt, gerade jetzt nach Corona und so weiter. Manchmal machen die Leute das nicht mehr. Es ist auch blöd, wenn du dann reinkommst, die Hand ausstreckst und alle anderen machen das nicht. Das heißt: Wenn jemand auf dich zukommt, dann warte auf die Sekunde, dass er anfängt, die Hand auszustrecken. Und in dem Moment kannst du ja dann den Händedruck erwidern. Und wenn du das Gefühl hast: Ich bin besonders nervös, meine Hände sind schwitzig, dann kannst du quasi, bevor du die Hand ausstreckst, noch mal ganz kurz hier an der Hose vorbeistreifen. Und hast dadurch dann auch einen trockenen und selbstsicheren Händedruck.

Nehmen wir als Beispiel: Du kommst in das Interview rein und hast aber vergessen, dein Handy auf lautlos oder auf Flugmodus zu stellen. Und dein Handy fängt an zu klingeln, vielleicht ist es auch nur der Wecker, den du dir gestellt hast, damit du pünktlich zum Interview kommst. Und du fängst dann hektisch an zu gucken: Mein Handy klingelt, wo ist es, wo ist es? Ziehst du es raus und stellst es ab. Das wirkt sofort nervös. Wenn du dir aber sagst: Ich werde auf jeden Fall ruhige Bewegungen machen, und dein Handy fängt an zu klingeln, dann kannst du dein Handy ganz ruhig aus der Tasche ziehen, auf lautlos stellen, wieder zurücktun. Vielleicht entschuldigst du dich noch: Sorry, ich hatte den Wecker noch gestellt für das Interview. Und es wirkt plötzlich ganz anders.

So, und der zweite Tipp, den du auf jeden Fall beachten solltest zum Thema Bewegung und Geschwindigkeit: Vermeide überflüssige Bewegungen. Also viele Menschen wackeln mit den Füßen oder zucken so ein Bisschen oder nehmen ihren Kugelschreiber und klicken damit rum. Das sind alles Sachen, die automatisch Unsicherheit ausdrücken. Also versuche, diese Sachen zu vermeiden. Wenn du sagst: Okay, ich muss mit meinen Händen irgendwas machen, dann kannst du zum Beispiel auch die Hände zusammennehmen. Ja, so kannst du sie vielleicht ein Bisschen kneten, ohne auffällig zu sein, um deine Nervosität so ein Bisschen runterzufahren. Aber besser, als wenn du irgendwelche hektischen Bewegungen machst. Das wirkt halt immer unsicher und macht meistens auch die anderen nervös. Und es ist halt oft so: Kann sein, das Interview ist super gelaufen, du hast perfekte Sachen gesagt. Aber der andere geht raus und sagt: Irgendwie habe ich kein gutes Gefühl. Und das kommt oft aus diesen Gesten und der Mimik, die etwas anderes ausdrücken, als du über deinen Mund kommunizierst.

Fehler Nummer vier: Das ist eine geschlossene Körperhaltung. Ja, das heißt, du machst dich dicht. Du verteidigst dich quasi schon mit deinen Armen, du lässt niemanden an dich ran. Das wirkt halt einfach unsympathisch. Es gibt Leute, die sitzen im ganzen Interview so da. Und du kannst auch noch mal, wenn du sagst: Hey, ich will mich schützen, dann gehst du natürlich nicht nach vorne, sondern du gehst noch weiter nach hinten. Ja, du nimmst noch mehr Abstand. Und das wirkt halt einfach abwehrend, unsicher. Das heißt: Schau einfach, dass du diese Körperhaltung vermeidest. Ja, auch manche verschränken dann noch die Füße, versuchen sich maximal zuzumachen. Das wirkt halt einfach unsympathisch. Du willst offen auf die Menschen zugehen. Und du kannst ruhig mal die Arme verschränken, aber halt nur mal für ein paar Sekunden, und dann machst du die Arme wieder auf. Aber eine offene Körperhaltung wirkt halt viel sympathischer. Wenn du es dazu noch schaffst, ab und zu mal zu lächeln, Blickkontakt hatte ich schon gesagt, dann kommt eine ganz andere Stimmung rüber, als wenn du die ganze Zeit so dasitzt.

Und der fünfte Tipp, das ist der Profi-Tipp, ist: Du benutzt auch deine Hände, um sprachlich etwas auszudrücken. In dem Moment, wo du deine Hände einsetzt, also gestisch auch nutzt, wirkst du natürlich automatisch sicher, und deine Sprache wirkt deutlich lebendiger. Ja, also wenn du eine Situation beschreibst, die vielleicht in der Firma kritisch war, dann kannst du das natürlich auch ein Bisschen mimisch und gestisch unterstützen. Und das wirkt gleich viel lebendiger, viel authentischer, als wenn du halt sagst: Ja, da ging ich abends über den Parkplatz, und dann kam mein Chef auf mich zu, und er sagte: Chris, du musst das Projekt übernehmen. Okay, damit hast du die Information rübergebracht. Aber wenn du sagst: Ich ging nachts über den Parkplatz, und plötzlich sah ich hinter mir einen Schatten. Und ich dachte schon, ich wäre sicherlich der Einzige, dem es passiert, dass er nachts auf dem Firmenparkplatz überfallen wird. Aber letztendlich war es dann doch mein Chef, der auf mich zugekommen ist, und er sagte: Chris, du musst uns helfen, wir haben ein Problem. Und du siehst schon: Dadurch, dass ich das unterstützt habe und so ein Bisschen die Geschichte auch mit meiner Körperbewegung, meiner Körperhaltung mit erzählt habe, wirkt es viel lebendiger, viel authentischer. Das musst du natürlich dosiert einsetzen. Aber auch das kannst du üben und natürlich ganz gezielt einsetzen. Und so wirkst du natürlich viel authentischer, viel ganzheitlicher, als wenn du nur die Informationen auf der Tonspur rüberbringen kannst.

So, jetzt sagst du bestimmt: Ja toll, hat er mir diese fünf Sachen gesagt. Aber in dem Moment, wo ich in das Firmengebäude eintrete, bin ich ein einziges Nervenbündel. Da habe ich sowieso alles vergessen, was der Funk mir erzählt hat, und dann mache ich sowieso alles falsch. Ja, das kann ich gut verstehen. Niemand hat besonders Spaß daran, zum Vorstellungsgespräch zu gehen, es ist eine Ausnahmesituation. Aber auch hier gibt es absolut bewährte Techniken, teilweise auch aus dem Militärbereich, wo es ja auch schon mal sehr hektisch zugehen kann und man Angst haben kann, teilweise aber auch wissenschaftlich belegt, wie man seine Nervosität vor dem Interview, teilweise sogar während des Interviews, runterregeln kann. Da gibt es ein paar Techniken, die sehr, sehr einfach sind und die du sofort anwenden kannst. Welche Techniken das sind und wie sie funktionieren, das verrate ich dir in meinem aktuellen Video. Das verlinke ich dir unten in der Beschreibung und natürlich in den Show Notes vom Podcast.