Job wechseln? Stell dir zuerst diese Fragen!


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Job wechseln ist eine der größten Entscheidungen im Berufsleben – und die meisten treffen sie aus dem Bauch heraus. Du kommst abends nach Hause, fühlst dich leer und denkst: Das macht alles keinen Sinn mehr. Damit bist du natürlich nicht allein. Doch viele machen jetzt einfach irgendetwas, nur um wegzukommen. Sie landen oft in einer Situation, die schlimmer ist als die alte. Es gibt eine gut erprobte Methode, den Wechsel zu planen: Stell dir vorher drei Fragen ehrlich. Sie entscheiden, ob dein nächster Job dich nach oben bringt oder nur seitwärts.
Warum dieses Thema?
Ein Jobwechsel ist ein Karriereschritt, der aufwärts, seitwärts oder nach unten führen kann – entscheidend ist, wie du ihn vorbereitest. Zudem wollen viele Menschen unbedingt etwas Neues. Doch sie machen entscheidende Fehler: Sie bewerben sich mit reiner Weg-von-Motivation. Wohin sie eigentlich wollen, wissen sie oft gar nicht. Strategisch ist das, als würde man von einem sinkenden Floß springen – ohne zu wissen, wo das Ufer liegt. Man ist das Wasser los – aber nicht unbedingt gerettet.
Ein typischer Fehler: Zeitdruck und Verzweiflung treiben Menschen zum erstbesten Job. Wenig später stehen sie vor denselben Problemen – nur mit anderen Namen. Bewerbungen mit reiner Weg-von-Motivation sind selten gute Entscheidungen. Deshalb gehört zu jedem Jobwechsel zuerst eine ehrliche Bestandsaufnahme: Was genau stört mich? Was kann ich ändern? Und wo will ich überhaupt hin?
Die drei Fragen sind simpel: Erstens, wohin will ich – nicht nur, wovon weg? Zweitens, habe ich Change versucht, bevor ich Leave wähle? Drittens, welches Stärken-Muster zieht sich durch mein Leben? Hinzu kommen zwei mächtige Werkzeuge: mehrere Optionen entwickeln und das eigene Netzwerk aktivieren. Am Ende steht kein Bauchgefühl, sondern ein Plan.
Dabei ist der Arbeitsmarkt heute so offen wie nie zuvor. Im Mittelalter blieb man, was der Vater war – heute kannst du Branchen, Rollen und Umgebungen frei wählen. Statistisch gehören fünf bis zehn Jobwechsel zu jedem Berufsleben, sie sind also der Normalfall, nicht die Ausnahme. Aber gerade weil wir öfter wechseln, sollten diese Wechsel möglichst gut geplant sein. Wer Job wechseln will, braucht kein Karriereprofi zu sein. Drei Fragen reichen aus. Aus dem Gefühl „ich will raus“ wird so eine echte Karriereentscheidung: mit Ziel, Strategie und Zeitplan.
Das lernst du in dieser Folge
Wohin willst du – statt nur weg?
Wer Job wechseln will, kennt meist genau, wovon er weg will: den Chef, das Team, die Aufgaben. Doch das reicht nicht. Die erste und wichtigste Frage lautet: Wo will ich eigentlich hin? Nur wegzuwollen ist eine Burning-Platform-Motivation – wenn die Ölplattform brennt, denkst du nicht nach, du springst ins Wasser. In einem wirklich toxischen Umfeld, in dem du krank wirst, ist genau das richtig. Da lohnt kein Nachdenken. Da musst du springen.
Aber in den allermeisten Fällen brennt die Plattform nicht. Dann hast du immerhin Zeit. Zeit für die Schwimmweste, das Rettungsboot und vor allem für die Kursbestimmung: In welche Richtung will ich ablegen? Genau diese Frage überspringen die meisten. Ein bewährtes Modell hilft bei der Einordnung: Love it, change it or leave it. Ist dein Job gut, bleibt alles so. Ist er schlecht, versuchst du zuerst, ihn zu verändern.
Change bedeutet: ein Konfliktgespräch mit dem Chef führen, den Betriebsrat einschalten, Aufgaben umgestalten oder die Rahmenbedingungen ansprechen. Viele scheuen genau diesen Schritt und sagen lieber: „Dann gehe ich eben woanders hin.“ Doch wer die Konfrontation vermeidet, nimmt seine Konflikte mit. Beim nächsten Arbeitgeber warten oft dieselben Themen. Erst wenn du Veränderung ehrlich versucht hast oder zumindest eine Perspektive erkennst, wird Leave zur richtigen Wahl. Bis dahin gilt: nicht springen, sondern verhandeln.
Durchhalten oder springen? Der Bootcamp-Test
Ein zweiter Check verhindert überstürzte Kündigungen: der Bootcamp-Gedanke. Manche Phasen im Job sind einfach hart – aber sie haben ein festes Ende und eine echte Perspektive. Drei Monate Grundausbildung, ein Projekt mit Deadline, die Führerscheinprüfung nächste Woche. Wer kurz vor dem Ziel aufgibt, erreicht die nächste Stufe nie. Prüfe deshalb vor jedem Wechsel ehrlich: Ist das eine Phase, die ich durchhalten kann? Kommt danach etwas Besseres? Oder ist es ein Dauerzustand ohne Aussicht?
Der Navy-Seal-Offizier Jocko Willink beschreibt das für die berüchtigte Hell Week. Das ist die Qualifizierungswoche zum Navy SEAL. Das Einzige, was dich dort rauswirft, ist aufzugeben. Alles andere übersteht man – die Frage ist nur, ob man das Aufgeben als Option zulässt. Übertrage das konkret auf deinen Job: Läuft deine Grundausbildung nächste Woche aus? Dann ist Aufgeben nämlich die teuerste Entscheidung, die du treffen kannst. Ist das Ganze dagegen ein Dauerzustand, der den Bach runtergeht, dann ist der Wechsel die richtige Antwort. Die Unterscheidung zwischen durchhalten und gehen entscheidet über die Qualität deines nächsten Karriereschritts.
Welches Stärken-Muster zieht sich durch dein Leben?
Die dritte Frage führt zu deinem Muster: Was kannst du besonders gut? Was macht dir Spaß? Wobei kommen Menschen zu dir und fragen dich um Rat? Schau dafür nicht nur auf den Job – sondern auf dein ganzes Leben. Gartenarbeit, Verein, Sport, Familie, Kochen: Überall zeigen sich Muster, die sich durch deine Geschichte ziehen. Konkrete Fragen helfen: In welchen Dingen bin ich besonders gut? Wobei hören mir Leute zu? Wobei bin ich beliebt? Wobei habe ich außergewöhnlich gute Ergebnisse erzielt?
Oft fällt das Beantworten schwer, weil niemand gern über sich selbst spricht. Dann dreh die Frage um: Was will ich auf keinen Fall mehr? Menschen wissen meist sehr genau, was sie nicht wollen – und das ist ein wertvoller Filter. Vielleicht kommen dabei sogar verrückte Ideen heraus, wie der Traum vom Kapitän. Auch die sind nützlich. Sie zeigen die Richtung, in die dein Muster dich zieht. Und ob sich ein Schritt dahin lohnt.
Stell dir dein Leben wie eine Kunstausstellung vor: Jedes Werk – jeder Job, jede Station – stammt aus deiner Hand. Ein Kurator erkennt in der Ausstellung ein Muster, das dem Betrachter sonst verborgen bleibt. Du bist dieser Kurator deiner Karriere. Was würdest du tun, wenn du nicht scheitern könntest? Solche Fragen öffnen den Raum der Möglichkeiten. Er ist heute größer als je zuvor. Es wäre fast eine moralische Pflicht, diese Freiheit zu nutzen. Und falls du noch unsicher bist, ob du wechseln sollst: Das stärkste Bild dieser Folge hilft. Ein Bonsai bleibt klein, weil der Topf klein ist. Nicht weil er nicht wachsen könnte. Sobald er umgepflanzt wird, wird daraus ein ganz normaler Baum. Manchmal braucht es eben eine neue Umgebung, um zu wachsen.
Warum Erfahrung dein stärkster Hebel beim Jobwechsel ist
Beim Wechsel denken viele eindimensional: gleicher Job, andere Firma. Doch wenn sich nur die Schreibtischfarbe ändert, wirst du schnell wieder unzufrieden. Sinnvoller ist ein Branchenwechsel mit bleibender Rolle – zum Beispiel die Arzthelferin, die auf einem Schiff für den Schiffsarzt arbeitet. Gleiche Fähigkeiten, gleiche Aufgaben im Kern, aber eine komplett andere Umgebung – das kann ausreichen, um neu zu wachsen. Der schwierigste Fall ist dagegen der Doppelwechsel: anderer Job in einer anderen Branche. Wer von der Arzthelferin zum Schiffsmechaniker wechselt, bringt fast nichts mit und fängt bei null an.
Der stärkste Hebel: Berufserfahrung in einen neuen Job bringen. Die OP-Schwester wechselt in den Vertrieb und verkauft OP-Besteck. Sie kennt Kunden, Branche und Nöte der Patienten aus eigener Erfahrung. Besser als jeder Quereinsteiger. Sie folgt weiterhin ihrer Mission, Menschen zu helfen – nur ohne Schichtdienst, mit besseren Konditionen. Solche Moves funktionieren nachweislich am besten. Entwickle deshalb nicht eine, sondern drei konkrete Optionen. Die Arzthelferin könnte aufs Schiff, in den Vertrieb für OP-Besteck oder in eine Privatklinik wechseln. Drei Optionen bedeuten drei unterschiedliche Suchstrategien, drei Trefferlisten und eine verdreifachte Chance auf den passenden Job.
Netzwerk nutzen: 85 % der Jobs entstehen über Kontakte
Der letzte Baustein ist dann dein Netzwerk. Rund 85 Prozent der Jobs werden über persönliche Kontakte vergeben – nicht über Jobbörsen. Geh deine Kontakte systematisch durch: Schule, Ausbildung, Studium, frühere Jobs, aber auch Lieferanten, Kunden, Sportverein, Gemeinde oder der letzte Urlaub. Manchmal reicht schon ein Blick in die WhatsApp-Kontakte. Gerade entfernte Bekannte helfen oft mehr als beste Freunde, weil sie in einem ganz anderen Netzwerk leben.
Gib deinem Netzwerk eine konkrete Richtung: „Ich plane einen Wechsel und könnte mir Vertrieb oder eine Rolle auf einem Schiff vorstellen. Was hältst du davon?“ So denken deine Kontakte mit. Sie warnen dich vor Nachteilen oder öffnen Türen, an die du nie gedacht hättest. Bereits ein einziges Gespräch kann einen Wechsel anstoßen, den du selbst nie in Betracht gezogen hättest. Denn je mehr Menschen du einbeziehst, desto mehr Inspiration bekommst du. Und dann kommt der Faktor Zeit dazu: Wer in einer Woche einen neuen Job braucht, kann diese Instrumente nicht ausfahren. Wer sechs bis zwölf Monate Vorlauf einplant, macht einen Karrieremove, der trägt. Du steuerst deine Entwicklung aktiv. Statt dich treiben zu lassen.
Für wen ist diese Folge?
Diese Folge ist für alle, die unzufrieden im Job sitzen. Und über einen Wechsel nachdenken – zum ersten oder dritten Mal. Du bekommst einen klaren Rahmen für deine Entscheidung: mit Zielbestimmung, Ehrlichkeits-Check und Stärken-Analyse. Auch Berufseinsteiger profitieren, weil sie früh lernen, wie man Wechsel plant, statt sie überstürzt zu erleben.
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Die komplette Folge gibt’s auf VertriebsFunk, Spotify und überall, wo’s Podcasts gibt.
Hinweis: PDFs, Kurse, Coachings und Produkte, welche im Podcast/Video erwähnt werden, sind nicht mehr verfügbar.
Schon gehört?
Wann solltest du kündigen? Perfekter Jobwechsel erklärt — die passende Entscheidungs-Hilfe, wenn du kurz vor der Kündigung stehst.
Vielseitig und mega interessant
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Ich habe Christopher zufällig in YouTube bei Themen um Karriere entdeckt und gesehen, das er ein sehr interessanten Podcast führt. Ich habe gleich abonniert, die Themen und Gäste sind wertvolle Inputs um erfolgreich im Job zu werden.
Auch für Nichtvertriebler ein Muss
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Obwohl ich nicht im Vertrieb arbeite, habe ich megaviel für meinen Job als Ingenieur und auch übers Leben allgemein gelernt.
Inhalte können viele, aber der Funk sendet auch gut rüber
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Ich hege Interessen am Vertrieb, aber meine bisherigen Aufgaben beinhalteten maximal Berührungspunkte mit Pre-Sales. Zu dem Podcast bin ich vor wenigen Wochen gekommen und bereits nach wenigen Folgen habe ich entschlossen, ihm von Anfang an zu hören. Jede Folge ist wie eine Booster-Impfung. Besonders gefällt mit die Themenvielfalt, es wird nicht langweilig.
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[00:00:16 - 00:00:28] | Christopher Funk
Hast du manchmal das Gefühl, du bist im falschen Job, du willst eigentlich nur noch daraus, du kommst abends nach Hause und fühlst dich leer und denkst so, das macht alles keinen Sinn.
[00:00:29 - 00:02:46] | Christopher Funk
Damit bist du nicht allein. Aber viele Menschen machen jetzt dem Fehler, dass sie halt irgendwas machen, nur um da wegzukommen. Und oft führt sie das in Situationen, die noch schlimmer sind, als da, wo sie herkommen. Und es gibt aber eine relativ gute und einfache und gut erprobte Methode, wie du mit einfachen Fragen in die richtige Richtung voranschreitest und welche Fragen du dir stellen solltest und mit welcher Hilfe du vorwärts gehen solltest, darum geht es in dieser Folge. Sehr viele Menschen wollen unbedingt ihren Job wechseln, wollen unbedingt was Neues haben, aber sie machen entscheidende Fehler und landen dann eigentlich da, wo sie gar nicht hin wollten. Und damit dir das nicht passiert, habe ich für dich drei Fragen entwickelt, die du auf jeden Fall stellen solltest und die dir auch dabei helfen, die nächste Station so zu wählen, dass es für dich aufwärts geht, dass es in die richtige Richtung geht und nicht seitwärts oder nach unten. Und die erste Frage, die du dir immer stellen musst, ist okay, ich will ja von etwas weg, ich will meinen Job wechseln, aber wo will ich eigentlich hin? Viele Menschen machen den Fehler, wenn sie sich im Job weiter bewegen, wenn sie sich bewerben, dass sie ganz stark die ich will hier weg Motivation haben. Das kann ich auch verstehen, es gibt auch sehr, sehr viele Jobs, die richtig mies und schlecht sind, aber für einen richtigen Karrierefahrt, um den richtigen wechseln zu machen, ist das oft die falsche Motivation. Das heißt du brauchst diese Motivation, aber du brauchst auf jeden Fall noch eine zweite Motivation. Das ist der erste Tipp, den ich dir auf jeden Fall geben kann. Überleg nicht nur, wovon du weg willst, ich muss unbedingt was anderes machen, sondern überleg dir auch, wo will ich eigentlich hin? Also nicht nur ich muss jetzt von diesem Floß runterspringen, weil das Floß untergeht, sondern auch wo will ich denn idealerweise landen? Und es gibt ja natürlich unterschiedliche Optionen, man nennt das Burning Platform. Also wenn die Ölplattform brennt, dann denkt man nicht mehr nach, okay, wo kann ich dir nicht meinen Job finden, sondern du denkst nicht nach, du holst Luft und sprichst ins Wasser, um zu überleben, um da einfach wegzukommen. Das ist oft, wenn das Arbeitsumfeld komplett toxisch ist, wenn du merkst, hey, ich werde krank dabei, wenn es einfach nicht mehr geht.
[00:02:47 - 00:11:23] | Christopher Funk
Das ist auf jeden Fall was, wo du sagst, okay, lohnt sich nicht nachzudenken, bringt nix, ich muss jetzt springen. Aber in den allermeisten Fällen ist es nicht so. In den allermeisten Fällen gibt es schon Zeit, sich nochmal nachzudenken, sich eine Schwimmweste anzuziehen, das Rettungsboot klar zu machen und den Kurs zu bestimmen, in welche Richtung will ich denn jetzt von dieser Plattform ablegen? Und bevor du dich entschließt abzuspringen, hier noch zwei wichtige Hinweise von mir. Das erste Hinweis ist, man sagt immer, wenn du in einer Situation drin bist, überleg dir love it, change it or leave it. Das heißt entweder es ist alles gut, dann kann es so bleiben. Wenn es nicht gut ist, kann ich es ändern. Muss ich mit einem Kollegen reden, muss ich mit dem Betriebsrat reden, muss ich mit meinem Chef reden. Kann ich andere Sachen tun, um mit was zu verändern? Viele Menschen springen eigentlich zu früh und haben gar nicht versucht etwas zu verändern. Also oft muss man halt mal in den Konfliktgespräch reingehen, wenn man das Gefühl hat, man wird nicht gut behandelt, man ist nicht in der richtigen Position drin, irgendwas stimmt nicht. Aber sehr, sehr oft kann man diese Situation auch verändern. Man kann die Umstände ändern, indem man versucht daran zu arbeiten. Viele Menschen scheuen sich dann hier in den Konflikt rein zu gehen und sagen, dann gehe ich lieber woanders hin. Aber dort wirst du wahrscheinlich dieselben Konflikte wieder erleben. Deswegen immer auch überlegen, habe ich changed versucht, habe ich versucht die Situation zu verändern. Und erst wenn du siehst, ich schaffe es nicht, obwohl ich es versucht habe, die Situation zu verändern oder zumindest mir eine Perspektive aufzubauen. Erst dann gehen wir auf Leavitt und springen ab. Und der zweite Gedanke, den ich dir mitgeben will, ist der sogenannte Bootcamp-Gedanke. Es gibt ja immer Phasen im Job, wo man einfach sagt, das ist jetzt einfach schlecht, aber ich muss da durch. Und wenn ich da durch bin, dann wird es besser, dann komme ich eigentlich dahin, wo ich hin möchte. Also das ist klassisch, wenn du irgendwo beim Militär in der Grundausbildung bist und sagst, okay, ich muss jetzt diese drei Monate durchhalten, danach wird es besser. Das ist jetzt halt schwierig. Aber wenn die drei Monate rum sind, da gibt es ein festes Datum, da gibt es eine Perspektive, dann gehe ich daraus. Also Jocko Willing zum Beispiel, ein Hochdecorierter Navy Seal-Officier, hat man von der Hell Week gesagt, dass es so die Qualifizierungswoche, die du brauchst, um zum Navy Seal zu werden, er hat da eigentlich nie die Befürchtung, dass er diese Hell Week nicht besteht. Weil das einzige, was in der Hell Week dich rausschmeißt, ist, wenn du sagst, ich gebe auf. Und das war für ihn eine Option. Deswegen überlegt nochmal, okay, geht es jetzt hier um etwas durchzuhalten, um auf die nächste Stufe zu kommen? Oder es ist einfach ein Dauerzustand oder geht das Ganze eh den Bach runter? Das ist ganz wichtig, hier nochmal zu überlegen. Viele Menschen springen auch zu früh, weil in nächster Woche endet die Grundausbildung, aber du gibst jetzt auf. Und das bedeutet, oder die Führerscheinprüfung ist nächste Woche, aber du gehst nicht hin. Also wirst du niemals die nächste Stufe erreichen. Das macht auch immer Sinn, sich nochmal darüber Gedanken zu machen, bevor du dich entschließt zu sprehen. Wenn du jetzt aber weißt, okay, ich werde demnächst springen müssen oder auch ich muss mir eine neue, ich muss mir eine Karriereperspektive aufbauen. Wir wissen ja heute, die Karrieren, die sich jetzt nur in einem einzigen Job, in einem einzigen Unternehmen abspielen, das ist mittlerweile eher Seltenheit. Also wir sprechen heute schon rein statistisch von fünf bis zehn Jobwechseln, die mindestens innerhalb eines Berufsleben stattfinden. Das heißt, das gehört eigentlich auch mit dazu. Das gehört zur Karriere mit dazu. Aber deswegen, gerade weil wir jetzt auch mehrere Wechsel haben, sollten diese Wechsel auch möglichst gut geplant sein. So, und ein Tipp, den ich dir hier für mitgeben kann, ist immer, sich zu überlegen, okay, was ist eigentlich mein stärken Muster? Und das Muster, das muss jetzt nicht nur sein, das, was du im Job getan hast, sondern wenn du dein gesamtes Leben betrachtest. Was, welche Dinge machen wir Spaß? In welchen Dingen bin ich besonders gut? In welchen Dingen kommen Menschen zu mir und fragen mich um Rats? In welchen Dingen kommen Leute zu mir und hören mir zu? In welchen Dingen bin ich beliebt? In welchen Dingen habe ich erziehlich besonders gute Ergebnisse? Das kann Gartenarbeit sein, das kann was im Verein sein, das kann was Sportliches sein, was kann was in der Familie sein, das kann ein Kochtalent sein, das kann alles möglich sein, aber einfach mal lernen, okay, was sind eigentlich die Muster, die sich durch mein Leben zieht? Und oft fällt das Menschen schwer, die sagen, ach, mir macht da eigentlich gar nichts so richtig Spaß. Ja, dann kann man nochmal vielleicht andersrum hingehen, das, nochmal einen Schritt zurückgehen und sagen, okay, was will ich auf keinen Fall? Also die Leute wissen sehr oft, was sie nicht wollen, aber rauszufinden, was ich wirklich will, das ist deutlich schwieriger. Deswegen ist immer die Frage, was ist das Muster? Also es gibt zum Beispiel auch Karriereberater, die sagen, hey, wenn du mal auf dein Leben guckst, dann ist das so eine Art Kunstausstellung, ja, mit unterschiedlichen Werken. Da gibt es natürlich Fühlwerke, die anders aussehen, als das die Mittelwerke oder die späteren Werke. Es gibt Bilder, es gibt vielleicht Fotografien, aber es ist alles aus der Hand von dir, aus deinem Künstlerhänden entstanden. Und es gibt auch ein Muster. Ja, und Kuratoren arbeiten daran, diese Muster zu erkennen und solche Ausstellungen so zu organisieren, dass das Muster erkennbar ist. Und das ist genau deine Aufgabe, wenn du deine, ja, deine Karriere zur Kunst machen willst, das Muster herauszuarbeiten und zu finden, okay, was ist jetzt eigentlich der nächste Raum, die nächste Station, die für mich jetzt ansteht? Ich gebe dir jetzt gleich drei sehr konkrete Tipps, wie du dir eine ganz konkrete Karriereperspektive aus diesem Muster erarbeiten kannst. Aber vorher möchte ich noch was zur Inspiration, zum drüber nachdenken, zwei Fragen an die Hand geben. Die eine Frage ist, was würdest du tun, wenn du alles tun könntest? Oder auch anders, was würdest du tun, wenn du nicht scheitern könntest? Und daher geben sich manchmal sehr, sehr spannende Ideen von Menschen, die gesagt haben, ich wollte eigentlich immer mal Kapitän werden, zum Beispiel. Also es kommen ganz verrückte Ideen raus, da kann man auch überlegen, okay, macht es Sinn, das weiter zu verfolgen? Da gebe ich dir gleich nochmal drei konkrete Tipps. Aber da mal den Raum der Möglichkeiten, der Raum ist ja heutzutage so groß wie nie. Im Mittelalter hattest du nicht die Chance, oder musstest du das machen, was dein Vater gemacht hat, was deine Eltern gemacht haben, wenn überhaupt? Oder was dir dein Lähnster gesagt hat, heutzutage hast du diese Möglichkeiten und deswegen sind wir eigentlich auch verpflichtet, finde ich moralisch verpflichtet, indem wir so ein freien Land leben, diese Möglichkeiten auch für uns zu nutzen. So, wir wissen also Veränderungen gehört mit dazu und oft brauchen wir auch eine andere Umgebung, um uns entwickeln zu können, um wachsen zu können. An Bonnensei bleibt er nicht so klein, weil er so klein geboren ist, sondern Bonnensei kann nicht wachsen. So habe ich mal gehört, weil der Topf so klein ist, indem er ist. Sobald ein Bonnensei den größeren Topfpflanzt oder Auspflanzt, wird das zu einem ganz normalen Baum, er konnte sich aber nicht entwickeln, weil die Umgebung einfach nicht gepasst hat. Vielleicht das nochmal als kleinen Gedanken für dich. So, wenn ich jetzt überlege, wo will ich mich denn als nächstes auspflanzen, wo möchte ich wachsen? Dann denken wir sehr oft eindimensional. Wir sagen ja, ich mache jetzt denselben Job bei einer anderen Firma in derselben Branche. Ja, das gehört uns oft nicht weiter, weil sehr oft die Arbeitsumgebungen gar nicht so unterschiedlich sind von Unternehmen zu Unternehmen und plötzlich siehst du dich an einem Schreibtisch, der vielleicht eine andere Farbe hat, aber alles andere ist eigentlich relativ ähnlich und du überlegst dir, wie konnte ich hier nur landen. So, das ist die eine Option, die man natürlich machen kann, wenn es eine andere Arbeitgeber ist mit netteren Leuten, mit anderen Perspektiven, ist das auch eine Option. Die andere Option ist natürlich zu sagen, ich mache einen ähnlichen Job, ich wechsel aber zum Beispiel die Branche. Also, nehm mal das Bild, du bist Arzthelfer und du kannst jetzt natürlich in eine andere Arztpraxis gehen, aber in den allermeisten Fällen wird sich dann nicht groß was ändern, aber Arbeitsalltag, an der Art der Kollegen, an der Art, wie die Ärzte mit dir umgehen, das wird relativ ähnlich sein. Aber stellen wir mal vor, du wirst Arzthelferin auf einem Schiff, Arzthelferin von einem Schiffarzt. Merkst du was das macht? Es ist eine andere Branche, eine andere Umgebung und es wird auf jeden Fall auch ein anderer Beruf sein, also sich da mal Gedanken zu machen, in welche Richtung das gehen kann.
[00:11:24 - 00:12:19] | Christopher Funk
Das schwierigste, was du immer machen kannst, ist, einen anderen Job in einer anderen Branche zu machen. Also, wenn du sagst, ich bin jetzt ein Arzthelfer, ich will auf den Schiff, aber ich wett jetzt Schiffsmechaniker, weil du dann da nicht gar nichts mitbringen kannst. Da musst du eigentlich von vorne anfangen. Und je mehr Berufserfahrungen du hast, umso einfacher ist es natürlich und auch umso besser bezahlt ist es, wenn du diese Erfahrungen mit einbringen kannst. Nehmen wir nochmal die Krankenschwester, die OP-Krankenschwester, wenn die jetzt sagt, ja, ich will irgendwie in den Vertrieb gehen und ich will jetzt Versicherung verkaufen, kann sie eigentlich so gut wie nichts mitbringen außer vielleicht ihre Menschenkenntnisse. Wenn sie aber sagt, ich gehe in den Vertrieb und ich verkaufe jetzt OP-Besteck oder Hygienematerial oder Krankenhausbetten oder Arzneimittel, dann kann sie ja ihre ganze Erfahrung über die Kunden, über die Art der Branche, über die Nöte der Patienten, über das, was die Ärzte wirklich brauchen, alles mit einbringen
[00:12:21 - 00:13:56] | Christopher Funk
und das ganze aber in einem anderen Beruf machen. Da heißt sie, nutzt ihre Berufserfahrung aus, um den Jobwechsel zu gestalten. Ich habe das schon sehr oft gesehen, dass das die Jobwechsel sind, die am besten funktionieren. Also dieses Beispiel, ich habe auch schon Krankenschwestern kennengelernt, die aus dem Krankenhaus raus sind und dann, was sie sich OP-Besteck oder andere Themen verkauft haben, besondere Geräte und so weiter. Und die sagt, hey, es ist ein anderer Job, aber ich kann all das einbringen, was ich will und ich kann auch noch meiner Mission folgen, nämlich das Leben von Menschen besser zu machen, nur auf eine andere Art und Weise, ohne Schichtdienst und deutlich besser bezahlt. Und das und solche Karrieremoves, die dann richtig spannend werden. Also es lohnt sich darüber Gedanken zu machen, wo dein nächster Karrieremove sein kann, wo du deine Erfahrungen, deine Stärken mit einbringen kannst, deine Historie, deine Kunstwerke, um dich halt weiterzuentwickeln und möglichst mehr Wert natürlich an deinen Arbeitgeber, deine Kollegen und deine Kunden zu gehen. Und das Einfassende, was du dann noch machen solltest und das Beste, was du dann noch machen solltest, ist, dass du sagst, okay, ich überlege mir vielleicht drei unterschiedliche Optionen. Ja, also zum Beispiel der Schiffsart, so die Arzthelfer auf dem Schiff, die Verkäuferin für OBB steckt und vielleicht noch der Wechsel in der Privatklinik, so was zum Beispiel, dann hast du plötzlich drei unterschiedliche Optionen, in die du dich entwickeln kannst. Und du hast auch drei unterschiedliche Suchmöglichkeiten. Also wenn du das sich nach einem Job suchst, dann würdest du drei unterschiedliche Trefferlisten bekommen. Das heißt, du hast auch die Chance auf einen Jobwechsel verdreifacht. Und das ist wirklich so.
[00:13:57 - 00:17:43] | Christopher Funk
Und was du jetzt noch tun kannst, um die Chancen nochmal zu vervielfachen, ist, dass du dir diese Routen überlegst und dann dein Netzwerk nutzt. Je mehr Berufserfahrung du hast, aber auch als junger Mensch, hast du meistens mehr Kontakte, als du dir vorstellen kannst. Also überleg dir, wen kenne ich aus der Schule, aus der Ausbildung, aus dem Studium, aus den vergangenen Jobs, an Kollegen, an Lieferanten, an Kunden, an Menschen aus dem Sportverein, aus der Gemeinde, aus dem letzten Urlaub, den ich kennengelernt habe. Man braucht manchmal nur durch seine WhatsApp-Kontakte durchzugehen und einfach mal gucken, okay, mit wem könnte ich denn sprechen? Und oft sind die Menschen, die dir beim Job weiterhelfen, nicht deine besten Freunde, sondern oft Leute, die du eher so ein bisschen entfernt erkennst, weil die natürlich nochmal einen ganz anderen Netzwerk haben, als die Leute, mit denen du eh verkehrst, die sich eh alle untereinander ketten. Also 85% der Jobs, die heutzutage noch vergeben werden trotz Internet, trotz Jobbörsen, werden über persönliche Kontakte vergeben. 85% der Jobs. So, als deiner Aufgabe ist es, wenn du perfekt dich weiterentwickeln willst, nicht einfach Bewerbung abzuschicken, sondern idealerweise dein Netzwerk zu nutzen. Also schau, mit wem kann ich sprechen? Und wenn du jetzt ein, zwei oder drei Routen überlegt hast, dann füge das uns Gespräch ein, weil wenn du einfach nur zu jemanden sagst, hey, ich suche einen neuen Job, dann weißt du vielleicht noch, was du jetzt, wenn du einen Job hast und denkst darüber nach, ja, wie kann ich jetzt dir einen neuen Job als Krankenschwester besorgen? Aber wenn du jetzt sagst, ich suche einen neuen Job, ich könnte mir vorstellen, sowas wie Schiffsarzt oder Schiffsarzt-Helferin zu machen. Und ich könnte mir auch überlegen, hier in den Vertrieb dort und da zu gehen. Dann denkst du natürlich ganz anders darüber nach als Netzwerkpartner, als wenn du nur in diese eine Richtung däckst. Also gibt den Leuten Unterstützung, sag ich will mich beruflich weiterentwickeln, ich habe mir vorgestellt, es könnte diese oder jede Richtung sein. Du kannst natürlich auch immer fragen, was hältst denn du davon? Was ist denn deine Idee? Und oft kommt der, nee, ich kenne jemand, der hat das gemacht, das hat die und diejenigen Nachteile, würde ich dir nicht empfehlen. Oder sagt jemand, das ist eine super Idee, da kann ich nur noch das und das empfehlen. Also mit je mehr Leuten du darüber sprichst, je mehr Inspiration und Hinweise du holst, um so einfacher wird es mit deinen Jobwechsel werden. Und dann kommt natürlich noch der Faktor Zeit dazu, wenn du sagst, ich brauche in einer Woche einen neuen Job, kannst du das vergessen? Wenn du sagst, ich will in einem halben von einem Jahr meinen Job wechseln, dann kannst du diese Instrumente perfekt ausfahren und wirklich einen Karrieremove machen, der dich ein Stück weiterbringt, der dich in der, ja, in deiner persönlichen Künstlerkarriere, die Kunst deines Lebens, deiner Karriere fahren wird. Wenn wir jetzt genau wissen willst, wie das mit diesen Routen funktioniert und was der Funk der komischen Sachen erzählt hat, dazu habe ich ein extra Kursmodul aufgenommen, das Karriere Neustart Kursmodul, wo ich dir genau erkläre, wie man so was systematisch herleitet, wie man solche Routen entwickelt und wie man die dann tatsächlich auch in Karrierechancen umwandelt. Wenn ich das interessiert, fände ich dir hier oben den Kurs in der Infokachel und natürlich auch hier unten in der Beschreibung. Selbst wenn du deinen nächsten Job nur über dein Netzwerk findest, wirst du irgendwann einen richtig guten Lebenslauf brauchen, den du mitnehmen kannst, mit dem du dich vorstellen kannst. Dein Lebenslauf ist deine primäre Verkaufsunterlage. Und ganz ehrlich, die alle, alle meisten Lebensläufe, die ich zu Gesicht bekomme und ich bekomme, eine Menge zu Gesicht. Ich bin der Personalberater und Karriereberater, sind richtig, richtig schlecht. Und es gibt wirklich ganz einfache Methoden, diesen Lebenslauf besser zu machen. Wenn du wissen willst, ob du diese Fehler machst oder wie du deinen Lebenslauf richtig gut machen kannst, das ist gar nicht schwer. Du musst nur wissen, wie. Dann schau dir die nächste Folge ein. Ich verlinkte dir hier oben in der Beschreibung und natürlich in den Shownutz vom Podcast.