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Automatische Absage? So besiegt deine Bewerbung die KI! (In 7 Schritten durch jeden AI Filter)

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Automatische Absage? So besiegt deine Bewerbung die KI! (In 7 Schritten durch jeden AI Filter)

Automatische Absagen, obwohl dein Lebenslauf perfekt passt? Dann liegt es oft nicht an deiner Qualifikation. Deine Bewerbung fällt vorher durch einen KI-Filter. Über 90 Prozent der mittleren und großen Unternehmen in Deutschland nutzen nämlich Applicant Tracking Systeme (ATS). Sie erfassen, verwalten und filtern Bewerbungen automatisch. Wer eine Bewerbung KI-Filter überwinden will, muss wissen, wie diese Systeme ticken. Genau das zeigt Christopher Funk in dieser Folge. In 7 Schritten bringst du deine Unterlagen durch ATS und KI – auf den Schreibtisch des Personalers statt auf den Absagenstapel.

Warum dieses Thema?

KI-Filter im Bewerbungsprozess sind Software-Systeme. Sie lesen eingehende Bewerbungen automatisch aus. Dann sortieren sie nach vorgegebenen Kriterien. Fehlt eine Pflichtangabe oder ein Stichwort, fliegt die Bewerbung raus. Meist passiert das, bevor ein Mensch deine Unterlagen gesehen hat.

Applicant Tracking Systeme sind längst Standard. Wer sich bei einem mittleren oder großen Unternehmen bewirbt, trifft in über 90 Prozent der Fälle auf ein solches System. Und der Trend betrifft nicht nur Konzerne. Auch viele kleinere Firmen arbeiten inzwischen damit. Die gute Nachricht: Vollautomatisch per KI aussortieren tut heute kaum ein Unternehmen. Ohne menschliche Prüfung ist das auch nicht erlaubt.

Trotzdem zeigt die Entwicklung klar, wohin es geht. Über ein Drittel der befragten Unternehmen plant den KI-Einsatz beim Sortieren. Oder der Einsatz steht bereits in Vorbereitung. Der Filter ist also schon da. Der menschliche Klick auf „Absage“ geht außerdem schnell.

Wichtig zu verstehen: Diese Systeme sortieren nicht nach Gut und Böse. Sie sortieren nach Passung. Passt deine Bewerbung zu den Kriterien der Anzeige? Dann kommt sie weiter. Passt sie nicht, hilft auch ein starker Lebenslauf nicht. Deshalb gewinnt, wer seine Unterlagen auf jede Stelle zuschneidet.

Deshalb lohnt es sich, deine Unterlagen so zu gestalten, dass System und Personaler deine Qualifikation sofort erkennen. Es geht nicht darum, eine KI auszutricksen. Es geht darum, ihre Spielregeln zu kennen. Genau dafür gibt es klare Regeln. Die Folge fasst sie in sieben Filtern zusammen. Danach weißt du, worauf Systeme achten – und worauf Personaler achten. Die meisten Fehler passieren übrigens im wichtigsten Dokument deiner Bewerbung: im Lebenslauf.

Das lernst du in dieser Folge

Christopher Funk erklärt, wie automatische Filtersysteme arbeiten. Dann führt er dich durch die 7 Filter einer Bewerbung: Keywords und Skills, Knockout-Fragen, Format und Parsing, Hard Facts, Lücken und Logik, Gehalt und vollständige Unterlagen. Klingt nach viel? Wenn du die Regeln kennst, ist es einfach. Du erfährst außerdem, was heute schon Realität ist – und was Unternehmen erst planen. Das Ziel: der Einladungsstapel statt des Absagenstapels. Die Folge dauert übrigens nur eine Viertelstunde. Danach kannst du deinen Lebenslauf direkt prüfen.

Bewerbung KI-Filter überwinden: Filter 1 – Keywords und Skills

Der erste Filter ist der wichtigste. Applicant Tracking Systeme scannen deinen Lebenslauf nach Stichworten. Die Grundlage liefert die Stellenanzeige. Oder der Personaler gibt die Begriffe vor, die ihm wichtig sind. Das können Programmierkenntnisse sein, Maschinenkenntnisse, Projektmanagement oder Marketing. Auch Ausbildungsthemen zählen, etwa Dachdecker, Mechatronik oder Elektrotechnik. Diese Begriffe müssen in deinem Lebenslauf auftauchen. Sonst fällt er durch den Filter, bevor ein Mensch ihn sieht.

Auch wenn dein Studium oder deine Ausbildung offiziell anders heißt: Steht Elektrotechnik in der Anzeige, dann gehört Elektrotechnik in deine Unterlagen. Das hilft dem System. Und es hilft dem Personaler. Er sucht beim Überfliegen nach genau diesen Anhaltspunkten. Im Vertrieb etwa nach Key Account Manager, Account Manager, Neukunden oder Akquise. Je einfacher du beiden das Finden machst, desto schneller kommst du durch.

Platziere die Begriffe übrigens dort, wo sie hingehören. In der Berufserfahrung, in den Kenntnissen, im Profil. Eine wahllose Keyword-Liste wirkt auf Personaler unseriös. Systeme erkennen den Unterschied nicht – Menschen schon. Ein Tipp aus der Folge: Gib die Branche deines Arbeitgebers an. „Fünf Jahre bei der Müller GmbH“ sagt niemandem etwas. „Produzierendes Unternehmen aus dem Metallgewerbe“ dagegen liefert gleich mehrere Keywords mit.

Übrigens: Dieselbe Stelle kann bei verschiedenen Firmen unterschiedlich heißen. Passe deine Bewerbung deshalb an jede Anzeige an. Eine wahllose Massenbewerbung erkennst du sofort. Systeme und Personaler übrigens auch.

Knockout-Fragen: Warum fehlende Angaben sofort aussortieren (Filter 2)

Knockout-Fragen sind Pflichtfelder. Sie sortieren Bewerbungen aus, bevor es um den Inhalt geht. Typische Beispiele: Arbeitserlaubnis in Deutschland, Wohnort, Umzugsbereitschaft, Sprachkenntnisse oder Jahre an Berufserfahrung. Solche Fragen stellen Bewerbungsformulare bei LinkedIn. Auch viele Recruiting-Systeme fragen so etwas ab. Lässt du ein Feld leer, bist du automatisch raus. Gleiches gilt für eine ungünstige Antwort. Deine Bewerbung wird dann nie angeschaut, obwohl dein Profil vielleicht perfekt wäre.

Dahinter steckt ein praktischer Grund. Unternehmen erreichen sehr viele Bewerbungen aus dem Ausland. Viele Personaler wollen sich damit nicht beschäftigen. Deshalb filtern sie gezielt nach einer gültigen Arbeitserlaubnis. Dein Job ist es, die Fragen zu deinen Gunsten zu beantworten. Steht eine Frage im Formular, beantworte sie dort. Ein Verweis auf den Lebenslauf reicht nicht. Viele Systeme werten nur das Formular aus.

Ein Beispiel: Du ziehst von München nach Hamburg. Dann schreibst du oben in den Lebenslauf: örtlich flexibel, umzugsbereit. Bei einem Remote-Job ergänzt du: alles für Homeoffice vorhanden. So wird sofort klar, dass der Wohnort kein Hindernis ist. Wichtig: Solche Zusätze gehören in den Lebenslauf. Nicht nur ins Anschreiben. Viele Systeme lesen nämlich nur den Lebenslauf. Auch bei der Berufserfahrung kannst du punkten. Zähle großzügig, Praktika und Werkstudentenzeit inklusive. Und gliedere deine Stationen maschinenlesbar. Aus „Januar 2020 bis heute“ errechnet das System auf einen Blick: mehr als fünf Jahre Erfahrung.

Tabellen, Icons, Bilder: So übersteht dein Lebenslauf das KI-Parsing (Filter 3)

Beim Parsing liest die Software deinen Lebenslauf aus. Sie überträgt die Daten in ihr System. Komplexe Strukturen bringen dieses Auslesen durcheinander. Tabellen, Spalten, Bilder oder Symbole führen zu falschen Zuordnungen. Textpassagen werden zerstört. Deine Bewerbung fliegt raus, obwohl der Inhalt stimmt. Je einfacher der Aufbau, desto besser die Chancen. Auch der Personaler hat es dann leichter.

Die Regeln für ein parserfreundliches Layout sind simpel. Erstelle den Lebenslauf in Word. Exportiere ihn als PDF. Nutze eine einzige Spalte. Verzichte auf Tabellen und Spaltenlayouts. Keine Fotos im Dokument, keine Icons vor Überschriften. Solche Elemente erkennt das System oft nicht. Dann zerstören sie die komplette Darstellung. Achtung auch bei eingescannten Papieren: Ein Lebenslauf als Bild-PDF ist für viele Systeme unsichtbar. Der Text muss als Text vorliegen. Achte außerdem auf gleiche Schreibweisen. Firmennamen, Jobtitel und Zeiträume sollten überall identisch sein. Dann findet das System jede Angabe zuverlässig.

Sortiere deine Stationen antichronologisch. Die aktuellste Position steht oben. Dann geht es Jahr für Jahr zurück bis zur Schule. Nenne immer Monat und Jahr. So können System und Personaler deinen Werdegang lückenlos nachvollziehen.

Lücken erklären, Gehalt weglassen, Unterlagen komplett: die Filter 4 bis 7

Der vierte Filter prüft die harten Fakten. Dazu zählen Arbeitserlaubnis und Wohnort. Der fünfte Filter interessiert sich für Lücken und Logik. Ein lückenloser Lebenslauf ist heute Standard. Fehlt ein halbes Jahr? Keine Katastrophe. Aber du solltest die Lücke kommentieren. Sabbatical, Pflege eines Familienmitglieds, Weltreise oder Sprachkurs. Auch eine Krankheit oder die Genesung nach einem Arbeitsunfall ist in Ordnung. Benenne sie einfach kurz. Systeme markieren Lücken. Personaler fragen nach.

Jetzt zum schwierigsten Thema: dem Gehalt. Die Empfehlung lautet: Wenn du es nicht angeben musst, lass es weg. Eine zu niedrige Zahl drückt dein Gehalt. Oder du wirst gar nicht erst in Betracht gezogen. Eine zu hohe Zahl sortiert dich meist sofort aus. Dabei wärst du vielleicht verhandlungsbereit. Triffst du die Range exakt, verschenkst du Spielraum. Eine saubere Range zeigt außerdem: Du kennst den Markt. Das wirkt souverän.

Musst du eine Zahl nennen? Dann recherchiere die übliche Spanne. Orientiere dich am oberen Drittel. Am besten nennst du eine Bandbreite. Sie sollte nach oben offen sein. Erlaubt das Formular nur eine Zahl? Dann wähle eher das untere Ende. Später öffnest du das Thema wieder. Etwa so: „Da konnte ich nur eine Zahl eintragen. Über das Gehalt sollten wir aber sprechen.“ Wer vorher in der Abteilung anruft, erfährt die echte Range. So liegst du mit deiner Angabe fast immer richtig.

Der letzte Filter sind deine Unterlagen. Verlangt die Anzeige vollständige Bewerbungsunterlagen? Dann gehören alle Zeugnisse hinein. Vom Schulabschlusszeugnis über Ausbildungs- und Hochschulzeugnisse bis zu den Arbeitszeugnissen. Auch Praktikumszeugnisse aus längeren Praktika zählen. Üblich ist inzwischen aber auch der schlanke Einstieg: erst Lebenslauf und Anschreiben, Zeugnisse folgen später. Wichtig ist nur: Was gefordert wird, musst du liefern. Wer alles vollständig einreicht, wirkt außerdem organisiert. Sonst filtert dich das System raus – und ein Personaler hätte dich vielleicht eingeladen.

Für wen ist diese Folge?

Die Folge richtet sich an alle, die sich gerade bewerben. Oder die einen Jobwechsel planen. Berufseinsteiger nach Studium oder Ausbildung sind genauso gemeint wie erfahrene Fachkräfte. Vielleicht kassierst du viele Absagen, obwohl deine Qualifikation stimmt? Dann ist diese Folge für dich. Auch wer unsicher ist, ob Software den eigenen Lebenslauf lesen kann, bekommt Antworten. Schritt für Schritt, ohne Fachchinesisch. Die Tipps funktionieren übrigens in jeder Branche – vom Handwerk bis zum Bürojob. Bewirbst du dich gerade zum ersten Mal nach Jahren? Dann lohnt sich die Folge besonders. Die Regeln haben sich nämlich verändert.

🎧 Jetzt reinhören

Die komplette Folge mit allen 7 Schritten durch jeden KI-Filter gibt es auf VertriebsFunk, Spotify und überall, wo es Podcasts gibt.

Hinweis: PDFs, Kurse, Coachings und Produkte, welche im Podcast/Video erwähnt werden, sind nicht mehr verfügbar.


Schon gehört?

Heimlich aussortiert? So filtern Unternehmen Bewerbungen – die Schwesterfolge: Wie Unternehmen Bewerbungen heute filtern.
Sag DAS, um dein Wunschgehalt zu bekommen – Christopher verweist in dieser Folge auf sein Video zum Thema Gehaltsangaben.

Vielseitig und mega interessant

★★★★★

Ich habe Christopher zufällig in YouTube bei Themen um Karriere entdeckt und gesehen, das er ein sehr interessanten Podcast führt. Ich habe gleich abonniert, die Themen und Gäste sind wertvolle Inputs um erfolgreich im Job zu werden.

Auch für Nichtvertriebler ein Muss

★★★★★

Obwohl ich nicht im Vertrieb arbeite, habe ich megaviel für meinen Job als Ingenieur und auch übers Leben allgemein gelernt.

Inhalte können viele, aber der Funk sendet auch gut rüber

★★★★★

Ich hege Interessen am Vertrieb, aber meine bisherigen Aufgaben beinhalteten maximal Berührungspunkte mit Pre-Sales. Zu dem Podcast bin ich vor wenigen Wochen gekommen und bereits nach wenigen Folgen habe ich entschlossen, ihm von Anfang an zu hören. Jede Folge ist wie eine Booster-Impfung. Besonders gefällt mit die Themenvielfalt, es wird nicht langweilig.


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Personen in der Folge:

Transkript anzeigen

Dieses Transkript wurde maschinell erstellt und entspricht dem Inhalt der Audioepisode. Es kann kleinere Fehler enthalten.

[00:00:16 - 00:13:34] | Christopher Funk
Wenn du andauernd Absagen kassierst, dann liegt das vielleicht gar nicht an deinem Lebenslauf und dem was du gemacht hast, sondern es kann sein, dass dein Lebenslauf in einem automatischen Filter aussortiert wird. Willkommen im Jahr 2025, wo Unternehmen KI einsetzen, um Bewerbungen vorher auszusortieren. Heute erkläre ich dir, wie diese automatischen Filter, wie diese künstliche Intelligenz funktioniert und was du tun kannst, was du tun musst, damit deine Bewerbung trotzdem durchkommt. Wenn du heute eine Bewerbung an ein deutsches Unternehmen schickst, dann ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass sie in ein automatisches System überführt wird. Über 90 Prozent der mittleren und großen Unternehmen in Deutschland nutzen sogenannte Applicant Tracking Systeme, kurz ATS-Systeme, wo Lebensläufe und Bewerbungen integriert werden und verwaltet werden und natürlich auch zum gewissen Maß gefiltert werden. So und deine Aufgabe ist es, deine Bewerbung so zu gestalten, dass sie mit diesem Applicant Tracking System umgehen kann und dass du nicht in irgendwelchen Filtern hängen bleibst. Es gibt sieben Filter, die du überwinden musst. Es ist eigentlich ganz einfach, wenn du weißt, wie es geht. Heute führe ich dich genau durch diese sieben Schritte, durch diese sieben Filter. Wie muss dein Lebenslauf, wie muss deine Bewerbung aussehen, damit du ganz einfach da durchrutscht und dann auf dem Einladenstapel landest und nicht auf dem Absagenstapel. Punkt Nummer eins, Keywords und Skills. Also die allermeisten Applicant Tracking Systeme scannen die Lebensläufe auch auf Stichworte. Also du gibst, die können sich die Stellenanzeigen angucken oder der Personaler gibt Stichworte vor, die ihm wichtig sind, was sich irgendwelche Programmierkenntnisse, irgendwelche Maschinenkenntnisse, vielleicht auch Projektmanagement, Marketing, was auch immer, Ausbildungsthemen, Dachdecker, Mechatronik und so weiter. Solche Begriffe sollten dann auch tatsächlich in deinem Lebenslauf vorkommen. Und auch wenn du jetzt eine Ausbildung gemacht hast oder ein Studium gemacht hast, das jetzt ein bisschen anders heißt, sorgt dafür, dass das wonach man sucht, was es sich Elektrotechnik zum Beispiel, dass das dann auch in deinem Lebenslauf vorkommt. Das nützt für die Applicant Tracking Systeme, aber es nützt natürlich auch für einen Personaler, der über den Lebenslauf drüber guckt, weil der ja auch auf Keywords geeicht ist. Der guckt drüber und schaut, tauchen diese Keywords da auf, was es sich im Vertrieb, Key Account Manager, Account Manager, Vertrieb, Neukunden, Akquise, der schaut da drüber und schaut, okay, sind da Anhaltspunkte drin von dem, was ich suche. Und je einfacher es du ihm machst, diese Anhaltspunkte aufzufinden und je einfacher du zu seinem System machst, diese Anhaltspunkte rauszufiltern, umso schneller kommst du durch das System. Punkt Nummer zwei, super, super wichtig, sind sogenannte Knockout-Fragen. Also du hast oft Bewerbungsformulare, bei LinkedIn zum Beispiel, da können Recruiter Bewerbungsformulare anlegen, aber auch bei vielen Recruiting-Systemen, wo jetzt noch Standardsachen abgefragt werden, zum Beispiel Arbeitserlaubnis in Deutschland, Wohnort, Umzugsbereitschaft, da natürlich immer schauen, dass die Sachen da drin stehen, Sprachkenntnisse eventuell und so weiter, die dann gefordert werden. Weil es kommen sehr, sehr viele Bewerbungen rein aus Indien oder aus China und viele Personaler wollen sich damit nicht beschäftigen. Das heißt, die setzen irgendwelche Filter ein und sagen bitte nur Bewerbungen an, zeigen, wo Arbeitserlaubnis Deutschland drin steht. Das heißt, wenn du das dann nicht ausfüllst, bist du automatisch eigentlich schon draußen. Und das passiert oft, dass deine Bewerbung gar nicht mehr angeschaut wird. Das selbe kann zum Beispiel sein beim Thema Berufserfahrung, dass man sagt, ja, ich hätte gerne jemanden, der mindestens drei Jahre Berufserfahrung hat. Und deswegen sollte das entweder auch in deinem Lebenslauf klar sein, dass du die Station so gliedest, dass eine Maschine das lesen kann. Die Maschine guckt dann rein. Aha, erster Job ist irgendwie 2020 und bis heute sind fünf Jahre, also wird er mehr als fünf Jahre Berufserfahrung haben. Idealerweise, dass so aufbauen, dass das leicht zu lesen ist, also keine komplexe Tabellenstruktur, komme ich gleich nochmal drauf. Oder halt, wenn es in dem Fragebogen drin steht, wie viele Jahre Berufserfahrung haben Sie, dann halt möglichst maximal das nehmen, alle Praktika mit einbeziehen, dass du dann eine große Zahl eingeben kannst, damit du möglichst einfach durch diesen Filter durchgerutzt. Ich hatte es dann schon gesagt, mit Tabellen in deinem Lebenslauf oder komplizierten anderen Formaten, da haben diese Applicant Tracking Systeme oft Probleme, das dann auszulesen. Oft werden die Lebensläufe auch gepasst, sagt man, also der Text wird ausgelesen und im System dann wiedergegeben. Und je komplexer die Struktur deines Lebenslaufes ist, umso wahrscheinlicher ist es, dass dieses Parsing nicht richtig funktioniert, die Daten durcheinander geschmissen werden und so weiter. Deswegen machst es dem Parser und auch dem Personaler also einfach wie möglich, dass du eine einfache Struktur wählst, also klassischerweise ein Word-Tokument dann als PDF, das sehr, sehr einfach einzulesen ist, keine Bilder nehmen, also es gibt Leute, die dann ihren Lebenslauf irgendwie als Bild einfügen, das ist ganz schlecht, das kann man meistens nicht richtig gepasst werden, also schau, dass das möglichst einfach zu lesen ist. Auch lustige Icons, die du davor setzt, werden oft von dem System nicht erkannt und das kann die Formatierung schon durcheinander werfen, auch Spalten kann dann teilweise hintereinander dargestellt werden, also das kann die komplette Darstellung zerstören, also versucht das möglichst in einer Spalte systematisch darzustellen, idealerweise antichronologisch, das heißt du fängst mit der aktuellen Station heute an, was du heute tust und gehst runter quasi bis zur Schule. Der Punkt 4, wichtig ist darauf achten, dass die Hard Facts auch stimmen, ich hatte schon mal über die Arbeitserlaubnis gesprochen, eventuell auch im Visum, aber auch das Thema Ort, also wenn du jetzt sagst, ich will von München nach Hamburg ziehen, was heißt Wohnsitz in München und du bewirbst dich in Hamburg auf einen Job, dann macht es auf jeden Fall Sinn oben reinzustellen, örtlich flexibel, umzugsbereit und so weiter, das ist für den Personal so potklar ist, weil oft gucken die Leute auf die Postleitzahl und sagen, das passt ja nicht und das kann schon dazu führen, dass du dann eine Absage bekommst, also wenn du dann da drunter schreibst, örtlich flexibel, umzugsbereit oder so, dann ist es einfacher oder auch wenn es jetzt um den Remote Job geht, dann steht da München, aber alles vorhanden für Arbeit vom Home Office oder sowas, damit sofort klar wird, das passt eigentlich trotzdem. Punkt 5, Lücken und Logik, also idealerweise ist der Lebenslauf lückenlos aufgebaut und logisch, ich hätte ja schon gesagt, idealerweise antichronologisch, so ist das heute modern, du fängst eigentlich mit der aktuellsten Positionstation an, also mit heute und gehst dann Stück für Stück runter und idealerweise auch so, dass man, wenn man sich die Daten anguckt, also idealerweise mal Monat und Jahr, also was es sich Januar 2020 bis Dezember 2024 und dann quasi die Station nennen und dann darunter, dass man das grundlogisch nachverfolgen kann, idealerweise bis zur Schulzeit zurück und achte darauf, dass da keine großen Lücken drin sind, also wenn er jetzt mal ein halbes Jahr fehlt, das ist ja nicht schlimm, aber ich würde das nicht einfach unkommentiert dann drin stehen lassen, sondern dann reinschreiben, was du dort gemacht hast, was weiß ich, sabbatical, um Familienmitglied zu pflegen, Weltreise, kulturelle Studien, Sprachkurs, Weiterbildung, also sollte irgendwas drinstehen, was irgendwo Sinn macht oder auch wenn es eine Krankheit war, Unfall, Genesungen von Arbeitsunfall, vollständig genesen oder so was, das ist alles okay, aber auch oft hast du applicant tracking Systeme, die diese Lücken markieren, aber auch ein Personaler guckt eigentlich über den Lebenslauf drüber und schaut, okay was sind da für Lücken, ob das jetzt Sinn macht oder nicht, mal sei dahin gestellt, ist ein anderes Thema, aber Personaler und auch diese Systeme achten darauf, also sorgt dafür, dass du eine chronologische Reihenfolge hast, die leicht nachvollziehbar ist, idealerweise ohne Lücken. Sehr wichtig ist aber auch schwieriges Thema ist das Thema Gehalt. Soll ich Gehalt im Anschreiben angeben, soll ich es im Lebenslauf angeben, wie ist das, wenn es ein Bewerbungsformular gibt, wo das abgefragt wird und das meine Empfehlung, wenn du es nicht angeben musst, lass es weg. Es ist für dich eigentlich immer von Nachteil, entweder du bist zu niedrig, dann wirst du nicht in Betracht gezogen oder du wirst im Gehalt gedrückt, das heißt du kannst nicht das verdienen, was du eigentlich rausholen könntest oder du bist zu hoch, dann wirst du meistens gar nicht berücksichtigt, das heißt man spricht gar nicht mehr mit dir, obwohl du vielleicht verhandlungsbereit bist oder man das flexibler gestalten kann und die Chance, dass du genau drauf liegst, ist relativ gering, aber selbst dann hast du ja keine Chance mehr, mehr rauszuholen in der Gehaltsverhandlung, deswegen ist es für dich eigentlich immer ungünstig, Gehälter anzugeben. Was machen wir jetzt, wenn es unbedingt gefragt ist, also manchmal steht ja ja, bewerben Sie sich unter Angabe Ihrer Gehaltsvorstellungen, dann würde ich immer empfehlen gut zu recherchieren, ich verlinke dir nochmal ein Video, wo wir genau auf dieses Thema eingehen, Gehaltsangaben, Gehaltsvorstellungen, verlinke ich dir in der Infobox und in den Show notes, dann heißt es gut zu recherchieren und zu sagen, okay wie ist die ungefährere Range für so eine Position und da gehst du ins obere Drittel oder da gibst du halt eine Range, tatsächlich eine Range an, also meine Gehaltsvorstellungen liegen zwischen dem und dem, weil wir auch noch nicht genau wissen, was da genau gefordert ist, worum es da genau geht, wie groß die Verantwortlichkeiten, die Aufgaben sind, gibt es ein Fixum oder eine Variable, eventuell deswegen idealerweise immer eine Bandbreite angeben und die auch nach oben ein bisschen offener gestalten, das ist immer schlau, dann hast du genügend Verhandlungsspielraum und du kickst dich nicht automatisch raus. Was du natürlich auch machen kannst und meiner Meinung nach auf jeden Fall auch machen solltest, wenn jetzt zum Beispiel da ein Feld ist, das ausgefüllt werden muss, dass du dann auch mal anrufst in der Abteilung, heißt nicht immer, dass du jemanden erreichst, dass du eine Antwort bekommst, aber ein Versuch ist auf jeden Fall wert und nochmal nachfassst, wo liegt denn diese Aufgabe, diese Position ungefähr? Dann kannst du das abstimmen und weißt, dass du im Rahmen drin liegst, wenn du da was eingebst. Wenn du ein offenes Feld hast, also ein freies Textfeld kannst du auch hier eine Range eingeben, wenn du dann nur eine Zahl eingeben kannst, machst du natürlich immer Sinn, nochmal nachzufragen, wo das ungefähr liegt. Wenn jetzt nur eine Zahl angebbar ist, dann würde ich eher eine geringere Zahl reinschreiben, also eher ins untere Ende der Range gehen, dann aber auf jeden Fall mir merken, okay, wenn es zum Thema Gehaltsverhandlung kommt und das dauert ja meistens ein paar Schritte, bleibst du auf jeden Fall im Rennen und dann würde ich auf jeden Fall sagen, ja gut, da konnte man nur eine Zahl eingeben, aber über das Thema Gehalt müssen wir nochmal gesondert sprechen. Also da würde ich versuchen, das Thema nochmal aufzumachen. Also ich habe keinen Fall fest nageln lassen. Ja, Sie haben mir hier angegeben, 50.000, das ist das, was wir Ihnen bieten. Also da kannst du immer sagen, ja, das war die Zahl, die man angeben müsste, aber jetzt, wo ich mehr über die Position weiß, lass uns noch darüber sprechen. Also da kannst du das Gespräch nochmal aufmachen. Wichtig ist aber nur, dass du über diese Hürde weg kommst. Punkt 7, das sind, wenn du unvollständige Unterlagen hochlädst, das kann dich natürlich auch aus dem Prozess rausfiltern, sowohl in Systemen wie auch bei Menschen, die sich deine Bewerbung anschauen. Also wenn da steht, bewerben sie sich unter Angabe ihrer Gehaltsvorstellung mit ihren vollständigen Bewerbungsunterlagen, dann würde man auch alle deine Zeugnisse hier erwarten. Deswegen ist meine Empfehlung ja immer, wenn ich zum Beispiel auch in meinem Kurs Karriere Neustart, bevor du anfängst, deinen Bewerbungsprozess zu starten, schau, dass du deine Unterlagen komplett hast. Das sind nicht nur Zeugnisse, das sind möglicherweise auch sowas wie Referenzen. Wie du das machst, erfährst du alles in meinem Kurs Karriere Neustart, verlinke ich dir hier oben auch mal in der Infobox und in den Show Notes. Wenn jetzt deine vollständigen Unterlagen gefordert sind, dann bedeutet, dass du nimmst alle deine Zeugnisse idealerweise vom Schulabschlusszeugnis, Ausbildungszeugnis, Hochschulzeugnis und dann alle Zeugnisse, die du während deiner Arbeitszeit gesammelt hast. Wenn du größere, längere Praktika während deines Studiums gemacht hast oder auch vielleicht während der Schulzeit, würde ich auch diese Praktikumszeugnisse mit reinmachen. Wie gesagt, hier macht es immer Sinn, aber das noch mal im Kurs ein anderes Modul, dass diese Zeugnisse dann auch so sind, wie der andere lesen will, aber das noch mal ein anderes Kapitel. Also schau, dass du dann, wenn vollständige Unterlagen verlangt werden, die reingebst. Sonst ist es mittlerweile üblich, dass man sich erst mal nur mit einem Lebenslauf gegeben hat, mit einem Anschreiben bewirbt und die Zeugnisse dann nachreicht, wenn es dann halt einen Schritt weiter geht. So, du siehst, eigentlich ist es gar nicht schwer durch diese Filter durchzukommen. Trotzdem bleiben einige Leute daran hängen, weil sie einfach merkwürdige Formate in den Lebensläufen haben, weil sie einfach viele Sachen in ihren Lebensläufen weggelassen haben oder so kryptisch ausgedrückt haben, dass es niemand versteht. Also ich hatte ja schon mal gesagt, Keywords, deswegen macht es manchmal auch Sinn, die Branche anzugeben von dem Unternehmen, wo du arbeitest, wenn da nur steht, ja, fünf Jahre bei der Müller GmbH, weiß niemand, was die Müller GmbH macht. Wenn du dann schreibst, produzierendes Unternehmen aus dem Metallgewerbe, dann hast du schon wieder eine Menge Keywords drin, die du nutzen kannst. Also das ist auf jeden Fall der Tipp hier. Und lass uns mal kurz in die Zukunft gucken. Also vom Reality Check ist es so, dass es heutzutage so gut wie keine Unternehmen in Deutschland gibt,

[00:13:36 - 00:14:58] | Christopher Funk
von denen man weiß, dass sie wirklich künstliche Intelligenz einsetzen, um automatisch Bewerbungen auszusortieren oder überhaupt zu sortieren. Aber wenn Unternehmen gefragt werden, sagen mittlerweile über ein Drittel, dass sie das planen und dass der Einsatz in Vorbereitung ist. Es ist mittlerweile, soweit ich weiß, ich bin aber kein Anwalt rechtlich, auch nicht erlaubt, automatisch Bewerbungen abzusagen, die kein Mensch mehr sieht. Aber der Filter ist natürlich immer da und dann noch mal auf den Knopf zu drücken, geht auch schnell. Also macht es auf jeden Fall Sinn, selbst wenn das heute noch nicht passiert, dass dein Lebenslauf genauso aussieht, wie es die KI erwartet, und sich so darstellt, dass die KI deinen Lebenslauf ganz locker durchwinkt und er direkt auf dem Schreibtisch des Personalers landet. Das ist nicht schwierig. Wie du es jetzt genau machen sollst, siehst du hier. Und einer der entscheidenden Punkte ist immer, immer der Lebenslauf. Der Lebenslauf ist das wichtigste Dokument deiner Bewerbung. Bei dem Lebenslauf werden eigentlich die allermeisten Fehler gemacht und wie du so einen Lebenslauf richtig gut aufbaust, auch mit Musterlebenslauf, den ich dir vorstelle – wie er aussehen muss, wie er aussehen sollte, darüber spreche ich in dem nächsten Video, das du dir unbedingt angucken solltest.