Headhunter: Was ist das?
Eine einzige Zahl ist konstant geblieben in der deutschen Headhunter Branche: Seit fünf Jahren gibt es in Deutschland 2.000 Personalberatungen. Diese wuchsen jedoch stark. So stieg laut Wirtschaftswoche die Zahl der aktiven Berater in den letzten fünf Jahren auf 7.500 an – das sind 30 Prozent mehr. Insgesamt arbeiten in der Branche nun 14.700 Menschen.
Der Bedarf an Personalberatern wird größer. Aber was sind die Vorteile eines Headhunters? Wie funktioniert die Suche nach neuen Mitarbeitern mit einem Headhunter? Und wer trägt die Kosten? Wir haben die wichtigsten Fakten für dich.
Headhunter finden, was du noch nicht suchst
Ein Headhunter ist ein Dienstleister, der sein Netzwerk sowie verschiedene Methoden der aktiven Ansprache nutzt, um adäquate Mitarbeiter für ein Unternehmen zu finden. Im Deutschen wird Headhunter synonym zu Personalberater verstanden. Vor einiger Zeit stellte Xenagos Geschäftsführer Christopher Funk in seiner VertriebsFunk-Episode eine Studie des sozialen Netzwerkes LinkedIn vor. Sie zeigt deutlich: 83 Prozent der Bewerber sind passive Jobsuchende. Sie bewerben sich nicht aktiv, schauen sich Angebote aber gerne an, wenn sie ihnen direkt vor die Nase gehalten werden. Ihnen stehen nur 17 Prozent aktive Jobsuchende gegenüber. Schaltest du also eine Stellenanzeige – egal ob Print oder Online – erreichst du nur diese 17 Prozent. Der passive Bewerbermarkt von 83 Prozent bleibt ungenutzt – und hier liegen viele potenzielle Kandidaten für dein Unternehmen.
Ein Räderwerk gehorcht seinem Aufbau.
– Oliver Tietze
Viele Berufstätige können sich ihre Arbeitsstelle heute aussuchen. Sie wählen die besten Konditionen – finanziell, beruflich, privat. Gute Mitarbeiter werden regelmäßig angesprochen und müssen sich nicht aktiv bewerben. In Branchen mit Fachkräftemangel ist ein Headhunter daher oft unverzichtbar. Er findet passende Kandidaten dort, wo du selbst nicht suchst: im passiven Bewerbermarkt. Ein Headhunter hat das Netzwerk, die Quellen und die Strategien, um gezielt die richtigen Kandidaten zu erreichen.
Wer einen Headhunter engagieren möchte, sollte bestimmte Kriterien beachten. Wir geben dir 10 Punkte an die Hand, die du bei der Auswahl einer Headhunter Firma beachten solltest.
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Waschmaschinen und Fahrräder – wo war noch gleich der Unterschied?
Auch andere Gründe können das Kontaktieren eines Headhunters attraktiv machen: Ein Branchenwechsel kann frischen Wind bringen. Oft zählt nicht das Produkt, sondern die Verkaufsmethode. Ein Headhunter erkennt solche Potenziale und findet passende Kandidaten auch branchenübergreifend.
Manchmal fehlt in der Personalabteilung einfach die Zeit für aufwendige Suchen. Besonders Führungspositionen sind zeitintensiv zu besetzen. Manche Headhunter spezialisieren sich auf solche Positionen, während sich das Unternehmen auf das Tagesgeschäft konzentriert.
Mitarbeiter können alles: wenn man sie weiterbildet, wenn man ihnen Werkzeuge gibt, vor allem aber, wenn man es ihnen zutraut.
– Hans-Olaf Henkel
Offene Stellen kosten Geld – besonders im Vertrieb. Eine unbesetzte Account-Manager-Stelle kann schnell Umsätze von Hunderttausenden Euro kosten. Headhunter arbeiten schnell, planbar, sicher und diskret und sind damit eine sinnvolle Investition.
Von der Suche bis zum Arbeitsvertrag: Die Aufgaben des Headhunters
Der Prozess beginnt mit der Profildefinition: Welche Aufgaben, Verantwortlichkeiten, Erfahrungen und Persönlichkeitsmerkmale sind gewünscht? Daraus erstellt der Headhunter eine Zielfirmenliste, um gezielt passende Kandidaten zu finden – meist über Datenbanken, Netzwerke oder Direktansprache.
Hat der Headhunter passende Kontakte gefunden, folgt die Direktansprache. Nach einem ersten Telefonat werden bei Interesse Interviews geführt, Rahmenbedingungen geklärt und anschließend dem Unternehmen geeignete Kandidaten vorgestellt. Der Headhunter moderiert Vertragsverhandlungen und begleitet bei Bedarf das Onboarding – ein entscheidender Erfolgsfaktor.
Mehr als reine Personalsuche
Headhunter bieten oft zusätzliche Leistungen an:
Management-Audits: Analyse und Weiterentwicklung von Führungskräften.
Outplacement: Unterstützung entlassener Mitarbeiter bei der Jobsuche.
Wer bezahlt den Headhunter? Meist das Unternehmen, das ihn beauftragt. Im inversen Headhunting zahlt die suchende Person selbst. Üblicherweise liegt die Vergütung bei etwa einem Drittel des Jahresgehalts des Kandidaten. Xenagos bietet hingegen Festpreise an.
Die meisten der 2.000 deutschen Personalberatungen sind kleine Firmen. Doch zunehmend sind spezialisierte Headhunter gefragt – etwa für bestimmte Branchen oder Funktionsbereiche. Xenagos etwa konzentriert sich auf Vertriebspositionen.
Headhunter haben nicht die Aufgabe, glücklich beschäftigte Mitarbeiter „abzuwerben“. Gute Berater finden Menschen, die offen für Veränderungen sind und bislang keine passende Gelegenheit hatten. So schaffen sie Bewegung auf dem Arbeitsmarkt und bringen die richtigen Menschen mit den richtigen Positionen zusammen.
Laura Walterscheid
Ein weiterer Vorteil einen Headhunter/ Personalberater zu engagieren könnte sein, dass der Name des Unternehmens nicht auftauchen muss. Der Kunde entscheidet wann uns an welcher Stelle der Name des Auftraggebers erscheint. So ist es möglich gezielt Mitarbeiter aus Unternehmen anzusprechen.
Sehr spannender Beitrag!
Liebe Grüße, Laura
chantal
Dankeschön!
klebefolie
Ich bin erst vor ein paar Tagen auf deine Website gestoßen. Sie gefällt mir sehr gut und bietet wertvolle Infos. Vielen Dank dafür.
Lg Mona
annika
Hey Mona,
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