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Bewerbung: Was Personaler wirklich über dich denken!

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Bewerbung: Was Personaler wirklich über dich denken!

Keine Rückmeldung auf Bewerbung? Dabei passt die Stelle perfekt zu dir. Du bereitest deine Unterlagen vor und drückst auf „Absenden“. Dann freust du dich auf die Einladung zum Interview. Doch was passiert? Nichts. Keine Einladung, kein Jobangebot. Irgendwann kommt dann eine Standardabsage.

Was aber, wenn der Personaler gar nicht dein Feind ist? Er lebt in seiner eigenen Welt. Er ist überlastet und hat wenig Informationen. Trotzdem muss er schnell Bewerber finden. Verstehst du, wie Personaler denken, ziehst du ihn auf deine Seite. Diese Folge liefert Insiderwissen aus jahrelanger Personalberatung. Du bekommst fünf konkrete Tipps. Damit machst du Personaler zu deinem wichtigsten Verbündeten.

Warum dieses Thema?

Keine Rückmeldung auf Bewerbung ist für viele Jobsuchende der frustrierende Normalfall. Dabei entscheidet die Personalabteilung fast immer, wer eine Chance bekommt. Ohne HR geht in den meisten Unternehmen nämlich gar nichts. Personaler filtern Bewerbungen und leiten sie weiter. Sie organisieren außerdem die Interviews. Wer HR jedoch als Gegner sieht, kämpft gegen die falsche Stelle. Es geht nicht um Tricks. Denn HR ist überlastet, nicht böse.

Die meisten Personaler sind nämlich keine Recruiting-Spezialisten. Sie lesen nicht den ganzen Tag Lebensläufe. Nebenbei kümmern sie sich um Löhne und Urlaubsplanung. Dazu kommen Krankheitsvertretungen und der Betriebsrat. Auch Personalentwicklung und Weiterbildung gehören zu ihrem Alltag. Bewerbungen sind darum nur eine Aufgabe unter vielen. Gleichzeitig steht die Fachabteilung auf den Füßen. Sie braucht dringend Leute für offene Positionen.

Der Abteilungsleiter erwartet Tempo. Er will seine Ziele erreichen. Der Personaler sitzt also zwischen den Stühlen. Diese Mischung erklärt vieles. Zum Beispiel, warum gute Bewerbungen manchmal untergehen. Und warum es sich lohnt, HR als Verbündeten zu gewinnen.

Schließlich entscheidet sich in diesem Spannungsfeld, ob deine Bewerbung auffällt. Oder ob sie in der Standardabsage landet. Diese Folge zeigt die Innenseite des Prozesses. Der Blick stammt von jemandem, der selbst jahrelang als Personaler arbeitete. Auch als Personalberater sammelte Christopher Funk genau diese Erfahrungen. Wer den Alltag von HR kennt, bewirbt sich anders. Und zwar erfolgreicher.

Viele Bewerbungen ähneln sich stark. HR unterscheidet sie oft nur an wenigen Details. Genau diese Details lernst du hier. Sie entscheiden nämlich über Einladung oder Absage.

Der Arbeitsmarkt ist anspruchsvoll. Auf attraktive Stellen bewerben sich viele Menschen. HR muss deshalb schnell und fair filtern. Genau dabei hilft es, den Prozess zu verstehen. Denn wer die Regeln des Spiels kennt, spielt besser. Diese Folge ist darum kein Theorietalk. Sie ist eine praktische Anleitung für deine nächste Bewerbung.

Das lernst du in dieser Folge

Warum du keine Rückmeldung auf deine Bewerbung bekommst

Ein Personaler jongliert zwischen vielen Aufgaben. Er berechnet Löhne und plant Urlaub. Er organisiert Vertretungen und spricht mit dem Betriebsrat. Er koordiniert Trainings und Weiterbildungen. Irgendwann öffnet er die Bewerbungs-Inbox. Dann muss er schnell entscheiden. Was passiert mit deiner Bewerbung? Das hängt von wenigen Sekunden ab.

Diese schnelle Entscheidung ist keine Böswilligkeit. HR muss schließlich priorisieren, sonst bleibt Arbeit liegen. Deine Bewerbung sollte darum zu den leichten Fällen gehören. Nicht zu denen, die Rätsel aufgeben.

Oft kennt er die Fachbegriffe der Abteilung nämlich nur teilweise. Sucht ein Abteilungsleiter IT-Profis, fehlt das Fachwissen. Auch in der Produktion kann HR nicht überall tief drinstecken. Deshalb scannt er Bewerbungen, statt sie zu lesen. Er sucht nach schnellen Ja-oder-Nein-Signalen. Der Druck der Fachabteilung ist groß. Die Zeit ist klein. Zudem muss er trotzdem schnell Bewerber finden. Genau dieser Zwiespalt prägt jede Entscheidung über deine Unterlagen.

Eine Bewerbung ohne Rückmeldung ist darum selten ein Urteil über dich. Sie ist jedoch das Ergebnis eines überlasteten Systems. Dieses System sucht nach Mustern. Genau diese Muster kannst du bedienen. Die fünf Tipps zeigen dir, wie das geht. Du erleichterst dem Personaler seinen Job. Dann hilft er dir im Gegenzug. So bekommst du am Ende den Job.

Tipp 1 und 4: Unterlagen, die Personaler in Sekunden abhaken

Je einfacher deine Unterlagen sind, desto schneller erkennt der Personaler: Du passt. Das ist der Kern von Tipp 1. Das Anschreiben liefert drei bis vier kurze Punkte. Sie belegen, dass du genau auf die Position passt. Idealerweise nennst du auch Beispiele. Der Lebenslauf macht deine wichtigsten Signale sofort sichtbar. Hast du fünf Jahre Erfahrung in der Produktion? Dann schreib das ganz nach oben. Eine Profilzeile wirkt stärker als versteckte Details.

Der Personaler will nämlich nur noch Ja sagen können. Deine Aufgabe ist es, ihm das zu ermöglichen. Frag dich: Finde ich die Antworten in zehn Sekunden? Wenn nicht, gehört der Text nach oben.

Nutze außerdem die Begriffe aus der Stellenanzeige. Projektmanagement, Marketing oder Werkzeugbau: Diese Wörter gehören in deinen Lebenslauf. Auch ins Anschreiben. So kann HR Punkt für Punkt abhaken. Wer das schafft, liegt vor 95 Prozent aller Bewerber. Diese Zahl stammt aus Christophers Zeit als Personalberater. Bei den anderen sucht HR nämlich erst nach Überschneidungen.

Lies dein Anschreiben einmal mit HR-Augen. Findest du die Belege nicht sofort, wandert das Dokument zur Seite. Genauso geht es dem Personaler. Deshalb gilt: Je kürzer deine Belege, desto größer ihre Wirkung. Drei starke Punkte schlagen zehn schwache.

Tipp 4 betrifft die Form deiner Unterlagen. Eine E-Mail mit 25 Anhängen ist eine Zumutung. HR weiß nicht, was darin steckt. Weiterleiten kann er so etwas kaum. Ideal sind ein bis zwei PDFs. Lebenslauf und Zeugnisse reichen völlig. Das Anschreiben steht in der E-Mail oder im Formular. Ordne die Zeugnisse vom Aktuellsten zum Ältesten. Dann erfasst die Fachabteilung alles in einer Minute.

Große Dateien und seltsame Formate sind ein No-Go. Manche Bewerbungen lassen sich nämlich gar nicht öffnen. Dann hilft die beste Qualifikation nichts. Bleib also schlicht und professionell.

Tipp 2 und 3: Wechselmotivation und Soft Skills nennen

Leitet HR deine Unterlagen weiter, kommt fast immer eine Frage. Die Fachabteilung will wissen: Warum will der oder die wechseln? Steht die Antwort nicht in deinen Unterlagen, muss HR raten. Oder er telefoniert extra nach. Mach es ihm also leicht. Formuliere deine Wechselmotivation in ein bis zwei Sätzen. Bereite dich außerdem auf den Anruf vor. Überleg, warum dich die Stelle reizt. Notier dir zwei Fragen. Dann klingst du souverän, nicht aufdringlich. Ideal ist eine Hin-zu-Motivation. Sie zeigt: Dieser Schritt ist die richtige Karriereentscheidung. Vielleicht lockt ein größeres Unternehmen. Oder spannendere Aufgaben warten. Auch echte Weiterentwicklung zählt. Damit gibst du HR die Argumente gleich mit.

So könnte deine Wechselmotivation klingen: „Ich möchte mich fachlich weiterentwickeln. Bei Ihnen bearbeite ich genau die Projekte, die mich fordern.“ Kein langer Lebenslauf nötig. Zwei Sätze reichen völlig. HR kann sie sogar wörtlich an die Fachabteilung weitergeben. Das schafft Vertrauen.

Bei fachlichen Fragen ist HR oft nicht sattelfest. Bei Soft Skills dafür umso mehr. Kommunikation, Teamfähigkeit, Lernfähigkeit: Diese Begriffe versteht jeder Personaler. Teamfähigkeit belegst du zum Beispiel mit Projekterfolgen. Lernfähigkeit mit einer neuen Qualifikation. Kommunikation mit klaren, kurzen Sätzen in der Bewerbung selbst. Genauso überzeugst du auf ganzer Linie. Sie stehen in fast jeder Stellenanzeige. Zeig deine Stärken also genau hier. Ein bis zwei Beispiele genügen. So hilfst du dem Personaler doppelt. Er versteht dich sofort. Und er vertritt dich selbstbewusst gegenüber der Abteilung. Bewerbung ohne Rückmeldung? Mit solchen Unterlagen wird die Weiterleitung zum Selbstläufer.

Tipp 5: Vor der Bewerbung anrufen – der Gamechanger

Der letzte Tipp ist zwar der stärkste. Gleichzeitig machen ihn die wenigsten. Ruf an, bevor du deine Bewerbung abschickst. Am besten wählst du die Nummer aus der Stellenanzeige. Steht dort kein Ansprechpartner, hilft die Zentrale weiter. Frag in der Personalabteilung nach den wichtigen Punkten. Stell dich dabei kurz mündlich vor. Viele Personaler denken dann: Der klang super am Telefon. Deine Bewerbung leite ich direkt weiter. So entsteht dein erster Eindruck vor jeder Prüfung. Dieser Vorsprung ist riesig. Ein guter Telefon-Eindruck öffnet Türen. Er schafft Sympathie, bevor das erste Papier gelesen wird.

Klar, das klappt nicht immer. Manchmal erreichst du niemanden. Oder der richtige Ansprechpartner ist gerade im Urlaub. Oder es fehlt ein Ansprechpartner. Aber ohne Anruf hast du null Chance auf diesen Vorsprung. Besonders bei kleinen und mittleren Unternehmen lohnt sich der Anruf fast immer. Dort entscheidet oft der persönliche Eindruck. Deine Unterlagen allein schaffen das nicht. Ein kurzes Gespräch schon.

Der Anruf bringt noch einen zweiten Vorteil. Du verstehst den Prozess. Startet morgen die erste Interviewrunde? Dann musst du sofort schicken. Ist der Abteilungsleiter zwei Wochen im Urlaub? Dann plane dein Nachfassen gezielt. Wer den Prozess kennt, wird zudem nicht vergessen. Personaler anrufen und Bewerbung nachfassen gehören dann zusammen. Beides ist keine Nervensache. Beides ist Profiarbeit.

Für wen ist diese Folge?

Diese Folge hilft allen, die Bewerbungen schreiben. Besonders Berufseinsteigern und Wechslern. Auch Rückkehrern, die keine Rückmeldung bekommen. Oder die nach der Bewerbung eine Absage erhalten. Obwohl die Stelle oft perfekt passt. Ebenso profitieren Teamleiter vom Zuhören. Auch HR-Verantwortliche lernen dazu. Sie verstehen, warum gute Kandidaten verloren gehen. Und sie sehen ihre Prozesse mit anderen Augen. Davon profitieren am Ende beide Seiten. Auch Studierende vor dem Berufseinstieg nehmen viel mit. Sie lernen früh, wie Bewerbungen wirklich funktionieren. Egal, wo du gerade stehst: Diese Tipps funktionieren. Möchtest du Unterlagen, die HR gerne weiterleitet? Dann bist du hier richtig.

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Übrigens: Die komplette Folge mit allen fünf Tipps gibt es auf VertriebsFunk, Spotify und überall, wo es Podcasts gibt.

Hinweis: PDFs, Kurse, Coachings und Produkte, welche im Podcast/Video erwähnt werden, sind nicht mehr verfügbar.


Schon gehört?

Bewerbung extrem: Radikale Ehrlichkeit im Job-Interview – Was passiert, wenn du HR-Fragen radikal ehrlich beantwortest? Christopher hat es als Experiment ausprobiert.

Vielseitig und mega interessant

★★★★★

Ich habe Christopher zufällig in YouTube bei Themen um Karriere entdeckt und gesehen, das er ein sehr interessanten Podcast führt. Ich habe gleich abonniert, die Themen und Gäste sind wertvolle Inputs um erfolgreich im Job zu werden.

Auch für Nichtvertriebler ein Muss

★★★★★

Obwohl ich nicht im Vertrieb arbeite, habe ich megaviel für meinen Job als Ingenieur und auch übers Leben allgemein gelernt.

Inhalte können viele, aber der Funk sendet auch gut rüber

★★★★★

Ich hege Interessen am Vertrieb, aber meine bisherigen Aufgaben beinhalteten maximal Berührungspunkte mit Pre-Sales. Zu dem Podcast bin ich vor wenigen Wochen gekommen und bereits nach wenigen Folgen habe ich entschlossen, ihm von Anfang an zu hören. Jede Folge ist wie eine Booster-Impfung. Besonders gefällt mit die Themenvielfalt, es wird nicht langweilig.


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Personen in der Folge:

Transkript anzeigen

Dieses Transkript wurde maschinell erstellt und entspricht dem Inhalt der Audioepisode. Es kann kleinere Fehler enthalten.

[00:00:16 - 00:02:50] | Christopher Funk
Du findest eine tolle Stellenanzeige, die passt perfekt auf dich. Du bereitest deine Unterlage vor und du schickst sie ab. Du freust dich schon auf die Einladung zum Interview, weil das ja so gut passt. Aber was passiert? Nichts. Keine Einladung, kein Jobangebot, irgendwann eine Standardabsage. Aber was, wenn ich dir sage, der Personaler ist nicht dein Feind. Er lebt in seiner eigenen Welt, er ist meistens überlastet, hat wenig Informationen, muss trotzdem schnell Bewerber finden. Und wenn du verstehst, wie ein Personaler denkt, kannst du ihn auf deine Seite ziehen. Heute bekommst du von mir die absoluten Insiderinformationen und fünf konkrete Tipps, wie du einen Personaler auf deine Seite ziehen kannst und er dir sogar dabei hilft, den Job zu bekommen. Der Personaler oder die Personalabteilung, das Recruiting, HR, das ist nicht dein Feind, sondern es ist dein wichtigster Verbündeter. In den allermeisten Fällen wird es sehr, sehr schwierig, ohne die Personalabteilung tatsächlich einen Job zu bekommen, einen Vertragsangebot zu bekommen. Das bedeutet, du solltest verstehen, wie Personaler denken, was denen wichtig ist, was sie für Probleme im Alltag haben und wie kannst du denn ihnen helfen, dir dabei zu helfen, den richtigen Job zu bekommen. Also lass uns doch mal in eine Personalabteilung reinschauen. In den meisten Unternehmen gibt es keine Personaler, die ausschließlich sich um die Mitarbeiter-Auswahl kümmern. Das ist eher nur bei großen Unternehmen der Fall oder bei Personalberatungen. Die meisten Personaler haben einen ganzen Strauß an Aufgaben. Sie müssen sich um die Löhne kümmern. Sie müssen die Urlaubsplanung machen. Sie müssen sich um Krankheitsvertretungen sorgen. Sie müssen sich mit dem Betriebsrat beschäftigen. Sie müssen sich mit Personalentwicklung, Training und Weiterbildung auseinandersetzen und Recruiting. Das heißt, Bewerbungen, die reinkommen, sind nur eine von vielen Aufgaben. So, das heißt, ein Personaler jongliert immer hin und her und irgendwann zwischendurch guckt er dann in die Inbox von seinem Rechner und guckt sich Bewerbungen an und muss relativ schnell entscheiden, okay, was mache ich jetzt mit diesem Bewerber? Gleichzeitig steht dem Personaler die Fachabteilung auf den Füßen. Der Abteilungsleiter sagt, ich brauche jetzt unbedingt Leute. Ich muss meine Positionen füllen. Sonst kann ich meine Aufgaben nicht richtig erledigen. Sonst kann ich meine Ziele nicht erreichen. Los, gib mal Gas, mach mal irgendwas.

[00:02:51 - 00:10:19] | Christopher Funk
Und die Anforderungen der Fachabteilung sind oft auch so, dass der Personaler sie nur teilweise versteht, er kennt teilweise die Fachbegriffe nicht, er kennt die Abkürzungen nicht, er weiß auch nicht so ganz genau, worum es geht. Er versucht, Informationen zu bekommen und die zu interpretieren auf die Bewerbung, die reinkommt. So, jetzt weißt du, wie es typischerweise im Alltag eines Personalers aussieht, was im Kopf vorgeht. Die Personaler sind sehr, sehr oft gestresst, fühlen sich überlastet. Das Thema Bewerbung ist eigentlich eher lästig für die. Wir können jetzt daraus Schlussfolgerungen ziehen, wie wir den Personaler dabei unterstützen, seinen Job zu machen und dadurch den Personaler motivieren, uns dabei zu unterstützen, den Job zu bekommen. Der erste Tipp ist, je einfacher und klar, wenn deine Unterlagen sind, je schneller der Personaler erkennen kann, dass du der richtige Kandidat, die richtige Kandidatin bist, umso eher wird er gewillt sein, dich an die Fachabteilung weiterzuleiten und dafür zu versorgen, dass du eingeladen wirst. Wie machst du das? Das erste ist natürlich das Anschreiben. Im Anschreiben bringst du idealerweise sehr, sehr kurz und knapp drei bis vier Punkte, die belegen, dass du genau passend für die Position bist. Wenn du wissen willst, wie das geht, idealerweise natürlich auch mit Beispielen und Belegen, da habe ich eine extra Folge für dich aufgenommen und auch ein PDF vorbereitet. Das verlinke ich dir hier oben in der Infobox. Dann natürlich auch im Lebenslauf. Im Lebenslauf musst du dafür sorgen, dass der Personaler möglichst schnell die Punkte wiederfindet, nach denen er sucht. Also sagen wir fünf Jahre Erfahrung in der Produktion. Dann kannst du das oben hier schon reinschreiben. Erfahrene/r … mit fünf Jahren Erfahrung in der Produktion. Das kannst du als Titel schon oben drüber bringen und idealerweise dann auch die Keywords, also die Begriffe, die in der Stellenanzeige verwendet werden, wie zum Beispiel Projektmanagement, Marketing, Werkzeugbau, all das Handwerk, dass all diese Worte auch in deinem Lebenslauf vorkommen und idealerweise auch in deinem Anschreiben. Du machst es dem Personaler so einfach wie möglich zu sagen, jup, Haken dran, Haken dran, Haken dran, passt. Wenn du das schaffst in deinem Anschreiben und deinem Lebenslauf, bist du besser als 95 Prozent aller Bewerber, wo ich erstmal reininterpretieren muss, wo ich erstmal rausfinden muss, okay, wo könnten dann da Überschneidungen sein und wo halt nicht. Der Tipp zwei ist, deine Motivation klarmachen. Es ist ganz oft, wenn ich als Personaler oder auch als Personalberater, habe ich ja jahrelang gearbeitet, einen Lebenslauf an die Fachabteilung weiterleite, kommt ganz oft, ja, warum will der denn wechseln? Warum will die denn jetzt die Stelle wechseln? So, und dann oft weiß ich das ja anhand der Unterlagen gar nicht, im Anschreiben steht es vielleicht auch nicht drin und dann muss ich mir irgendwas aus den Fingern saugen oder dann muss ich jetzt nochmal anrufen oder telefonieren, deswegen mach es doch dem Personaler leicht, schreib doch einfach rein, was deine Wechselmotivation ist. Die typischerweise eine Hin-zu-Motivation. Warum ist das jetzt quasi der richtige Karriere Schritt für dich? Hinzu bedeutet eigentlich, was reiht sich an der Stelle, wie kannst du dich hier weiter entwickeln? Gibt es da vielleicht das Unternehmen das größere, die Aufgaben sind spannender? Das kann man ja in ein, zwei Sätzen formulieren, damit hast du die Wechselmotivation schon drin und er kann die so an die Fachabteilung weitergeben und muss sich nicht darüber Gedanken machen, muss sich nicht anrufen und so weiter. Punkt drei. Soft Skills. Die Personaler sind ja bei Hard Skills meistens nicht so 100% sattelfest, weil – sagen wir mal – ein Unternehmen, das IT- oder Produktionsfachleute sucht: Er kann natürlich nicht in jeder Funktion so fest drin sein typischerweise, dass er genau weiß, worum es hier geht. Wo er sich aber meistens ziemlich gut mit auskennt, sind Soft Skills. Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Lernfähigkeit und diese Soft Skills stehen ja oft auch in der Stellenanzeige drin, deswegen hilf ihm doch und zeige, dass du gerade bei diesen Soft Skills, die er sehr gut versteht, besonders gut qualifiziert bist. Idealerweise mit ein bis zwei Beispielen. Der vierte Punkt ist auch super wichtig. Wir haben jetzt inhaltlich über deine Unterlagen gesprochen. Es geht aber auch in die Form der Unterlagen. Also wenn du zum Beispiel deine Bewerbung schickst und du hast 25 Anhänge, ist das extrem schwierig zu sehen, okay, was ist jetzt da wichtig, muss ich mir die alle angucken, damit ich alle Informationen habe, weil ich als Personaler will idealerweise die E-Mail weiterleiten an die Fachabteilung. Aber das kann ich natürlich nur, wenn ich weiß, was steht in den Anhängen drin, habe ich alle Informationen erfasst. Also mach es doch dem Personaler einfach. Idealerweise hast du einen maximal zwei Anhänge und idealerweise ist auch was, was jeder öffnen kann. Also nicht irgendein komisches Textformat. Idealerweise keine Bilder, die riesengroß sind, keine riesigen Dateien, die irgendwo vielleicht gar nicht geöffnet werden können, sondern idealerweise hast du ein maximal zwei PDFs. Du hast einmal den Lebenslauf, das Anschreiben hast du in der E-Mail drin oder in Formular und dann hast du eben auch noch deine Zeugnisse. Sehr, sehr schnell überschaubar. Du ordnest die Zeugnisse auch vom Wichtigsten, also vom Aktuellsten zum Alten. Das ist dann auch sehr, sehr einfach für den Personaler. Mach es dem Empfänger deiner Nachricht also so einfach wie möglich zu verstehen, worum es geht und es dann auch weiterzuleiten. Und der letzte Punkt, super, super wichtig, wird sehr, sehr selten gemacht. Es funktioniert nicht immer, aber wenn es funktioniert, ist es ein absoluter Gamechanger. Du musst aktiv kommunizieren. Du musst, bevor du deine Bewerbung schickst, würde ich immer in der Personalabteilung anrufen, immer mal nachfragen. Gibt es da Punkte, die Ihnen ganz besonders wichtig sind? Und dann hast du auch eine Gelegenheit, dich schon mündlich auf der Tonspur vorzustellen, zu erklären, warum du der oder die beste Kandidatin bist und viele Personaler sagen dann schon, ah, der hat sich ja super angehört am Telefon. Wenn die Bewerbung kommt, die kann ich direkt weiterleiten. Das passt ja schon mal super. Damit kannst du wirklich einen riesen, guten ersten Eindruck machen. Es kann natürlich immer wieder vorkommen, dass du die Leute nicht erreichst, dass der Ansprechpartner nicht angegeben ist, dass die Leute keine Ahnung haben, worum es wirklich geht. Ja, das kann alles passieren. Aber wenn du es nicht getan hast, hast du gar keine Chance, einen guten ersten Eindruck zu machen. Deswegen empfehle ich immer, gerade auch bei kleinen oder mittleren Unternehmen auf jeden Fall den Weg übers Telefon zu machen, vorab dich über die Stelle zu informieren, dich über die Schwerpunkte zu informieren, auch über den Prozess. Wenn du den Prozess verstehst, kannst du ja auch den unterstützen. Wenn die sagen, ja, wir wollen morgen eigentlich die erste Interviewrunde einladen, dann weißt du, dass du schnell schicken musst. Wenn du weißt, ja, der Abteilungsleiter ist jetzt zwei Wochen im Urlaub, da kannst du dich auch darauf einstellen und dann in zwei Wochen nochmal nachfassen. Also je besser du den Prozess verstehst, umso eher kannst du den Personaler auch dabei unterstützen, quasi dich nicht zu vergessen. Auf der anderen Seite höre ich immer wieder, ja, Personaler, die haben keine Ahnung, die gehen mir auf die Nerven und ich finde die Fragen total blöd. Ich habe eine Folge aufgenommen, in der ich mal quasi diese Seite eingenommen habe und Fragen, die Personaler erstellen, radikal ehrlich beantwortet habe. Nur damit du mal siehst, okay, wie wirkt das? Kann ich das machen? Bringt mich das weiter oder schießt mich das aus dem Rennen aus? Und diese Folge verlinke ich dir unten in der Beschreibung und natürlich in den Show Notes vom Podcast.